In 30er Zone mit dem Fahrrad vor einem Auto fahren?

5 Antworten

Du darfst nicht verhindern, dass jemand anderes schneller fahren möchte, als erlaubt ist. Das ist Behinderung, vielleicht sogar Nötigung. Der Fahrer des Autos ist selbst verantwortlich für sein Tun. Da hast du dich herauszuhalten. Die Geschwindigkeit in der 30er Zone zu überschreiten, ist eine Ordnungswidrigkeit, den Fahrer daran zu hindern, ist mit Nötigung eine Verkehrsstraftat.

Ah ok danke hatte ich nicht gewusst o.O dachte immer das es eine Nötigung ist wenn ich zb. den autofahrer zwinge ca. 10 kmh zu fahren :p

Das mit der Nötigung eine gewagte Aussage denn genau so kann man sagen der Autofahrer wollte ihn Nötigen Platz zumachen.

@EzioAuditore600

Das eine schließt ja das andere nicht aus. Wenn der eine blockt und der andere hupt begehen beide eine Nötigung.

@DAAhN

Ob Hupen eine Nötigung ist....... Aber es ist hier wohl ein Endloses Spielchen wer hier wen genötigt hat.

Als Radfahrer darf man nicht in der Mitte der Straße fahren. Auch wenn der Autofahrer nicht hätte schneller fahren dürfen, musst Du die Straße freilassen und darfst nur am Rand fahren.

Du mußt dich an das Rechtsfahrgebot halten. Also so weit wie möglich rechts fahren, aber natürlich unter Einhaltung des Sicherheitsabstands zum Strassenrand und geparkten Autos. Platz machen damit einer vorbei kann mußt Du nicht.

Grundsätzlich ist es heute so, das benutzungspflichtige Radwege nur noch angeordnet werden dürfen, wenn die Radfahrer besonders gefährdet sind. Das hat wiederrum zur Folge, dass in 30er Zonen gar keine (benutzungspflichtigen) Radwege mehr angelegt werden dürfen, da diese hier ähnlich schnell sind, wie der motorisierte Verkehr.

D.h. der Radfahrer sollte sowieso in einer 30er Zone auf der Fahrbahn fahren.

Jetzt wurde hier schon mehrfach geschrieben, dass du am Rand fahren sollst. Was FALSCH ist. Das hätte zur Folge, dass dich Autofahrer auch bei Gegenverkehr überholen wollen könnten -> höhere Unfallgefahr.

Aus einem Urteil vom Bundesgerichtshofes aus den 60er Jahren (ich glaube 1964 war es, gerade keine Lust das Urteil herauszusuchen) geht hervor, dass ein Radfahrer einen Abstand von 80cm zum rechten Fahrbahnrand halten muss, weil er sonst eine Mitschuld bekommt, wenn ihm Fußgänger vor das Rad rennen (darum ging es auch in dem Urteil damals).

Zusätzlich dazu muss der Autofahrer zu dir einen seitlichen Überholabstand von mindestens 150cm einhalten (gibt verschiedene Urteile dazu, wieder keine Lust diese herauszusuchen, mit Kinderanhängern oder Anstiegen sogar mindestens 200cm).

Der ADFC empfielt auch auf Grundlage des oben genannten Urteils einen Abstand zum rechten Fahrbahnrand von 80cm bis 100cm. Fahrradbreite ca. 70cm, Fahrbahnbreite 300cm. Wenn du nun also 100cm Abstand + halbe Fahrzeugbreite 35cm zum rechten Rand einhältst, dann fährst du bereits legal fast mittig in der Spur! Der Autofahrer muss zum überholen dann zwingend die Spur wechseln.

Falls der Autofahrer drängen sollte, dann lass dich nicht hetzen, sondern verringere einfach deine Geschwindigkeit etwas.

Wenn er dich übrigens bedrängt oder drängt schneller zu fahren, dann stellt das seinerseits eine Nötigung im Straßenverkehr dar. Allerdings ist es hierfür ratsam mit einer Dashcam unterwegs zu sein, da es sonst Aussage gegen Aussage steht -> schlechte Chancen.

Wow Danke ! Also war ich in Recht. weil ich war in der mitte der (nicht vorhandenen) rechten Spur. :) ( Nicht in der Mitte der Strasse hatte es einwenig falsch beschrieben.) Nach 24h geb ich dir den Stern :)

@ArmendZh

nur beinahe. In der Mitte einer 2,5m breiten Spur bist vom rechten Rand fast doppelt so weit entfernt als das Rechtsfahrgebot von dir verlangt. Sonst bin nich natürlich voll beim Schreiber. Ganz rechts zu fahren (10cm Abstand)= animiert die Autofahrer ganz knapp bei Gegenverkehr zu überholen. Sicherer bin ich mit einem Abstand der etwas mehr als ein halber Meter ist. Da kann ich Steinen und Ästen ausweichen und habe noch einen Sturzraum.

