Ist Drogensucht nun eine Krankheit oder Selbstverschulden?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Leute mir psychischen Krankheiten sind teilweise sehr empfänglich für Drogen. Wenn man einmal anfängt (auch Alkohol kann Einstiegsdroge sein), kann man schon in den Sog der Drogen geraten. Jedoch steht jedesmal eine eigene Entscheidung vor der nächsten Stufe...Wenn Menschen keine Selbstachtung haben, ist es ihnen egal ob eine Droge sie zerstören könnte oder nicht und Selbstachtung wird einem schon als Kind gelehrt. Man kann diese Frage nicht pauschal beantworten. Man muss den Einzelfall betrachten. Hinter jedem Süchtel steckt ein Schicksal...

Krankheit ODER Selbstverschulden? Ich finde, bei den meisten Krankheiten (als Ausnahme fallen mir gerade z.B. Erbkrankheiten ein) ist man irgendwie selbst "schuld", durch falsche Ernährung, durch einseitige Belastung, durch inadäquaten Umgang mit Stress. Was ist "Krankheit" eigentlich?

Jede Sucht hat ihren Ursprung in einem seelischen Dilemma und wenn du ganz aufmerksam bist, wirst du feststellen, dass gerade Süchtige (Sucht - Suche... klingt sehr ähnlich, hm) sehr sensible Menschen sind.

1. Ist es eine Krankheit und 2. ist diese nicht selbstverschuldet (sowohl medizinisch als auch rechtlich)

1980 entschied das Bundesverwaltungsgericht und 1983 das Bundesarbeitsgericht: Abhängigkeitserkrankungen sind "eine in der Regel nicht selbstverschuldete Krankheit".

Es gilt als Krankheit; ich seh es auch als solche. Genau wie alle anderen Süchte (Medikamente, Alkohol, Ess-Störungen,...) werden sie allgemein im Gesundheitswesen als Krankheit bezeichet und in den meisten Fällen auch so behandelt.

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