Ich habe die Verdienstgrenze überschritten und bin krank geworden, welchen Anspruch auf LFZ habe ich?

2 Antworten

habe folgendes Problem... Ich habe zum Januar einen Minijob angefangen.

Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht erst, wenn das Arbeitsverhältnis vier Wochen ununterbrochen bestanden hat (§ 3 Abs. 3 EFZG).

Ansonsten findest du Infos in der minijob-zentrale.de unter Arbeitsrecht: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/04_arbeitsrecht/04_entgeltfz/node.html

wie z.B.: Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

Ist Ihr Minijobber infolge unverschuldeter Krankheit oder einer medizinischen Vorsorge- bzw. Rehabilitationsmaßnahme arbeitsunfähig, hat er Anspruch darauf, dass Sie ihm seinen regelmäßigen Verdienst bis zu sechs Wochen weiterzahlen. Sie müssen seinen Verdienst für die Tage zahlen, an denen Ihr Minijobber ohne Arbeitsunfähigkeit arbeiten müsste.

Gruß siola55

Danke :) Die sache ist, dass ich vorher schon dort auf Teilzeitbasis angestellt war und dadurch auch keine Probezeit habe. Mein Arbeitgeber sagt, er müsse mir nur das bezahlen, was ich tatsächlich gearbeitet habe, da ich über den 20 Stunden aus meinem vertrag liege und ich soll jetzt die Tage die ich krank war Zurückzahlen die mir schon überwiesen wurden. Ich habe gehört, dass die Krankenkasse hier einspringt, aber laut meinem Arbeitgeber wird die auch nur bis 20h ausgleichen.

@PeaceOnEarth551

Die Krankenkasse bezahlt bei einem Minijob gar nichts, da du beim Minijob nicht versichert bist über den Job! Der Arbeitgeber muß für die ersten 6 Wochen bezahlen!

Mein Arbeitgeber sagt, er müsse mir nur das bezahlen, was ich tatsächlich gearbeitet habe...

Stimmt so natürlich nicht: bis zu sechs Wochen muß der Arbeitgeber weiterzahlen. Sie müssen seinen Verdienst für die Tage zahlen, an denen Ihr Minijobber ohne Arbeitsunfähigkeit arbeiten müsste.

...allerdings wurde diese für den Januar nach Vereinbarung auf 120 hochgesetzt.

Aber dann hast du doch gar keinen Minijob mehr!?

Doch man darf 3 Monate im Jahr mehr verdienen, solange man nicht über 5.400€ im Jahr rutscht. Das kann der Arbeitgeber machen wenn er Personalengpässe hat.

@PeaceOnEarth551

Stimmt so nicht ganz: Was passiert, wenn Ihr Minijobber die Verdienstgrenze überschreitet

Zahlen Sie Ihrem Minijobber einen Jahresverdienst bis 5.400 Euro, darf sein Verdienst in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen. Übersteigt der Jahresverdienst 5.400 Euro, weil sich der Verdienst Ihres Minijobbers in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt.
Passiert das gelegentlich und nicht vorhersehbar, das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum, bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch weit mehr als 5.400 Euro betragen.
Verdient Ihr Minijobber dagegen regelmäßig über 450 Euro im Monat, ist die Beschäftigung kein Minijob mehr, sondern sozialversicherungspflichtig. Dies gilt ab dem Tag, an dem Sie erkennen können, dass Ihr Minijobber aufgrund des vorhersehbaren höheren Verdienstes mehr als 5.400 Euro im Jahr verdienen wird.

Nachzulesen in der minijob-zentrale.de

https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/01_Entgeltgrenze/node.html

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