hundehaftpflicht erstattet nur einen Teil, wer kommt für den Rest auf?

5 Antworten

Du bist zu Recht sauer. Sie muss dir den Schaden bezahlen - ob ihre Hundehaftpflicht ihr weniger zahlt, ist nun wirklich nicht dein Problem. So steht es im BGB: 

Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. 

Dass die Versicherung dich nicht angeschrieben hat, ist wiederum nicht sonderlich komisch, schließlich bist du nicht Vertragspartner der Versicherung. Bei Autos übernehmen die Versicherungen das  zwar in der Regel, das muss aber nicht so sein. 


Natürlich sollte sie für den ganzen Schaden aufkommen, das wäre die moralisch richtige Entscheidung. Endgültig kannst du das nur in einem Gespräch klären. Wenn sie dir nicht mehr geben will, als die Versicherung überwiesen hat, dann kannst du den Rest zwar erstreiten, aber über einen Anwalt lohnt sich der Kostenaufwand nicht. Wenn du wirklich sauer bist, dann wirst du nicht nur das Geld, sondern auch die Freundschaft abschreiben müssen. Leider.

Versicherungen handeln hier nicht nach Moral sondern nach Vertragslage. Die Police würde theoretisch die komplettem Kosten decken können. Doch die es wird hier auch geprüft, ob der Schaden zu verhindern gewesen wäre. Auch wird nach der Schuld der anderen Teilnehmer geschaut. Aus diesen Grund kann ohne Probleme die Versicherungssumme bei einer Hundehafpflichtversicherung gemindert werden. (Quelle: http://www.hundehaftpflichtversicherung-heute.de/ )

Ja sie haftet, ansonsten kauf dir ne katze und lass sie bei ihr zuhause los, mal gucken ob sie es auch lustig findet wenn was beschädigt wird, droh ihr mit ner Anzeige sie hat nicht zu entscheiden wieviel € reichen

Da könnte es unterschiedliche HIntergründe geben:

Es kann sein, dass die Versicherung mehr überwiesen hat, die Feundin Dir jedoch nur 100,00 € geben möchte und den Rest selbst einsackt.

Oder die Versicherung hat einen Abzug "neu für alt" gemacht und als Zeitwert nur 100,00 € ermittelt. Schuhe werden aufgrund der hohen Abnutzung und Modewechsel sehr schnell abgewertet. Selbst wenn Du die Schuhe noch als "neu" ansiehst kann die Versicherung schon bei wenigen Tagen des Tragens bzw. nach dem Kauf einen Abzug vornehmen. Dann musst Du Dir den Abzug gefallen lassen, da Dir nach dem Haftpflichtrecht nur der Zeitwert zusteht.

Klären kannst Du das - da sie offensichtlich blockiert - letztendlich nur wenn Du der Bekannten einen Anwalt auf den Hals hetzst. Aber ist es das wert, wegen 40,- Euro? Ich würde nach dem beschriebenen Verhalten erst einmal das Verhältnis zu der Dame überprüfen.

Warum das Geld an die Mutter (welche: an Deine oder ihre Mutter - vermutlich an ihre Mutter?) überwiesen wurde ist für ich auch komisch. Möglicherweise gehört der Hund der Mutter bzw. läuft die Tierhaltervericherung auf deren Namen. Oder sie hat aus irgend einem nicht nachvollziehbaren Grund die Mutter als Geschädigte angegeben. Dafür könnte sprechen, dass Du als Geschädigte nicht angeschrieben wurdest, was üblich wäre.  

Sie hatte mir kurz Angeboten den Zeitwert zu ersetzen und es hat sich herausgestellt das der Zeitwert immer noch 140€ sind. Mir geht es einfach nur noch ums Prinzip, wie man so sein kann... Wäre alles vernünftig abgelaufen, wären die 100€ für mich absolut okay gewesen. Aber menschlich ist das einfach nur daneben. Wenn meine Katze ihr was kaputt machen würde, seh ich es als meine Pflicht ihr den Schaden zu ersetzen- Und zwar voll! Aber ich glaube mir bleibt echt nix anderes übrig als es so hinzunehmen!

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