Ich schreibe nächste Woche eine Pro Contra Argumentation (Erörterung) und suche noch zusätzliche Pro und Contra Argumente im Bezug auf das Thema "Burka Verbot"?

5 Antworten

Ich habe dazu vor einiger Zeit schonmal eine ausführliche Antwort geschrieben:

Ein Burkaverbot wirkt sich weder positiv auf Integrationsprozesse aus noch auf die Emanzipation muslimischer Frauen.


Natürlich, die Burka ist ein Kleidungsstück, das auf rückständigen und patriarchalischen Werten basiert und - objektiv betrachtet - ein Handicap für die Trägerinnen darstellt. Weder im Koran noch in der Sunnah gibt es eine Vorschrift oder Empfehlung, ein solches Kleidungsstück zu tragen. Trotzdem ist es zu kurz (um nicht zu sagen, schlichtweg primitiv) gedacht, Integrationsprobleme oder ausbleibende Emanzipation mit einem Burkaverbot aus dem Weg schaffen zu können.

Zunächst einmal sollten wir uns die tatsächliche Faktenlage vor Augen führen: In Deutschland trägt ein winzig kleiner Bevölkerungsteil die Burka, vielleicht 100 Personen. Bei einer Einwohnerzahl von 81 Millionen kommt man dabei auf 0,000123%. Mit anderen Worten: Die Burka stellt überhaupt kein erwähnenswertes gesellschaftliches Problem dar. Wieso also diese große Debatte, die deutschlandweit geführt wird?

Und helfen wir überhaupt den rund 100 Burkaträgerinnen, indem wir ein Verbot ihres Kleidungsstückes einführen? Diejenigen, die die Burka unter Zwang tragen, würden von ihren Männern fortan vermutlich gar nicht mehr auf die Straße gelassen werden. Und diejenigen, die die Burka aus ideologischer Überzeugung tragen, würden sich nur noch stärker radikalisieren und diese Werte umso vehementer auf ihre Nachkommen übertragen.

Noch einen Schritt weiter gedacht, versäuert diese Scheindebatte, die letztlich nichts als Symbolpolitik ist, den so dringend nötigen Dialog mit der muslimischen Parallelgesellschaft. Muslime, die normalerweise die Burka ablehnen, solidarisieren sich plötzlich mit den Burkaträgerinnen, weil sie ein Verbot als weiteren Angriff auf ihre private Lebenssphäre werten. Für Hassprediger à la Pierre Vogel & co ist diese Debatte Wasser auf die Mühlen, um die vermeintliche Unterdrückung von Muslimen im Westen anzuprangern. Schlussendlich rückt die muslimische Community ein ganzes Stück weiter weg von der Kerngesellschaft und vom gemeinsamen Dialog. Methaphorisch gesprochen hätten wir damit eine tiefe Schramme in den Lack eines teuren Autos geritzt, nur um einen kleinen Fliegenschiss am Spiegel zu beseitigen. Ist es das wert?

(https://www.gutefrage.net/frage/argumente-fuer-oder-gegen-ein-burkaverbot?foundIn=list-answers-by-user#answer-218736168)

Ich beteilige mich nicht an diesen dämlichen Pro und Kontra Kram der Schule, daher bekommst du von mir indes eine Einstellung, gekoppelt an eine bestimmte Gesinnung.

Es ist nicht Aufgabe des deutschen Staates ein generelles Burkaverbot zu erlassen. Allerdings ist es ausgesprochen ratsam, es für öffentliche Einrichtungen zu verfügen. Das könnte dann so aussehen, dass vollverschleierte Frauen in Behörden nicht "bedient" werden sollen. Gleiches gilt für Krankenkassen, Theater, Rundfunk usw. Ärzte und sonstige Dienstleister seien dazu angehalten, entsprechend zu verfahren, so dass letztendlich nur noch auf der Straße dieser elende "Mist" verbleibt.

Schulen und sonstige Bildungseinrichtungen sind anzuhalten, die Vollverscvhleierung der Frau als diskriminierend darzustellen, lediglich den patriarchalischen Gelüsten entspringend.

Ich halte diese Fragestellung als Schulaufgabe für be*************en.

Ich bin gegen Burkap Nikap und wie die Lappen alle heißen.

Die Leben in Deutschland und sollen sich äußerlich der Allgemeinheit anpassen.

Ein Kopftusch mit freien Ohren und Gesicht wäre bei mir noch akzeptabel.

Ich verurteile keinen  aber ich hab nun mal was gegen diese Kleidungsstücke, weil es meines Erachtens oftmals nur aus Trotz gemacht wird.

War von ca 10 - 12 Jahren in der Türkei und in Syrien. Dort waren weniger mit diesen Kleidungsstücken bekleidet wie heute hier.

Ich am Pool oder am Mittelmeer keine Frau mit so einem Textil gesehen.

Mit freundlichen Gruß

Bley 1914

Ich halte diese Vermummung für absolut hirnrissig.

Aber wir haben in diesem Land gewissen Freiheitsrechte. Zum Einen darf sich jeder nach seiner Facon zum Affen machen.

Zum Anderen haben wir Religionsfreiheit. Es steht also jedem frei, seinen Glauben an was auch immer solange zu praktizieren, wie er damit nicht gegen geltendes Recht verstößt.

Ein Burkaverbot wäre eine Einführung eines neuen Straftatsbestandes. Solche Eingriffe in Freiheitsrechte müssen in der Regel durch ein dagegen stehendes Schutzbedürftnis gerechtfertigt werden.

Welches Schutzbedürfnis soll hier aber gelten? Andes gefragt, welcher Schaden entsteht wem, wenn einige Spinner im Sack rumlaufen?

Und wo wollen wir dann die Grenze ziehen? Mir als Atheist begegnen ständig Dinge, die ich für unnötig oder sogar lästig empfinde. Aber kann ich daraus das Recht ableiten, jemand anderem seine Freiheitsrechte zu beschneiden?

Nein.

Ein Burkaverbot geht nur dann, wenn auch das Läuten von Glocken und das Tragen von Kreuzen verboten wird.

Es gibt keinen vernünftigen Grund, hier mit zweierlei Maß zu messen.

Pro: reiche Leute aus dem Ausland kommen her und bezahlen viel  für teure Behandlungen 

Contra: integrationsverweigerung, Abgrenzung, Unterdrückung, fanstismus, Vermummung/ identifkaionsschwierigkeit--gefährlich  

integrationsverweigerung, Abgrenzung, Unterdrückung, fanstismus

Diese Probleme werden durch ein Burkaverbot aber nicht gelöst, sondern ganz im Gegenteil verschlimmert!

@uyduran

Das eine legitimiert das andere nicht. 

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