@kuku27

Hier wird dauernd etwas vom Rechtsfahrgebot angeführt. Dieses besagt aber nur, das man nicht im Gegenverkehr fahren soll. Wenn sie aus diesem irgendwelche Abstände zum rechten Fahrbahnrand herleiten, dann geben Sie bitte auch Quellen an.

Da ich einige meiner angesprochenen Urteile von Gestern gerade im Überblick gefunden habe, zitiere ich diese einfach mal.

"Hält ein Radfahrer von dem unmittelbar neben der Fahrbahn verlaufenden Gehweg einen Abstand von 75 bis 80 cm, so hat er in aller Regel gegenüber den Benutzern des Gehweges seinen Pflichten aus § 1 StVO erfüllt (BGH, Az. VI ZR 66/56)."

"Radfahrer müssen einen ausreichenden Sicherheitsabstand vom rechten Fahrbahnrand und insbesondere von parkenden Kraftfahrzeugen einhalten. Der Abstand muß so bemessen sein, daß den Radfahrer eine sich öffnende Autotür nicht in eine Gefahrensituation bringen kann (LG Berlin, Az. 24 O 466/95)."

"Bei dichtem Verkehr genügt es, wenn ein Radfahrer nur 40 cm Seitenabstand zu parkenden Autos einhält. Kommt es zu einer Kollision mit einer vom Autofahrer geöffneten Autorür, trifft den Autofahrer die alleinige Schuld (OLG Celle, Az. 5 U 327/86)."

"Ein Radfahrer darf bei Dunkelheit und Regen auf stark befahrener Straße nicht weiter als 1 m vom rechten Fahrbahnrand fahren (OLG Saarbrücken, Az. 3 U 186/77)."

Quelle: http://www.verkehrsportal.de/board/index.php?s=7521e491506140878569d5c80bfbe1cf&showtopic=69531&view=findpost&p=1056671221

Eine Fahrspur mit 2,5m Breite dürfte man ziemlich selten finden (in Baustellen, keine Fahrbahnmarkierung). Sonst sind diese 3m+ breit. Selbst wenn ich jetzt von dem im 3. Urteil angesprochenen 40cm ausgehe, dann kommt vom Rad trotzdem noch die Halbe breite hinzu (~35cm) und schon verläuft die Fahrspur des Radlers 75-80cm rechts des Fahrbahnrandes

Es gibt ein Rechtsfahrgebot auch für das Fahrrad.Ich fahre doch mit den Auto auch nicht in der Mitte.

Mit in "der Mitte* meinte ich das ich in der Mitte der rechten Seite also dort wo das Auto fährt und nicht ganz in der Mitte den das ist ja eh verboten.. Trotzdem danke für die Antwort :)

Gokart nur Kinderspielzeug oder möglich auch auf der Straße zufahren?

Ich weiß, dass die Gokarts unter Spielzeuge fallen. Hab letztens erst einen Erwachsenen auf so ein Gokart den Gehweg benutzen sehen. Dabei sind mir doch einige Fragen aufgetaucht, welche mir im Zusammenhang mit den Gokarts (mit Pedalen!) einfallen.

1.) Könnte man von der örtlichen Polizei eine Genehmigung/ Erlaubnis bekommen, mit diesen Fahrzeugen, vorausgesetzt man hat Lichter dran, auch in 30er Zone auf Straßen fahren zu können als Erwachsener, wenn man körperlich sowieso eingeschränkt ist und kein anderes Fahrzeug hätte? (Praktisch also eher so Ausnahme; ich habe z. B. Über einen gelesen, dem die Polizei erlaubte auf den Gehweg E-Roller zufahren, wenn er ganz langsam fahren würde also so 6 Km/h, aber der war nicht körperlich eingeschränkt)

2.) Außer auf den Fußgängerwegen, darf man damit auch speziell auf den Radwegen fahren?

3.) Kann man mit einen Gokart Steigungen auch schaffen und ist es vergleichbar mit einen Liegerad bzw. schwer zu schaffen?

4.) Erreicht man mit den Teilen die gleiche Geschwindigkeit wie auf den Fahrrädern und kann man die 3-Gang-Schaltungen auch mit einen Fahrrad mit 3-Gängen vergleichen?

5.) Ich habe gelesen, dass es viele Erwachsene gebe, die Interesse hätten, so ein Gokart zufahren. Daher gibt es diese Fahrzeuge mit Pedalen ja auch für Erwachsene. Wollte mal wissen, ob hier speziell auch welche Personen, Jugendliche und Erwachsene gibt, die Gokart fahren? Gerne mit Altersangabe

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