Inkasso Mahnung trotz bezahlter Rechnung, geht das?

7 Antworten

Das hat sich überschnitten,. Es dauert eben seine Zeit bis die Bank gebucht hat und die Firma der Inkassofirma bescheid geben kann, das du gezahlt hast.

Und schon lange ist ja wohl auch nicht richtig. Gerade mal vor 6 Tagen hast du gezahlt....

Nein, auf dem Brief steht der Brief wurde am 19.12 versendet!

@Geierdoodl

Geade drum.
Es sind gerade mal 6 Tage differenz. Die haben das Inkassobüro bereits zuvor beauftragt. Wahrscheinlich haben die min. 1000 solcher Fälle am Tag.
Die Zahlung muss erstmal beim Empfänger eintreffen und dann verbucht werden und dann muss jemand dem Inkassobüro Bescheid sagen und dann muss jemand im Inkassobüro reagieren.
Die email sollte bereits ausreichend sein, weil die natürlich keinen Anspruch auf Doppelzahlung haben.
Sollte noch etwas kommen, dann einfach noch einmal die email dahin schicken. Die brauchen manchmal auch eine 2te "Mahnung", weil so ein Inkassobüro verarbeitet nicht nur einen einzigen Fall, bei dem man ja selbst schon Probleme hat, sondern mehere hundert oder tausend Zahlungsfälle mit unterschiedlichsten Problemen am Tag.

Steht in dem Schreiben nicht irgendwo wenn sie den Betrag bereits bezahlt haben ignorieren sie dieses Schreiben? (Oder so ähnlich)
So kenne ich das.
Am einfachsten wäre es wohl wenn du dich telefonisch mit Amazon und/oder dem Inkassounternehmen in Verbindung setzt das ganze schilderst und mit Kontoauszügen belegst wann du gezahlt hast. Dann dürfte sich das recht schnell erledigt haben oder du bist zumindest schlauer.

Nein, das steht nirgends.
Danke werde ich mal machen!

@Geierdoodl

Man kann zwar gerne mit Inkassos Brieffreundschaften pflegen und ihnen vertrauliche Kontodaten zusenden, muss es aber nicht.

Davon spricht auch niemand, das einzig wichtige an Kontoauszügen ist was wurde gezahlt, wann und wohin. Das ist für den Fragesteller zur Kontrolle nicht für Inkassounternehmen zumal über rein telefonischen Kontakt eh nichts zugestellt werden kann. Erst denken dann posten



Sie haben mit einem Händler einen Kaufvertrag geschlossen, in dem Sie sich verpflichtet haben, nach Erhalt der Ware nebst Rechnung den vereinbarten Kaufpreis zu zahlen. Dies taten Sie offensichtlich nicht rechtzeitig. Nach § 286 Abs. 1 BGB kommt der Schuldner in Verzug, wenn er auf eine Mahnung des Gläubigers nicht reagiert. Da Sie auch nach der ersten Mahnung des Händlers nicht zahlten, befanden Sie sich spätestens ab diesem Zeitpunkt in Verzug. Nun regelt § 280 Abs. 1, 2 BGB, dass der Schuldner sich schadensersatzpflichtig macht, wenn er sich in Verzug befindet. Der Schaden des Händlers besteht in den Kosten, die durch die Beauftragung des Inkassounternehmens entstanden sind. Offensichtlich hatte der Händler das Inkassounternehmen bereits beauftragt, bevor Ihre Zahlung dort eingegangen ist. Mit Beauftragung waren die dortigen Gebühren bereits entstanden und sind als Schadensersatz deshalb von Ihnen zu erstatten. Dies hätten Sie nur durch rechtzeitige Zahlung, also spätestens nach der ersten Mahnung des Händlers verhindern können.

Ich gehe davon aus das es sich um Kosten des Inkassounternehmens handelt ?

In diesen Fall werden Sie die Kosten  deshalb zahlen müssen.

Rufen Sie doch einfach das Inkassounternehmen an, die werden Ihnen schon etwas dazu sagen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen




Der Brief wurde erst am 19.12 losgeschickt, ich denke also nicht dass das Inkasso-Unternehmen davor beauftragt wurde.

Zusätzlich stand in der letzten Mahnung dass ich den Betrag in den nächsten Tagen überweisen soll, sonst wird ein Inkasso-Büro eingeschaltet.

Nach § 286 Abs. 1 BGB kommt der Schuldner in Verzug, wenn er auf eine Mahnung des Gläubigers nicht reagiert. Da Sie auch nach der ersten Mahnung des Händlers nicht zahlten, befanden Sie sich spätestens ab diesem Zeitpunkt in Verzug.

Das mag sein, ist aber irrelevant, da der Schuldner seiner Zahlpflicht inkl. angemessener Mahnkosten bereits nachgekommen ist.

Nun regelt § 280 Abs. 1, 2 BGB, dass der Schuldner sich
schadensersatzpflichtig macht, wenn er sich in Verzug befindet.

Dazu muss aber erstmal ein Schaden entstanden sein, den der Schuldner zu verantworten hätte.

Der Schaden des Händlers besteht in den Kosten, die durch die Beauftragung des Inkassounternehmens entstanden sind. 

Nein. Einen Dritten zu beauftragen, ein Mahnschreiben an einen Kunden zu versenden, ist für geschäftserfahrene Gläubiger gerade *kein* ersatzpflichtiger Schaden. Der Gläubiger kann gerne beauftragen mit der Beitreibung, wen er will, aber auf eigene Kosten.

Offensichtlich hatte der Händler das Inkassounternehmen bereits
beauftragt, bevor Ihre Zahlung dort eingegangen ist.

