Ist die bloße Planung einer Straftat strafbar und wenn ja, mit welchem Strafmaß ist zu rechnen?

3 Antworten

Hier in Deutschland bekommst da wahrscheinlich ein Bewährungsstrafe für, würde ich behaupten, im günstigsten Fall.

In Amerika kenne ich einen Fall (schaue immer Medical Detectivs), da hat jemand für versuchte Entführung, also nur versucht, nicht gelungen, satte 40 Jahre Gefängsniss bekommen!;(

Die Vorbereitung einer Straftat ist nur in den seltensten Ausnahmefällen strafbar undzwar dann wenn die Vorbereitungshandlung selbst eine Straftat i.S.d. StGB darstellt. Ansonsten ist die Planung Vorbereitung von Straftaten streng vom Versuchsbeginn abzugrenzen. Der Versuch eines Verbrechens (Straftaten die mindestens 1 Jahr Freiheitsstrafe vorsehen) ist immer strafbar. Der Versuch eines Vergehens nur wenn dies gesetzlich ausdrücklich bestimmt ist. Der Versuch bedeutet Tatentschluss und unmittelbares Ansetzen zur Verwirklichung der Tat. Das schwierige ist das unmittelbare Ansetzen. Hier kann man die "Jetzt-gehts.los-Formel" verwenden. Demnach würde unmittelbar ansetzen, wer zur Verwirklichung der Tat nach seiner Meinung alles erforderliche getan hat, um diese ohne größere Zwischenhandlung verwirklichen zu können.

mhm irgendwie verstehe ich die Frage nicht so ganz... Also angenommen, ich plane einen Mord, führe diesen aber doch nicht durch (eigene Entscheidung). Hier gilt wohl: Wo kein Kläger, da kein Richter. Also wenn es keiner mitbekommt, hat sich das ja von selbst erledigt.

ansonsten schau mal ins StGB § 22, 23, 24. Da steht im Groben das, was du wissen wolltest: http://www.aufenthaltstitel.de/stgb.html#22

"(1) Wegen Versuchs wird nur bestraft, wer freiwillig die weitere Ausführung der Tat aufgibt oder deren Vollendung verhindert. Wird die Tat ohne Zutun des Zurücktretenden nicht vollendet, so wird er straflos, wenn er sich freiwillig und ernsthaft bemüht, die Vollendung zu verhindern."

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