Ich verstehe diese Karikatur nicht, kann mir jemand diese Karikatur erklären? :)

 - (Deutsch, Ethik, Aktien)

5 Antworten

Die Aktionäre im Saal jubeln,weil ein Kostenfaktor sich vermindert.Die Entlassung von 2-3 Tausend Menschen,des Personales,ist finanztechnisch nur ein Kostenfaktor.Diese Nachricht wird also die Aktie steigen lassen ,Rationalisierung,Börsenbriefe,etc.und die Rationalisierung wird die Gewinnaussichten des Unternehmens steigern,dies könnte zur Ausschüttung einer (höheren) Dividende führen,wieder Jubel.) Gut erklärt? )))

Die Aktionäre freuen sich, weil sie zu kurz denken: Weniger Kosten = mehr Gewinn. Dass langfristig mit weniger Personal weniger Gewinn erzielt werden könnte, das sehen sie nicht.

Eine Karikatur zur Geldgier und vieler Unternehmens kurzfristige Gewinnmaximierungspolitik.

Warum sollte ein Manager, der im Schnitt sowieso nicht mehr als für 3 oder 4 Jahre angestellt ist, langfristig denken? Der will die Zahlen seines Bereich in möglichst kurzer Zeit möglichst gut auf Vordermann bringen. Nach ihm die Sintflut.

Darum, dass das Einzige was dem Geschäftsvorstand einfällt um im nächsten Jahr mehr Gewinn zu machen, darin besteht ein paar Tausend Leute zu entlassen. Deren Gehälter muss man dann nicht mehr zahlen und man macht mehr Gewinn.

Das ironische bei der Sache ist, dass zum einen alle Aktionäre jubeln, obwohl die Aktion natürlich voll unsozial ist. "Machen wir 3.000 Leute arbeitslos, nur damit wir noch mehr Geld verdienen als bisher." und natürlich ist das kein Geschäftsmodell mit Zukunft. Spätestens wenn man den letzten Arbeiter entlassen hätte wäre die Grenze dieser Methode der Gewinnsteigerung erreicht. Früher war das Entlassen von 3.000 Leuten ein Zeichen, dass es einer Firma schlecht geht. Heute ist es oft lediglich ein Zeichen dafür, dass die Aktionäre den Hals nicht voll genug bekommen.


Der zentrale Satz im Jubel ist. "Hurra, es geht aufwärts". Allerdings nur mit dem Bankkonto der Aktionäre. 3.000 Leute zu entlassen ist normalerweise kein Zeichen für einen Betrieb mit dem es stetig bergauf geht.

@Panazee

Zutreffend,Hurra für wen? ))) Früher gab es sozioökonomische Komponenten.Wie kann ich einen Betrieb so gestalten,das ich so vielen Menschen Lohn und Brot gebe,wie ich benötige um einen Gewinn zu erwitschaften,dazu in der Lage bin Rücklagen für Umstrukturierungen und Investitionen zu schaffen.Heute ist Effizienzsteigerung und Gewinnmaximierung im Vordergrund.Oftmals sogar nur die kurzfristige,da Verkäufe von spezialisierten Abteilungen ein Verlustgeschäft sein können,wie auch das entsorgte oder outgesourcte Personal(später) wieder kostenintensiv beschaffen und einarbeiten zu müssen.Gelle?

Beziehe es auf dich:Du hast einen Arbeitsplatz bei einer grossen FA. 

Die FA ist an der Börse notiert und will den Gewinn der Aktionäre und ihren Gewinn steigern, auf Kosten der Beschäftigten. Das heisst du verlierst mit 2999 Mitarbeitern deinen Arbeitsplatz.

Und die anderen freuen sich über dicke Gewinne.

Diese Karikatur ist heutzutage Realität!!!

Die Aktionäre freuen sich weil die GL die Gewinnsituation maximieren möchte.
Wie ist das jedoch für die Angestellten?
Es sollen 3.000 Leute entlassen werden.
Wer lacht nun also?

Was möchtest Du wissen?