Im Winter bei Glatteis Unfall?

5 Antworten

Hallo Undertaker1994,

Unfallursachen gibt es natürlich viele und dementsprechend sehen die Strafen völlig unterschiedlich aus.

Wer zum Beispiel wie im Fall Deiner Frage einen Unfall wegen nicht angepasster Geschwindigkeit verursacht muss laut bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog mit folgendem Bußgelbescheid rechnen:

Tatbestandsnummer: 103602
Tatvorwurf: Sie fuhren in Anbetracht der besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrsverhältnisse mit nicht angepasster Geschwindigkeit.
Es kam zum Unfall.
Ordnungswidrigkeit gem. § 3 Abs. 1, § 1 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 8.1 BKat; § 3 Abs. 3 BKatV; § 19 OWiG
Bußgeld: 145,00 € plus 28,50 € an Verwaltungsgebühren
Punkte: 1
Fahrverbot: Nein
A - Verstoß

Der A Verstoß hat für Jemanden der sich noch in der Probezeit befindet zur Folge:

  • dass sich die Probezeit um 2 Jahre verlängert und
  • dass ein kostenpflichtiges Aufbauseminar angeordnet wird
Und welcher Paragraph wird einen bei einem glätte Unfall vorgehalten ?

In der Regel wird einem zur Last gelegt gegen § 3 der StVO verstoßen zu haben. In dem steht:

(1) Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen weniger als 50 m, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden, wenn nicht eine geringere Geschwindigkeit geboten ist. Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann. Auf Fahrbahnen, die so schmal sind, dass dort entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten, muss jedoch so langsam gefahren werden, dass mindestens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke gehalten werden kann.

Schöne Grüße
TheGrow

Okay danke!

Ist trotzdem komisch, weil ja kann man schon bei 10 kmh sagen ups die waren zuviel.

So siehts aus. Der Verkehrsteilnehmer muss sein Fahrzeug zu jeder Zeit und bei allen Bedingungen unter Kontrolle haben.

Rutscht man im Winter war man zu schnell falsche Reifen oder sonst iwi schuld das es zu einem Unfall gekommen wäre.

Auch wenn du wo hinten drauf fährst bei glätte juckt es nicht das man sagt ich habe doch gebremst.

Dann hast du bzw. Hat man den veränderten Bremsweg missachtet.

Was ich dazu sage?

Erstmal muss das jemand mitbekommen. Ich hatte auch schon einen Ausrutscher im Winter und war voll Offroad. Dem Kühler hats nicht so gefallen, sonst ist aber nichts passiert. Hat mich also einen Kühler, etwas Kühlflüssigkeit und ne Stunde Arbeit in der Hofeinfahrt gekostet. An dem Tag war das Wetter aber so extrem, dass der Winterdienst nicht mehr durchgekommen ist, selbst gerutscht ist und Schneeketten kurze Zeit später obligatorisch waren. An einem Gefälle konnte ich nicht mehr Bremsen--->Auto wurde trotz sehr guter Winterreifen nur noch schneller.

Wenn du aber so abfliegst, dass es jemand mitbekommt, dann war das kein Kleiner Fehler mehr, oder sehr sehr unglücklich.

Ja, im Winter ist die Wahrscheinlichkeit, einen Unfall zu machen, besonders hoch, gerade bei Glatteis.

Bei Glatteis können auch 30 km zu schnell sein.

man muss den straßenverhältnissen angepasst fahren. Tut man das nicht und baut einen Unfall gibts halt Punkte oder Strafen.. das ist im Sommer genauso

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