Inkassoschreiben trotz storniertem Vertrag?

5 Antworten

Im Prinzip ist die Sache einfach. Bei einem Fernabsatzgeschäft hast du ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Das heisst, wenn du rechtzeitig storniert hast, solltest du kein Problem haben.

ABER: Da du das Bestätigungsschreiben nicht mehr hast, wirst du dich schwer tun, den fristgerechten Widerruf zu beweisen. Das heisst, wenn die Sache tatsächlich vor Gericht geht, stehst du mit leeren Händen da und verlierst.

Nun wäre als Erstes zu klären, ob du auf irgend eine Art und Weise den Beweis der fristgerechten Stornierung führen kannst. Wenn ja, kannst du ganz normal Widerspruch einlegen. Wenn nicht, kannst du versuchen, mit Vodafone Kontakt aufzunehmen und die Sache zu klären. Vielleicht hast du Glück und die Sache regelt sich. Wenn nicht, wird dir nichts anderes übrig bleiben, als zu zahlen.

Ich würde allerdings verschweigen, dass ich das Stornierungsschreiben nicht mehr habe. Einfach nur "Leute, was soll denn das? Ich habe widerrufen, ihr habt mir ein Stornierungsschreiben zur Bestätigung geschickt und trotzdem geht ihr zu einem Inkasso? Pfeift die bitte zurück."

Und wenn das nicht hilft, Einschreiben ans Inkasso "Wertes Inkasso. Hier wurde mein Widerrufsrecht ausgeübt und es gab auch ein Bestätigungsschreiben/ Stornierungsschreibung von Vodafone. Ihr könnt doch nicht ernsthaft erwarten, dass ich etwas zahle, was im Einvernehmen mit Vodafone storniert wurde. Ich untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Weitergabe an Auskunfteien. Einem Mahnbescheid werde ich widersprechen."

Na das Schreiben solltest du schon finden.. Aber nicht für die Inkasso Fuzzies, sondern für den Fall, dass mal ein Mahnbescheid käme, die einzige Situation, wo du reagieren solltest.

Ansonsten alle Schreiben vom Inkasso ignorieren und nicht beantworten.

Ging ja dann nur über Paketverweigerung.

Erm nein, § 312c ff BGB?? Vertrag widerrufen?

Ich mein das kann doch nicht angehen, oder?

Leider wurde das von mir angesprochene und in eben jenem § verankerte Widerrufsrecht am 13.06. diesen Jahres geändert und EU-weit vereinheitlicht. Seitdem reicht die Rücksendung eines Artikels bzw. die Verweigerung der Annahme nicht mehr aus um wirksam den Widerruf zu erklären.

Was soll ich jetzt tun?

Naja da du eine Stornierungsbestätigung bekommen hast darfst du m.M.n. gem. Treu und Glauben davon ausgehen, dass es kein Vertragsverhältnis gibt. Und wenn doch müsste man dir Handy und Vertrag aushändigen (bereitstellen).

Ich find leider auch das schreiben nicht mehr mit der Stornierungsbestätigung, weil ich kurz zuvor umgezogen bin und demnach Chaos herrschte.

Ignorier das Inkassobüro und suche weiter nach dem Schreiben. SO lange keine Gerichtspost kommt alles halb so wild. Ich würde aber kurz per Fax die Forderung zurückweisen und die Datenweitergabe an die Schufa untersagen.

Fleissig am suchen bin ich ja schon, dennoch danke für die Antwort. Dann muss ich mir darum keinen Kopf machen mehr. :3 Und naja Paketverweigerung war halt in dem Moment das einzige was mir einfiel. Es ging ja halt auch, ich hab ja eine Bestätigung der Stornierung erhalten. Deswegen ja auch das kann gar nicht angehen. Aber nochmal danke.

Du hast das Bestätigungsschreiben der Stornierung.Das kopierst du und schickst es der Inkassogesellschaft.Du bist raus aus dem Fall.Die Abzocker werden immer dreister.

Es ist ganz hilfreich bis zum Ende zu lesen.

@klara1953

Ohne die Besträtigung der Stornierung bist du angreifbar,aber das weisst du genau,darum Deine Aggressivität auf meine Mail.

Na ja Stornierungsbestätigung ist schon hilfreich. Eine Verweigerung der Annahme ist kein Kündigungsgrund.

Zur Erklärung: Seit diesen Sommer nicht mehr. Da gab es eine EU-weite Angleichung zum Nachteil deutscher Verbraucher. Man muss nun zusätzlich zur Paketverweigerung noch ausdrücklich seinen Widerruf erklären.

Wenn natürlich wie hier der Anbieter den Widerruf akzeptiert und ein Stornierungsschreiben verschickt, ist das auch OK.

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