Insolvenzverfahren und Direktversicherung

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Die Frage kann man so nicht beantworten. Dazu bedarf es weiterer Informationen. Ich gebe dir erst mal diesen Link, (http://www.zimmermann-strecker.de/themen/pdf/2007_11_Direktversicherungen.pdf), der sehr informatiiv ist. Nicht leicht zu verstehen, das weiß ich. Ich könnte es aber auch nicht viel einfacher erklären. Wenn du nach der Lektüre noch Fragen hast, schreib sie als Kommentar rein und ich werde versuche sie zu beantworten.

Danke, war interessant. In meiner Frage geht es aber nicht um die Insolvenz des Arbeitgebers, sondern der Arbeitnehmer muss Ins Insolvenzverfahren.

@dickedeern

Sorry, dass ich nicht richtig aufgepasst habe. die Antwort ist auf jeden Fall wird die Situation, dass der Arbeitnehmer in die Insolvenz geht einfacher.

Ausgangspunkt ist die Regelung in

§ 851c ZPO Pfändungsschutz bei Altersrenten

(1) Ansprüche auf Leistungen, die auf Grund von Verträgen gewährt werden, dürfen nur wie Arbeitseinkommen gepfändet werden, wenn

1. die Leistung in regelmäßigen Zeitabständen lebenslang und nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahres oder nur bei Eintritt der Berufsunfähigkeit gewährt wird,

2. über die Ansprüche aus dem Vertrag nicht verfügt werden darf,

3. die Bestimmung von Dritten mit Ausnahme von Hinterbliebenen als Berechtigte ausgeschlossen ist und

4. die Zahlung einer Kapitalleistung, ausgenommen eine Zahlung für den Todesfall, nicht vereinbart wurde.

(2) Um dem Schuldner den Aufbau einer angemessenen Alterssicherung zu ermöglichen, kann er unter Berücksichtigung der Entwicklung auf dem Kapitalmarkt, des Sterblichkeitsrisikos und der Höhe der Pfändungsfreigrenze, nach seinem Lebensalter gestaffelt, jährlich einen bestimmten Betrag unpfändbar auf der Grundlage eines in Absatz 1 bezeichneten Vertrags bis zu einer Gesamtsumme von 238 000 Euro ansammeln. Der Schuldner darf vom 18. bis zum vollendeten 29. Lebensjahr 2 000 Euro, vom 30. bis zum vollendeten 39. Lebensjahr 4 000 Euro, vom 40. bis zum vollendeten 47. Lebensjahr 4 500 Euro, vom 48. bis zum vollendeten 53. Lebensjahr 6 000 Euro, vom 54. bis zum vollendeten 59. Lebensjahr 8 000 Euro und vom 60. bis zum vollendeten 65. Lebensjahr 9 000 Euro jährlich ansammeln. Übersteigt der Rückkaufwert der Alterssicherung den unpfändbaren Betrag, sind drei Zehntel des überschießenden Betrags unpfändbar. Satz 3 gilt nicht für den Teil des Rückkaufwerts, der den dreifachen Wert des in Satz 1 genannten Betrags übersteigt.

Der Gesetzestext ist etwas verklausuliert formuliert. Mit dem folgenden Check können Sie leicht selbst prüfen, ob Ihre konkrete Versicherung Pfändungsschutz genießt. Wenn Sie eine der folgenden Fragen mit JA beantworten können, hat Ihre Versicherung keinen Schutz, sondern fällt in die Insolvenzmasse. Der Verwalter wird die Versicherung kündigen und den Rückkaufswert zur Insolvenzmasse ziehen.

Quickcheck Lebensversicherung:

  • Können Sie aus der Versicherung schon Geld erhalten, bevor Sie 60 Jahre alt sind?
  • können Sie die Ansprüche aus dem Vertrag abtreten oder den Vertrag vor Ablauf der vertraglichen Laufzeit kündigen und den Rückkaufswert auszahlen lassen?
  • können Sie sich am Ende der versicherungszeit die Versicherunssumme in Geld vollständig auszahlen lassen?

3 x Nein = Pfändungsgeschützt 1 x Ja = Kein Pfändungsschutz, fällt in die Insolvenzmasse.

Ich hoffe, Sie können damit etwas anfangen

@ThomasKeller

Wunderbar, Herr Keller. Zum Schluss muss ich sagen, im Erlebensfall bekomme ich die Versicherung zu einem bestimmten Datum ausgezahlt. Das ist eben 6 Monate vor dem Ende der Wohlverhaltensphase. Also heisst das, evt. mit der Versicherung sprechen, ob es als monatliche Rente und nicht einmalig ausgezahlt werden kann.

@dickedeern

Haben Sie eine Frage mit Ja beantwortet?

Sind Sie schon in der Wohlverhaltensperiode oder wollen Sie erst in Insolvenz gehen und haben das nur durchgerechnet?

@ThomasKeller

Ich werde wohl gehen müssen. Bin im Moment in der Vorbereitungsphase. Ich habe nur einen Gläubiger, der lässt mir aber keine Wahl, d.h. er ist nicht gesprächsbereit

@dickedeern

wenn du magst, schickt mir bitte eine persönliche Nachricht (Freundschaftsanfrage). Dann können wir die Sache nochmal in Ruhe ausdiskutieren. Für den öffentlichen Bereich wäre das sicher nicht passend.

Bespreche das doch mit Deinem IV-Berater. Der entscheidet letztlich im Rahmen der Gesetze.

Bei allem Verständnis fürs Punktesammeln: Diese Antwort ist einfach nur sinnlos. Wenn man nicht mehr schreiben kann, als immer wieder diesen Satz (reinkopieren), dann sollte man es ehrlich gesagt lassen.

@ThomasKeller

Eigentlich nervst du mit deinen ewigen § inso das interessiert sowieso niemanden und du fällst schon als Dr.Allwissend auf.Gib einfach eine verständliche Antwort auch dann wenn es mal brenzlig wird Du Insoverw. O.A. (ohne Ahnung)

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