Ist die kreditgebende Bank verpflichtet eine Anschlussfinanzierung anzubieten?

4 Antworten

Ein Blick in die Darlehensbedingungen erspart die wildesten Spekulationen... Es kann durchaus ein Passus wie oben schon beschrieben enthalten sein, dann ist die Bank in der Tat verpflichtet, ein Prolongationsangebot zu machen (übrigens zu grundsätzlich denselben Bedingungen wie bei Erstbewilligung). Auch möglich und durchaus üblich ist eine Formulierung in der Art: "Die Laufzeit des Darlehens endet am .... Das ausstehende Darlehenskapital ist am Ende der Laufzeit an die Bank zurückzuzahlen." In diesem Fall hält die Bank sich die Option offen, ein Prolongationsangebot dennoch zu machen, falls sie dies aber nicht möchte, ist das Darlehen automatisch fällig. Also, irgendwo in den Darlehensbedingungen sollte dies geregelt sein. Falls die Formulierung problematisch ist, einfach noch mal fragen.

Die Frage ist nicht ganz eindeutig. Es gibt Kreditverträge mit einem festgeschriebenen Zins über einen Teil der Gesamtlaufzeit. Wenn der Kreditvertrag nach Ende der Festverzinsung noch läuft, muss lediglich über die Zinskonditionen neu verhandelt werden. Dann muss die bank aber auch an dem vertrag festhalten, nur zu welchen Zinskonditionenn ist die Frage. Anders ist es, wenn der Kreditvertrag endet. Dann kann die Bank es ablehnen, einen weiteren Vertrag abzuschließen. Stichwort Vertragsfreiheit.

In den Darlehensbedingungen der Banken steht in der Regel ein Passus dieser Art:

"Die Bank ist berechtigt, unter Einhaltung einer Ankündigungsfrist von z.b. 4 Wochen zum Zinsanpassungstermin die Darlehensbedingungen aufgrund der dann geltenden Marktlage an die für Darlehen dieser Art üblichen Konditionen anzupassen."

Das heisst nichts anderes, als dass man 4 Wochen vor Ablauf der Zinsbindung ein Anpassungsschreiben erhält, mit bis zu 3 Varianten (die weitere Zinsbindungszeit betreffend), das man dann annimmt oder nicht. Es kann durchaus sein, dass das nicht das günstigste Angebot ist und man es in Kauf nimmt, die Bank zu wechseln (das ist mit Gebühren für Grundbuchänderungen verbunden). Ein Tipp dazu: Einige Banken buhlen um Kunden und beteiligen sich an diesen Gebühren oder übernehmen sie ganz. Also Zinsvergleich lohnt sich wie immer!!!

Nein, dazu ist die Bank normalerweise nicht verpflichtet. Meistens gibt die Bank zwar ein Angebot für eine Anschlussfinanzierung ab, da sie ja Dich als Kunden behalten will.

Natürlich ist ein Immobilienkredit nicht nach 10 Jahren abbezahlt, aber das hat ja nichts mit der Kreditlaufzeit zu tun. Mehr Informationen zur Anschlussfinanzierung findest Du übrigens hier: http://www.geld-magazin.info/immobilien/anschlussfinanzierung

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