Irrelevant.

Mit Beauftragung waren die dortigen Gebühren bereits entstanden und sind als Schadensersatz deshalb von Ihnen zu erstatten.

Nein. Das hätten Inkassodienste zwar gerne, nur dummerweise sehen das die Gerichte regelmäßig anders. Wer als geschäftserfahrener Gläubiger nicht in der Lage ist, seine Mahnschreiben respektive seinen Forderungseinzug selbst zu regeln, darf dies gerne Dritten überlassen, kann sich diese Kosten aber gerade *nicht* vom Schuldner erstatten lassen.

Nun regelt § 280 Abs. 1, 2 BGB, dass der Schuldner sich schadensersatzpflichtig macht, wenn er sich in Verzug befindet.

Das ist selbstverständlich richtig, dass der Schuldner den Verzugsschaden zu ersetzen hat, ABER

  1. Amazon ist ein geschäftserfahrener Gläubiger der im Masseninkassogeschäft agiert (meistens über Infoscore).
  2. Infoscore arbeitet für Amazon flat, d.h. durch die Beauftragung wird kein Honorar ausgelöst, wie es bei einem Rechtsanwalt der Fall wäre.
  3. Da Amazon also für die Beauftragung 0,- € Kosten entstehen, können sie auch nur 0,- € erstattet verlangen.
  4. Erstattungspflichtig sind die Mahngebühren für die zweite Mahnung und Verzugszinsen neben der Hauptforderung.

Folgt aus §§ 254 BGB und § 4 Abs. 5 RDGEG.

Rufen Sie doch einfach das Inkassounternehmen an, die werden Ihnen schon etwas dazu sagen.

Warum sollte man in einem Rechtsstreit der Gegenseite anrufen. Der Inhalt der Willenserklärung ist nicht beweisbar, noch hat das Inkassobüro kein Interesse daran dem Schuldner entgegen zu kommen, sondern möchte Geld haben. Ob legal oder grauzone ist den meisten IBs vollkommen egal.

Der Schaden des Händlers besteht in den Kosten, die durch die Beauftragung des Inkassounternehmens entstanden sind

Interessante Behauptung. Die Vertragswerke im Masseninkasso sehen eine Garantie vor, dass dem Gläubiger nie eine Rechnung durchs Inkasso gestellt wird. Dass er nie Inkassokosten bezahlt.

Dir ist schon klar, was das bedeutet? Deine Argumentationskette fällt in sich zusammen.

Kann man im übrigen (auch wenn man intensiv suchen muss) in den Geschäftsberichten der anderen Infoscore-Großkunden nachlesen. Insbesondere der Telekom.


Rufen Sie doch einfach das Inkassounternehmen an, die werden Ihnen schon etwas dazu sagen.

Klar, ich unterhalte mich auch mit dem Papst über die Frage, ob ich mich scheiden lassen darf...

Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen

Der Satz ist angesichts deiner Verbreitung von völlig falschen Informationen geradezu frech.

Falls das Inkasso-Büro irgendwie in deiner Angelegenheit tätig geworden ist, können die auch Gebühren von dir verlangen. Da die den Kaufpreis nicht mehr angefordert haben (du schreibst da ziemlich um den heißen Brei herum, auch bei den Mahnungsdaten), dürfte dort der Zahlungseingang bekannt sein.

Sie verlangen den Kaufbetrag+Mahngebüren.

können die auch Gebühren von dir verlangen.

Verlangen kann man viel, wenn der Tag lang ist. Gerichtlich durchsetzungsfähig ist das nur in 99% aller Fälle nie.

Falls das Inkasso-Büro irgendwie in deiner Angelegenheit tätig geworden ist, können die auch Gebühren von dir verlangen

So pauschal ist der Satz leider einfach nur falsch. Es gibt viele Bedingungen, die zutreffen müssen, dass überhaupt Inkassogebühren verlangt werden dürfen.

Rufe beim Inkasso an und schildere deine Lage.Wenn du den Betrag schon Überwiesen hast, dann ignoriere den Inkassobrief.

Völliger Blödsinn. Man telefoniert *nie* mit Inkassodiensten. Wozu auch? Sie sind weder zu irgendetwas befugt, was der Gläubiger selbst nicht auch könnte, noch hat der Schuldner mit ihnen einen Vertrag.

@FordPrefect

Wenn der Inkasso ein Schreiben schickt, dann muss man den Betrag an das Inkassobüro Überweisen.also ist dein neuer 'Vertragspartner' das Inkasso und nicht mehr der online Shop wo man Bestellt hat.

@Kin90

Wenn der Inkasso ein Schreiben schickt

...dann ist der Gläubiger immer noch der Vertragspartner, mit dem man den Vertrag geschlossen hatte. Wen der Gläubiger mit dem Forderungseinzug betraut, muss den Schuldner nicht kümmern.

dann muss man den Betrag an das Inkassobüro Überweisen

Nein. Das wird dort zwar gerne behauptet, ist aber für den Schuldner irrelevant, da er einen Vertrag mit dem Gläubiger hat. Nur in den seltenen Fällen des echten Forderungsverkaufs tritt das Inkasso an die Stelle des Gläubigers (das kommt aber im Masseninkasso so gut wie nie vor, weil sich das i.d.R. erst bei Forderungen im mittleren 3- bis 4-stelligen Bereich lohnt).

also ist dein neuer 'Vertragspartner' das Inkasso

Unfug.

Ich rufe nur Freunde, Geschäftspartner und Bestandskunden an. Ein Inkassobüro fällt in keine der Kategorien also telefoniere ich nicht mit denen.

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