Hypothek belastet Erbengemeinschaft

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein, Verkaufspreis minus nachweislich Hypothek, der Rest wird eben nach dem Schlüssel 50/25/25 aufgeteilt

Für wen war denn die Hypothek eingetragen ? Es muss doch zu jeder Hypothek einen Schuldgrund (z.B. einen Darlehnsvertrag) geben. Es muss sich doch klären lassen, wessen Verbindlichkeit der Hypothek zu Grunde lag.

es wurde keine verbindlichkeit angegeben, sondern lediglich eine Hypothek auf das Haus aufgenommen. Nirgendwo steht geschrieben, dass diese Hypothek zu meinen oder jemandes Lasten gehen soll.

Die Enkel verlangen zurecht einen Pflichtteilsergänzungsanspruch, wenn aus der aufgenommenen Hypothek lebzeitig Schenkung an dich ergangen sein sollte.

Diese Anspruch besteht 10 Jahre nach Auszahlung degressiv, d. h. jährlich 10% fallend aus dem danach verblieben hälftigen Wert.

Da Hypotheken i. d. R. unbar bezahlt, also per Überweisung auf das Konto der Verstorbenen gegangen sein dürften und von dort nachverfolgbar sein sollte, an wen das Geld ging, wenn es denn im Nachlass nicht mehr valutiert, können sie das ermitteln.

Als Miterben haben sie jedenfalls umfänglichen Auskunftsanspruch gegenüber der Bank über alle entsprechenden Kontobewegungen der Verstorbenen aus den letzten 10 Jahren.

HTH

G imager761

Wieso haben die Enkel, die mit mir eine Erbengemeinschaft bilden, auf einmal einen Pflichtteilsergänzungsanspruch gegen mich? Sie sind doch gar nicht pflichtteilsberechtigt!

@almutweber

Lebzeitige Schenkungen werden bei den Pflichtteil zum Teil mit berücksichtigt. (Über 10 Jahre Abgeschrieben.) Erbt ein Pflichtteilberechtigter Erbe weniger als seinen Pflichtteil, kann er die Differenz verlangen.

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