Ist die Bezeichnung Mongolismus für Down-Syndrom diskriminierend?

5 Antworten

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Hallo, ich finde diesen Begriff nicht direkt diskriminierend, aber veraltet. Down-Syndrom oder Trisomie 21 trifft es besser, diese wunderbaren, einzigartigen Menschen zu beschreiben, Ich arbeite seit 25 Jahren in einer Wohnstätte, in der welche leben und könnte mir nichts Schöneres vorstellen. Mongolismus war eine Bezeichnung im Volksmund... ist nicht immer richtig, aber war landläufig ! LG, Sigi

"Volksmund" ist genau der richtige Ausdruck dafür. Dieses Beglückende im Umgang mit ihnen stößt oft auf Unverständnis. Leider!

@FlyingCarpet

Ja, und ich glaube, dass dieses Unverständnis meist aus Hilflosigkeit und Verdrängung resultiert.... Behinderung kann jeden treffen, einen selbst, Kinder, Verwandte... die meisten Menschen möchten sich mit Tabuthemen wie Sterben, Tod, Krankheit oder Behinderung nicht befassen, schieben den Gedanken in die hinterste Ecke des Verstandes. Lernen sie geistig behinderte Menschen erstmal näher kennen, sind sie fasziniert und gerührt von der Aufgeschlossenheit und Herzlichkeit deren Wesens...

@Moucky

Dem kann ich nur zustimmen! Ich durfte auch mit Kindern arbeiten die dieses Handykap haben und es war toll. Das Besondere an diesen Menschen ist, sie haben keine Vorurteile Anderen gegenüber!

@Imker2306

Danke, Imker, das ganz Besondere daran finde ich, dass sie ihr vermeintliches Handycap nicht als solches sehen, sondern einfach so sind, wie sie sind, und das ist schön... LG, Sigi

@Moucky

Das zeigt ja auch ihre Beschränktheit.

Danke für den Stern...

Politisch korrekt, nimmt man diese Bezeichnung nicht mehr. Dazu kam es, weil die doppelte Lidfalte ein offensichtliches Merkmal der Krankheit ist, leicht zu merken und an eine asiatische Gesichtsform erinnert. Man sagte auch "Mongölchen", um den Begriff etwas abzumildern. Gerade in Gegenwart der Eltern. Heute spricht man von Down-Syndrom, obwohl Betroffene/Eltern schon "Trisomie 21" sagen. Hat immer einen netten Effekt bei älteren Gesprächspartnern.

Ich finde, es ist eher eine Beleidigung für das Volk der Mongolen, Die sehen zwar etwas ulkig aus, sind aber durchaus gut drauf, wie ich auf einer organisierten Reise in die Mongolei feststellen konnte. Aber ich glaube, dass der Ausdruck mongoloid wirklich nicht mehr zeitgemäss ist, auch wenn ich ihn ganz lustig finde und passend für diese Spezies.   

So ist es, "mongoloid" ist diskriminierend und aus dem heutigen Sprachgebrauch gestrichen. Man sagt Menschen mit Down-Syndrom.

Hat übrigens auch nichts mit dem englischen "down" also "herab" oder "herunter" zu tun, sondern es erinnert an einen englischen Arzt namens "Down", der diese Erkrankung (oder Gendefekt) zum erstem Mal beschrieben hat.

Mongolid ist nicht diskriminierend! Den Ausdruck benutzt meine Oma auch und meine Tante ist behindert.

Dieser Ausdruck ist veraltet und kommt heutzutage eigentlich nur noch in Behindertenwitzen vor.

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