Insolvenz abgebrochen :((

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Du kannst jetzt gar keine Insolvenz neu beantragen. Da die Schulden die in deiner Insolvenz aufgeführt wurden nicht wieder neu aufgenommen werden können. Deshalb gibt es ja die 6jährige Karenzzeit. Diese hast du nicht zu deinen Gunsten genutzt. Kein Gericht der Welt räumt dir auf diese Schulden eine nochmalige Insolvenz ein. Außer du hast in den nächsten Jahren wieder so viele Schulden gemacht, dann kannst du auf die neu gemachten Schulden insolvenz beantragen. Aber auf den alten Schulden bleibst du jetzt alleine sitzen

Oh verdammt, das hab ich ja schön verbockt :( lieben Dank für Deine Antwort....

hmmm... schwierig ob sich bei einem abbruch überhaupt einfach so nochmal eine insolvenz anmelden lässt. am besten mit anwalt reden.

Lieben Dank für Deine Antwort :)

Kannst du mal erläutern, was du mit "Insolvenzverfahren abgebrochen" meinst? Erst dann ist eine qualifizierte Antwort möglich. Die bisherigen Antworten sind alles andere als zielführend.

Hallo! Es war so, das ich trotz mehrmaliger Aufforderung meines Treuhänders, die erforderlichen Unterlagen nicht einreichte. Er teilte dies daraufhin dem Amtsgericht mit. Daraufhin wurde mir mitgeteilt, das die Stundung der Verfahrenskosten somit aufgehoben werden. Ich wurde dann aufgefordert, die Verfahrenskosten i.H.v. € 1.300,- zu zahlen, andernfalls würde das im Jahre 2006 eröffnete Insolvenzverfahren eingestellt. Da ich nicht in der Lage war, die € 1.300,- zu zahlen wurde das Verfahren eingestellt. War ich blöd, ich ärgere mich soooo über mein dummes Verhalten :( Ich wünschte, ich hätte noch eine 2.Chance!!!

@isabella67

Es ist jetzt zu spät für eine ausführliche Antwort. Hole ich Montag nach. Nur soviel vorab: du bekommst deine 2. Chance.

@ThomasKeller

Vielen lieben Dank, ich weiß jetzt garnicht, was ich sagen soll. Das sind wirklich tolle Neuigkeiten für einen Superwochenstart :)) L.G. Isabella

@isabella67

So, hier die Antwort: Ich gehe davon aus, dass die Aufhebung der Verfahrenskostenstundung noch im Insolvenzverfahren erfolgte und nicht in der Wohlverhaltensperiode. Wenn die Verfahrenskostenstundung nach § 4c InsO aufgehoben wurde, die Kosten aber von Dir nicht gezahlt wurden, dann hat das zur Folge, dass das Verfahren mangels Masse, also mangels Kostendeckung eingestellt ist. Es dürfte also keinen Beschluss geben, mit welchem Dir die Restschuldbefreiung versagt wurde. Wenn dem so ist, so gibt es auch keine Sperre, erneut ein Insolvenzverfahren zu beantragen. Deine Schulden bestehen ja nach wie vor weiter. Es ist auch egal, ob sie im ersten Verfahren schon im Prüfungstermin geprüft waren oder nicht.

Wenn Du jetzt wieder einen Antrag stellst, müsstest Du eben wieder Verfahrenskostenstundung beantragen. Ich sehe momentan nicht, warum in diesem Fall die Verfahrenskostenstundung nicht gewährt werden sollte. Es handelt sich schließlich um ein neues Verfahren. Selbst die von Dir nicht gezahlten Kosten des ersten Verfahrens müsste die Landesjustizkasse dann in dem neuen Insolvenzverfahren als ganz normaler Gläubiger zur Tabelle anmelden. Auch für diese Kosten würdest Du dann Restschuldbefreiung bekommen.

Eine Sperrfrist gibt es meines Erachtens nicht. Wo soll diese herkommen? Die 10-Jahresfrist greift nicht ein, da Dir ja die Restschuldbefreiung weder gewährt noch versagt wurde.

Ich denke also, dass es überhaupt kein Problem sein dürfte, einen neuen Insolvenzantrag zu stellen. Im Übrigen kann Dir gar nichts passieren: Wenn Du jetzt einen neuen Antrag stellst und auch wieder Stundung der Verfahrenskosten beantragst, wirst Du ja sehen, was passiert. Das „Schlimmste“, was Dir passieren kann ist, dass das Gericht den Antrag zurückweist. Dann müsste man sich mit dem Zurückweisungsgrund auseinandersetzen. Ich denke allerdings, dass der Antrag durchgehen wird.

Einen Hinweis noch: Solltest Du in das vereinfachte Insolvenzverfahren als klassischer Verbraucher fallen und nicht in das Regelinsolvenzverfahren, dann müsstest Du natürlich jetzt den außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuch neu durchführen, da dieser bei Antragstellung maximal 6 Monate alt sein darf. Du müsstest das eigentlich am Aktenzeichen Deines ersten Verfahrens erkennen können. Wenn in dem Aktenzeichen die Buchstabenkombination „IN“ war, dann warst Du im Regelinsolvenzverfahren. War im Aktenzeichen die Buchstabenkombination „IK“, dann warst Du im Verbraucherinsolvenzverfahren.

Möglicherweise könnte sich aber seit der letzten Insolvenz an der korrekten Verfahrensart etwas geändert haben. Wenn Du noch einmal auf Nummer sicher gehen willst, dann schaue bitte hier auf meiner Seite (http://insolvenz24.de/inhalt/info2.asp), welche Verfahrensart die richtige für Dich ist.

@isabella67

Lass dich auf keine Phrasen ein denn die kosten hier nur Geld .Meist von Leuten die ein Wörterbuch auf dem Schrank haben und Geld nehmen für Nothing.Gehe zu Caritas die sind seriös

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