Inwiefern haben Mieter in einer Wohnung mehr Rechte als Eigentümer?

5 Antworten

Der verlinkte Artikel bezieht sich generell darauf, was Mietern erlaubt oder verboten ist.

Mieter, egal welcher Art von Wohnung, haben zunächst einmal prinzipiell alle möglichen Rechte, während Eigentümer einer Eigentumswohnung sich an das halten müssen, was in der Teilungserklärung steht oder als Beschluss mehrheitlich festgelegt wurde.

Vermieter einer Eigentumswohnung müssen deshalb sehr genau darauf achten, dass sie die Regeln, die für sie selbst gelten, auch in den Mietvertrag aufgenommen werden oder in der Hausordnung stehen, auf die mit dem Mietvertrag verwiesen wird. Geschieht das nicht, hat der Eigentümer einer vermieteten Wohnung, der die Rechte des Mieters hinsichtlich Balkonnutzung nicht eingeschränkt hat, womöglich bald ziemlichen Ärger, denn nachträglich etwas in den Mietvertrag aufzunehmen, ist nicht möglich, wenn der Mieter nicht zustimmt.

Einerseits steht der Vermieter dann in der Pflicht gegenüber der Eigentümergemeinschaft und andererseits, kann er seinen Mieter nicht mehr einschränken.

Denn wenn es dem Eigentümer untersagt ist, seinen Balkon zur Wahrung des einheitlichen Erscheinungsbildes nicht allzu freizügig zu gestalten, dann muss dies ja gleichermaßen auch für seine Mieter gelten

Macht es doch auch.

Für den Mieter gelten die gleichen Regeln, wie für den Eigentümer.

Inwiefern Mieter mehr Rechte haben sollten, als Eigentümer, ist mir unklar. Was für ein Artikel soll das denn gewesen sein?

@Franz577

Der Beitrag ist irreführend, bzw. falsch. Wie gesagt, Mieter und Eigentümer haben hier die gleichen Rechte. Untersagt die Gemeinschaft die Umgestaltung, bzw. eine bauliche Veränderung des Balkones, dann spielt es keine Rolle, ob darin ein Mieter oder Eigentümer wohnt.

@ChristianLE

Ok, dann sehen wir das also gleich.

Was hast du denn konkret gelesen? Kann es sein, dass du da was falsch verstehst / interpretierst? Ohne konkret den Artikel zu kennen, kann man da nicht viel drüber sagen.

Generell gilt, egal ob Eigentümer oder Mieter (in einer Wohngemeinschaft) beide haben gleiche Regeln zu befolgen.

Denn wenn es dem Eigentümer untersagt ist, seinen Balkon zur Wahrung des einheitlichen Erscheinungsbildes nicht allzu freizügig zu gestalten, dann muss dies ja gleichermaßen auch für seine Mieter gelten.

So ist ja auch, wenn es sich um dieselbe ETW handelt: Hausordnung und Beschlüsse der WEG hat der Eigentümer auch als Vermieter einzuhalten und seinen M insofern dazu zu verpflichten.

Der Artikel beschreibt vielmehr den grds. Unterschied einer ETW, bei der Balkon als Gemeinschaftseigentum WEG-Mehrheitsbeschlüssen unterliegt und einer Mietwohnung nebenan, in der er als Bestandteil der Mietsache lediglich dem Weisungsrecht des Eigentümers unterworfen ist.

Ok, aber sobald sich Mietwohnung und ETW im selben Gebäude, Haus oder Wohneinheit befinden, müssen auch für alle die gleichen Regeln gelten (bei denen es der Vermieter natürlich nicht versäumen darf, diese zum Gegenstand des Mietvertrags zu machen).

@Franz577

Genau das habe ich geschrieben. Wenn etwa ein Mehrheitsbeschluss der WEG vorliegt, keine Hunde und Katzen zu halten, kann der Eigentümer das seinem M nicht gestatten, nur weil er seine ETW vermietet und woanders wohnt :-)

Der Mieter kann sich eher eine Abweichung heraus nehmen. Die Eigentümergemeinschaft kann sich nur gegen den Wohnungseigentümer wenden. DIESEM obliegt dann die Klage gen seinen Mieter. Das kann dann für ihn erst mal ganz schön teuer werden. Ausgang ungewiss.

Zum Schluss bekommt er dann VIELLEICHT Recht. Muss dann aber die Kosten des Verfahrens trotzdem selbst zahlen, weil beim Mieter "nichts zu holen ist"

Der Mieter kann sich nichts herausnehmen, was der Mietvertrag bzw. die Teilungserklärung untersagt.

Wenn der Vermieter nachweisen kann, daß er dies eindeutig im Mietvertrag so festgehalten hat und der Mieter sich trotzdem nicht daran hält, dann kann ja auch der Vermieter nichts dafür. Wieso sollten dann auf ihn irgendwelche Kosten zurückfallen?

Der Vermieter ist ja nicht Vormund des Mieters bzw. der Mieter handelt eigenverantwortlich.

In solchen Fällen wendet sich die Hausverwaltung dann schon an den Mieter.

Ich hatte ja schon mal so einen Fall von Zuwiderhandlungen meiner Mieter (was ich ja gar nicht mitbekomme, da ich woanders wohne). Da wurden diese dann von der Hausverwaltung angeschrieben und ich bekam eine Kopie dieses Schreibens.

Hätten sich die Mieter dann weiterhin nicht an die Hausordnung gehalten, dann hätte die Hausverwaltung weitere Schritte unternommen, aber nicht ich.

@Franz577

Wenn das so einfach wäre, bräuchte man ja gar keine Gerichte.

Was machst du denn als Eigentümer, wenn der Mieter sich einfach nicht an den Vertrag hält. Dann musst DU klagen. Und zum Schluss bleibst du auf den Kosten sitzen, die der Mieter dann vielleicht sogar noch absichtlich in DEINER Wohnung verursacht hat.

@DerHans

Da ich eine Mietrechtschutzversicherung habe, würde ich schon mal nicht auf den Kosten sitzen bleiben.

Und warum bleibt deiner Meinung nach der Vermieter auf den Kosten sitzen, wenn der Mieter vertragswidrig handelt? Das Verhalten des Mieters macht eine Klage doch dann erst notwendig, weshalb auch er die Kosten dieses Verfahrens zu tragen hat.

Oder meinst du jetzt Renovierungskosten, falls er die Wohnung verwüstet? Darum geht es hier aber nicht.

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