Inkasso schickt mahnbescheid, Hauptforderung (zu spät) bezahlt?

6 Antworten

Bei mir war das das gleiche problem. Ich hatte auch ne Mahnung von 1&1 erhalten, habe die rechnung dann gezahlt- allerdings über der Frist (2 Tage später) und die haben daraufhin einen Anwalt beauftragt... ende vom lied : Ich durfte die anwaltkosten zahlen aus dem grund, weil ich die frist "Überzogen" habe. deine rechnung ist beglichen, dennoch musst du die "Spätzahlung " zahlen

Anwalts Gebühren sind im Gegensatz zu Inkasso Gebühren im Verzugsfall leider meistens durchsetzungsfahig.

Das läuft so: Das, was du schuldest, sollst du ans Inkasso überweisen und nicht an den Gläubiger. Dieses ärgert sich.

Mach eine Kopie von deinem Kontoauszug deiner Zahlung, auf dem du alles übrige schwärzen kannst, und diese Kopie sendest du an das Inkasso.

Und dann reagierst du auf überhaupt nichts mehr. Dann müssen sie sich mit dem Gläubiger rumschlagen, damit er ihren Anteil rausrückt.

Ich würde gar nichts davon tun.

Vertragspartner des Inkassobüros ist der Gläubiger. Informationen über erhaltene Zahlungen kann das IB von diesem bekommen.

Einfach dem Mahnbescheid widersprechen.

Dann kommen Bettelheulflenn-Briefe doch bitte den Widerspruch zurück zu nehmen dafür würden dann x% der Forderung erlassen oder doch bitte den Widerspruch zu begründen.

Nichts ans Inkasso schicken.Warum ?

Und nun, am 29.3 kam ein mahnbescheid vom inkasso.

Mahnbescheide kommen vom Amtsgericht. Meinst du das so und das Inkassobüro hat diesen beauftragt?

Was mich irritiert, dort steht der Händler hätte am 27.3 die Forderung abgetreten an das inkasso.

Das wäre zu beweisen, durch Vorlage der Zessionsurkunde spätestens im streitigen Verfahren. In dem Fall dürften aber keine Inkassokosten gefordert werden, da das Inkassobüro dann keine Rechtsdienstleistung erbringt, sondern in eigener Sache handelt.

widersprechen muss ich trotzdem oder?

Wenn du nicht widersprichst, folgt i.d.R. binnen 2 Wochen der Vollstreckungsbescheid. Der dann vorläufig vollstreckbar wäre und nach weiteren 2 Wochen zu einem rechtskräftigen Schuldtitel gegen dich wird.

Am 28.2 kam die Forderung vom inkasso.
Am 2.3 habe ich die Hauptforderung inklusive Mahnkosten an den Händler überwiesen.

die Inkassogebühren müssen bezahlt werden zusätzlich zu Mahngebühren und Hauptforderung

@Schrumpfer
die Inkassogebühren müssen bezahlt werden zusätzlich zu Mahngebühren und Hauptforderung

Nö, i.d.R. müssen sie das nicht, zumindest nicht in der regelmäßig geforderten Höhe.

@Schrumpfer

Ist doch bezahlt, nur nicht an Inkasso, sondern an den Gläubiger, der de Schuldner ins Messer laufen läßt.

Daher meine Empfehlung. Dann weiß das Inkasso Bescheid. Dem Mahnbescheid natürlich widersprechen, da schon alles beglchen ist.

auf jeden Fall in Widerspruch gehen!

widersprechen muss ich trotzdem oder?

ne, du musst zahlen

(Inkassogebühren)

Inkassogebühren sind Gläubigerkosten.

Auch fallen keine an, wenn ein Inkassobüro in eigener Sache handelt.

@kevin1905

?

sobald Inkasso eingeschaltet wird, müssen die daraus entstehenden Gebühren bezahlt werden

@Schrumpfer
sobald Inkasso eingeschaltet wird, müssen die daraus entstehenden Gebühren bezahlt werden

Ja, vom Gläubiger, nicht vom Schuldner, denn der Gläubiger gibt den Auftrag. Ich kann auch nicht Handwerker beauftragen und meinem Nachbarn die Rechnung schicken, nur weil ich vielleicht einen Sichtschutz zwischen ihn und mich ziehen lasse.

Ob daraus ein Erstattungsanspruch gegen den Schuldner entsteht hängt von anderen Faktoren ab.

  1. Zahlt der Gläubiger überhaupt was ans Inkassobüro (im Massengeschäft läuft das hier flat oder kostenfrei auf Erfolgbasis, ergo kein Schaden der ersetzt werden könnte)?
  2. Was erbringt das Inkassobüro? Wenn es eine 1,0 oder 1,3 Gebühr nach 2300 VV RVG abrechnen will, wie es ein Rechtsanwalt könnte, muss es beraten, prüfen und für jeden Einzelfall individzelle Korrespondenz führen. Passiert im Massengeschäft nicht.
  3. Die Einschaltung des Inkassobüros muss zweckdienlich und notwendig gewesen sein, sonst verstößt der Gläubiger gegen seine Schadensminderungspflichten.

Hier behauptet das Inkassobüro ferner die Zession der Forderung (§§ 398 ff BGB).

Diese muss durch Vorlage der entsprechenden Urkunde bewiesen werden. Damit dürfen dann aber keine Gebühren gefordert werden, da ja keine Rechtsdienstleistung mehr für einen Auftraggeber erbracht wird sondern das IB in eigener Sache handelt.

Beispiel aus meiner Branche:

  • Kunde will eine Berufsunfähigkeitsversicherung im Nettotarif, ergo will nicht, dass ich meine Courtage vom Versicherer erhalte
  • Dann muss ich ihm die Courtage in Rechnung stellen, z.B. 2.000,- €.
  • Jetzt stellen wir uns vor besagter Kunde wäre ich selber. Soll ich mir nun eine Rechnung über 2.000,- € stellen und dann das Geld von der rechten in die linke Hand geben? ;-)

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