Ich soll in Vorruhestand geschickt werden.

3 Antworten

Wenn Du 1950 geboren bist, musst Du 65 Jahre und 4 Monate alt sein um die reguläre Altersrente zu bekommen. Bist Du Jahrgang 1951 entsprechend der Regel noch einen Monat dazu. Immer vorausgesetzt, Du hast keinen GdB von mindestens 50 und weniger als 45 Beitragsjahre. Bei 45 Beitragsjahren kann man mit 65 Jahren ohne Abschlag in die Altersrente gehen.

Was meinst Du mit Zusatzrente? Hast Du privat vorgesorgt oder eine Betriebsrente? Falls Du die Altersrente meinst, wenn Du mit Abschlag früher in Rente gehst, ist die Kohle weg. Da gibt es später, wenn man das reguläre Rentenalter erreicht hat, nichts mehr dazu. Einmal weg, immer weg.

Anspruch auf Arbeitslosengeld hast Du 24 Monate und selbstverständlich solltest Du Dich arbeitslos melden.

Der Rentenabzug beträgt 0,3 % für jeden Monat, den Du vor dem regulären Renteneintrittsalter Rente beziehen willst - und zwar dauerhaft, also bis zum "Ende"; das musst Du Dir jetzt für Deinen konkreten Fall ausrechnen.

Die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld beträgt bei Dir - wie Hexle2 schon sagte - 24 Monate; die Höhe sind 60 % des auf Monatstage (30) heruntergerechneten versicherungspflichtigen Bruttoentgeltes (67 %, wenn noch für mindestens 1 Kind Kindergeld durch Dich oder Partner bezogen wird).

Erkundige Dich bei der Arbeitsagentur, ob eventuell eine 3-monatige Sperre beim Arbeitslosengeldbezug eintritt, wenn Du Dich "in Frührente schicken" lässt; und vor allem: sprich Deinen Arbeitgeber - wenn Du denn grundsätzlich zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses bereit bis - auf einen Aufhebungsvertrag an mit Abfindungsregelung, zumindest aber das halbe Jahr Freistellung und Ausgleich des finanziellen Minus' beim Arbeitslosengeld durch die eventuelle Sperre.

Also auf jeden Fall Arbeitrslosmeldung, weil dadurch der Renteneintritt um 24 Monate hinausgezögert und die Rentenminderung um 7,2 % (24 Monate x 0,3 %) geringer ausfällt!

So habe ich es gemacht - und es nicht bereut!

Nachtrag:

Dringend zu empfehlen ist auch ein Beratungstermin beim Rentenversicherungsträger (Beratungsbüro)/bei der Rentenberatung, dier sofort genau ausrechnen, wieviel Rente (brutto und netto) Du bei welchem Renteneintrittsalter bekommst und wie hoch der Abzug ist.

Danke, du hast mir schon mal ein wenig geholfen, denn bis Dienstag muss ich mich entscheiden Ich werde aber auch die Rentenberatungsstelle noch kontaktieren, und das mit dem Arbeitslosengeld hab ich noch gar nicht gewusst, Danke für den Tipp!

@Eulalia2002

Noch eine Ergänzung zur Berechnung des Arbeitslosengeldes (dazu gibt es Seiten und auch Rechner im Internet):

Durchschnitt des Bruttoeinkommens der letzten 12 Monate (incl. Einmalzahlungen wie Urlaubs-, Weihnachtsgeld, Boni, nicht jedoch Leistungen wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses) berechnet auf Kalendertage, abzüglich anteiliger Steuer (je nach Steuerklasse, evtl besondere Regelung) und anteiliger Sozialabgaben; davon 60 bzw. 67 %.

Es gibt also nicht 60 (67) % vom Tagesbruttolohn, sondern der Bruttolohn ist Bemessungsgrundlage für die Ermittlung der Anspruchshöhe.

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