Ich habe privat ein Auto verkauft?

5 Antworten

Man muss hier klar trennen. Und zwar zwischen Zivil- und Strafrecht. Leider wird das sehr oft vermischt und führt zu viel Verwirrung.

Zunächst zum Strafrecht:

In diesen Bereich fällt die angedrohte Anzeige. In Betracht kommt ein Betrug (§ 263 StGB). Dir könnte vorgeworfen werden, den Käufer über mögliche Schäden getäuscht zu haben. Allerdings ist hierbei folgendes zu beachten:

Zum einen besteht für den privaten Gebrauchtwagenverkäufer (strafrechtlich) keine Pflicht, auf Mängel hinzuweisen. Aber: Auf etwaige Fragen des Käufers muss wahrheitsgemäß geantwortet werden. Wird beispielsweise die Frage "ist der Motor in Ordnung?" wahrheitswidrig mit "ja" beantwortet, so liegt eine Täuschung vor. Und diese ist dann, wenn sie zu einem Irrtum und daraufhin zu einem Vermögensschaden des Käufers führt und vorsätzlich geschieht, strafbar.

Zum anderen muss man dir allerdings auch nachweisen können, dass du vorsätzlich falsche Angaben gemacht hast - ausdrücklich oder auch konkludent. Das dürfte wenig wahrscheinlich sein. Denn wie du schreibst, war bei dir immer alles in Ordnung. Man müsste dir das Gegenteil nachweisen bzw. dir nachweisen können, dass du wusstest, dass nicht alles in Ordnung war.

In Bezug auf die Anzeige kannst du also ruhig bleiben. Zwar kann der Käufer natürlich Anzeige erstatten. Aber ich denke, dass ein daraufhin gegen dich eingeleitetes Ermittlungsverfahren recht schnell wieder eingestellt werden würde - denn die Strafverfolgungsbehörden (Staatsanwaltschaft und Polizei) kümmern sich nicht um privatrechtliche Streitigkeiten.

Auf der anderen Seite steht das Zivilrecht und eure diesbezügliche Streitigkeit:

Hier geht es darum, dass geklärt wird, ob der Käufer irgendwelche Ansprüche gegen dich geltend machen kann. Ihr habt einen Kaufvertrag geschlossen (mündlich; das geht auch). Du hattest dadurch die Pflicht, dem Käufer die Sache frei von Sachmängeln zu verschaffen. Nun kann ein Käufer natürlich nicht erwarten, dass er einen Neuwagen bekommt, schließlich wusste und wollte er einen Gebrauchwagen kaufen.

Dennoch kann man bei einem Autokauf erwarten, dass das Auto noch fährt - es sei denn, es ist etwas anderes vereinbart worden.Liegt ein Sachmangel vor - und ein Motorschaden ist ein solcher, auch bei einem Gebrauchtwagen - dann sind wir bei den Gewährleistungsrechten. Diese gelten übrigens grundsätzlich immer, also auch bei Privatverkäufen. Sie gelten nur dann nicht, wenn sie ausdrücklich ausgeschlossen wurden.

Voraussetzung ist neben einem Sachmangel aber auch, dass dieser Sachmangel bei Gefahrübergang, d.h. bei Übergabe des Autos vorlag. Der Motorschaden müsste also schon bei Übergabe vorgelegen haben. Das wäre nicht der Fall, wenn das Auto bei dir bis zu Übergabe stets einwandfrei funktioniert hat.

Es ist aus Sicht des Käufers verständlich, dass er sich verarscht fühlt. Allerdings hat er nur eine Möglichkeit, um an sein Geld zu kommen, wenn du ihm nicht freiwillig die 700 Euro oder einen Teil zurückgibst: Er muss dich verklagen. Und in diesem Fall muss er auch beweisen, dass der Mangel schon bei Gefahrübergang vorlag. Das dürfte für ihn schwierig werden - ohne dass ich es für unmöglich erklären würde.

An deiner Stelle würde ich das Ganze erst einmal ruhen lassen. Ich würde dem Käufer mitteilen, dass bei dir noch alles in Ordnung war. Du solltest keinerlei Zugeständnisse machen. Eine Anzeige, das wird auch der Käufer merken, wird wenig bringen. Vielleicht schaltet der Käufer einen Anwalt ein. Spätestens dann solltest du das gleiche tun - denn ansonsten läufst du Gefahr, einen möglichen Prozess zu verlieren. Nicht unbedingt, weil du nicht im Recht bist, sondern weil du auch prozessrechtlich keine Ahnung hast und so die Sache vielleicht allein aus formalen Gründen verlierst. Zu den Kosten: Zwar musst du den Rechtsanwalt wohl erst einmal bezahlen. Doch wenn du den Prozess gewinnst, muss dein Gegner die Kosten tragen - auch die für deinen Anwalt.

Eine "Anzeige" kann er nicht machen, weil du keine Straftat begangen hast. Allenfalls könnte man dir Betrug unterstellen, aber das halt ich in so einem Fall für weit hergeholt. Ich glaube kaum, dass eine Strafanzeige Aussicht auf Erfolg hätte, denn man müsste dir eine bewusste betrügerische Absicht nachweisen.

Er könnte aber seinen Anwalt einschalten und auf Schadenersatz fordern. Hier wird es etwas komplizierter, denn da kommt es darauf an, was genau in eurem Vertrag steht. Falls du also Post von seinem Anwalt bekommst, solltest du dich selbst ebenfalls an einen Anwalt wenden, der sich den Vertrag und die Forderung genau anschaut und dich dann vernünftig beraten kann.

Wenn Du ihn beim Kauf nicht getäuscht hast, also bewußt Mängel versteckt oder geschönt hast, und auch keine falschen Angaben bezüglich Alter, Laufleistung etc. gemacht hast, ist es das Problem des Käufers. Sollte der Käufer aber nachweisen können, dass er getäuscht wurde, kann er den Kauf rückgängig machen und dann ist es wieder Deon Problem. 

Ist das nicht "Gekauft wie gesehen"? Meine Meinung: Wenn das Fahrzeug beim Verkauf in Ordnung war und der Käufer dies bestätigt hat, dann hast Du doch nichts mit dem anschließenden Motorschaden zu tun. Ist nicht schön für den Käufer, aber halt Pech. Es sei denn, er kann Dir nachweisen, dass Du ihm irgendetwas verschwiegen haben musst, was darauf hindeutet, dass Du mit dem Motorschaden gerechnet haben könntest. Aber das muss man erstmal hinbekommen. Ist wie gesagt nur meine Meinung aus meinem Verständnis heraus ;) 

Das ist ein 700 Euro wagen Smart ,und wir haben kein Kauf Vertrag gemacht . Privat Kauf habe Geld gekriegt und er Auto

vermutlich ein Abzocker, der noch Geld wiederhaben möchte nach dem Kauf

Übliche ADAC Kaufverträge können unter Privatleuten die Sachmängelhaftung immer noch ausschließen, das kann man als PDF herunterladen

Soll der doch klagen. Eine Anzeige ist nur eine Drohung, das Geld komplett wiederzubekommen

Motorschaden klingt erst einmal sehr kraß. Ohne Gutachten kann man das kaum feststellen.

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