Inwiefern darf mein Arbeitgeber in meine Freizeitgestaltung eingreifen?

3 Antworten

Das hängt von deinem Arbeitgeber ab. Gehen wir mal davon aus, es handelt sich dabei um ein privates Unternehmen. In diesem Fall handelt es sich lediglich um Vorschläge und Sicherheitshinweise, deren Nicht-Einhaltung das Unternehmen u.U sanktionieren könnte. In erster Linie scheint es dabei jedoch um Haftungsfragen zu gehen.

Wenn es nur Vorschläge sind, wie würden sich dann Sanktionen rechtlich begründen lassen?

@sebi68

Gestörtes Vertrauensverhältnis (wäre sogar ein Kündigungsgrund). Das Ganze wird in der Regel aber erst relevant, wenn Komplikationen auftreten. Wie soll das Unternehmen auch kontrollieren welchen Nachtclub du wann in deiner Freizeit besuchst.

@tryanswer

ok,das verstehe ich schon, das sich die Firma absichern möchte. Aber wenn sie verlangt, das ich meine Freizeit nur im Hotel verbringe, ist sie dann nicht auch verpflichtet mich für diese Zeit auch zu entlohnen?

Mit diesen Vorschriften sichert sich dein Arbeitgeber gegen Schadensersatzansprüche, die du haben könntest, wenn dir während des Auslandsaufenthalts was passiert. Er sagt dir, dich an bestimmten Orten (die sich als gefährlich erweisen könnten) nicht aufzuhalten. Was du letztlich tust, ist deine Sache, aber du gehst auf eigene Gefahr dort hin.

Also ist es eher als Ratschlag zu sehen? Wenn mir in Deutschland was in meiner Freizeit passiert ist es ja auch mein Problem.

@sebi68

Da hast du recht. Da aber dein Arbeitgeber dich in eine potentiell gefährliche Gegend geschickt hat, hat er eine gewisse Verantwortung für dich. Wie gesagt, du brauchst dich an die Anweisungen nicht zu halten - kannst aber bei Zuwiderhandlung nicht auf Schadensersatz hoffen (wenn überhaupt je ein Schaden eintritt).

Nur als Vorschlag außerhalb deiner bezahlten Arbeitszeit kannst du machen was du willst 

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