Im Haus gegenüber piept irgendwas ununterbrochen.

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Wecker, Waschmaschine, Geschirrspüler, Mikrowelle oder ein schnurloses Telefon, welches zurück zur Basisstation zur Aufladung möchte. Das alles piept normalerweise immer in ziemlich lauten und nervigen Abständen. Das Ordnungsamt dafür ist schon "overkill" bei einem 30-Parteien Haus. Ich würde es erstmal mit einem Aushang im Hausflur probieren. Den "Störenfrieden" war das nämlich vielleicht noch gar nicht bewusst ;)

Lärmbelästigung durch geisteskranken (wirklich) Nachbarn - was tun? wie kommunizieren?

Hallo an alle, ich wohne im vielbelebten, bunten und auch oft lauten Kreuzberg, bin nach einigen Jahren in Berlin auch gewohnt an Musik aus Bars in der Nacht, mal Partys meiner Nachbarn (immer abgesprochen) und Straßenlärm. Seit Dezember wohne ich direkt über einem Sorgenkind unseres Hauses, bei meinem Einzug dachten alle, er würde hier gar nicht mehr wohnen, da es immer ruhig war, der Zwangsauszug bereits einen Monat zuvor stattfinden sollte - und dann eben doch nicht geschah.

Zu unserem Nachbarn: er ist geistig behindert, aber sehr intelligent. Oft hört er den ganzen Tag lang und nachts, mit Vorliebe von 1-3.00 Uhr laute Musik bei geöffnetem Fenster, das Basswummern im Fußboden lässt Schlaf/Konzentration/Arbeiten nicht zu. Oft schreit er auch lautstark aus dem Fenster, man hört ihn noch einige Blöcke weiter. Dabei fallen Sätze wie "Ihr behinderten Idioten!", "Ich vergase euch alle!", "Scheißnachbarn, ruft doch die Polizei, die werden noch meine besten Freunde", "Die Musik ist zu laut, ich muss doch arbeiten", er pöbelt auch Passanten auf der Straße an und hat ein besonderes Problem mit dem Plattenladen unter ihm, er lädt oft Obdachlose ein, die nachts streiten, Fäkalien im Flur etc.

Wir führen alle ein Lärmprotokoll, mussten einige Male die Polizei/Ordnungsamt einschalten, es gab auch Zwischenfälle, wo er sich selbst gefährdet (nimmt Medikamente, säuft aber immer, manchmal fallen Flaschen auf den Gehweg, es wurde noch kein passant getroffen, er wirft sie nicht, aber sie fallen herunter, wenn er wild gestikuliert und brüllt). Unser Vermieter hat ihm nun wieder gekündigt, am 1.12. soll der Nachbar ausziehen. Wir befürchten, dass es wohl nicht so weit kommen wird. Mietminderung haben bereits einige beantragt, aber der Vermieter stellt sich da quer und die allgemeine Stimmung im Haus ist Kommunikation mit dem Vermieter, da niemand Interesse an einer schlechten Mieter-Vermieter-Beziehung hat. Wir haben auch oft das Gespräch mit unserem Nachbarn gesucht, angerufen, geklingelt, ihn gebeten, die Musik leiser zu stellen oder die Fenster zu schließen, Kopfhörer zu benutzen etc. Das klappt dann auch nicht immer, manchmal wird er patzig, manchmal stellt er ab, fängt aber nach einigen Minuten wieder an. Die Besuche der Polizei schüchtern ihn wenig ein, sobald die weg sind, beginnt er von vorne.

Er hat einen gesetzlichen Betreuer, der sich aber auch nicht mehr um ihn kümmern möchte, da er aus Therapien wegläuft. Zum jetzigen Zeitpunkt muss unser Nachbar einer Einweisung immer zustimmen, ganz entmündigt ist er also nicht.

Die Situation ist belastend für alle. Für uns aufgrund des Lärms, für den Vermieter, der niemanden so schnell rausekeln will, aber ich denke auch besonders für unseren Nachbarn, der sichtlich mitgenommen ist vom wenigen Schlaf und gefährdet seine eigene Gesundheit, kann mir vorstellen, dass er sehr einsam ist und der Lärm ein Bereich ist, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Wie kommunizieren? Wie kann es für alle besser werden?

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