Hund beißt Hund, Versicherung zahlt nur die Hälfte der Arztkosten? Gilt § 823 +254 statt §833?

5 Antworten

Was die Versicherung zahlt, kann Dir egal sein. DEr Hundebesitzer ist zum Schadenersatz verpflichtet. Seine Versicherung gibt ihm nur die Rückendeckung. Die Frage ist nur, will man für 200,- Euro ein Prozeßrisiko eingehen.

naja, eine Haftpflichtversicherung ist auch eine passive Rechtsschutzversicherung - wenn man klagt, entweder zahlt sie oder übernimmt das Prozesskostenrisiko. kann dem anderen Halter aber egal sein.

ich finde 50/50 angemessen. für die tatsächliche Situation gibts keine Zeugen und du hast dich (für deinen Hund) auf den anderen Hund eingelassen.

Von jedem Tier - auch von Deinem - geht schon eine gewisse "Grundgefahr" aus.

@bini1969

Soviel ich inzwischen nachgelesen habe, wird bei der Tiergefahr 50/50 gerechnet, wenn es sich um 2 gleichgroße/starke Tiere handelt. Sonst muss die Tiergefahr "angepaßt" werden. Ein Schäferh. der 60-65 cm groß ist und zw. 30-40 kg wiegt kann wohl kaum auf die gleiche Stufe wie ein Sheltie mit knappen 40cm und 9,5kg gestellt werden. Dementsprechend müsste die Tiergefahr doch reduziert werden. Hab das mal der Vers. geschrieben und bin auf die Reaktion gespannt.

@jonny2007

ürde ich gemacht haben. aber so richtig klappt das mit dem vergleich auch nciht. Mein Danny (ein Westi) hatte schon als Welpe ein Selbstbewußtsein wie ein Mastino.

@wfwbinder

Hallo hab inzwischen ein Urteil gefunden, dass die TG von der Größe abhängt und hab es der VS geschickt. Mal sehen was draus wird. Jonny ist zwar auch etwas selbstbewußt, aber immer noch vorsichtig.

Zwischen 2 freilaufenden und nicht angeleinten Hunden kam es zu einer Rauferei, wobei sich ein großer Dalmatiner-Rüde auf einen kleinen Scottish Terrier stürzte, diesen packte und diesem an der Flanke eine 5 bis 8 cm große Risswunde zufügte. Die Halterin des Scottish Terriers verlangte nun Ersatz der Tierarztkosten. Ihre Klage gegen den Halter des Dalmatinerhundes hatte Erfolg. Obwohl der Scottish Terrier auch nicht angeleint war und möglicherweise als Erster geknurrt hat, war der Anspruch nicht aufgrund der von dem Scottish Terrier ausgehenden Gefahr zu mildern. Die von dem Dalmatiner ausgehende Gefahr stand hier so im Vordergrund, dass die von dem kleinen Hund ausgehende Gefahr gegenüber nicht ins Gewicht fällt. Das Gericht folgert dies daraus, dass es sich bei dem Dalmatiner um den deutlich größeren und stärkeren Hund handelt, dem der Terrier nicht ernsthaft gefährlich werden kann. Amtsgericht München, Az.: 242 C 31835/01

Es hört sich ja so an, als hätte der Hund bereits schon mind. einmal gebissen. Würde da mal nachfragen. Hunde, die grundlos beißen, besonders wenn der andere Hund kleiner ist, fallen, rasseunabhängig, unter die Rubrik gefährlicher Hund und somit unter Leinen/Maulkorbpflicht. Es muß jedoch eine entsprechende Anzeige erfolgen. Dann muß auch die Versicherung anders abrechnen. Also 400 Euro für eine OP bei einer Bißwunde finde ich doch recht viel. Was hat der TA denn alles berechnet?

Im Zweifel den dreifachen Satz, da WE:)

Wenn beide Hunde freilaufen, dann dürfte die hälftige Beteiligung in Ordnung gehen. Ein gewisses Risiko trägt der, der blind vertraut mit. Nicht zuletzt im Hinblick auf Höhe des anteiligen Streitwertes würde ich von einer weitergehenden Klärung absehen.

Nur in §833 BGB steht, dass ich für den Schaden den mein Tier verursacht haftbar bin (Gefährdungshaftung), unabhängig von der Schuldfrage. Und 200€ sind für mich ne ganze Menge, wobei ich nicht sage, dass ich deshalb einen Proßess anstrengen würde. Ich überlege nur, ob ich bei der Versicherung Einspruch einlegen könnte.

@jonny2007

Hunde beißen halt manchmal. Laufen sie frei, dann sind sie nicht mehr durch die beteiligten Halter kontrollierbar. Da geht schon mal die Natur durch. Passiert dann etwas liegt die Schuld wohlverteilt bei den Haltern. Ein Hund ist nicht schuldfähig auch wenn er trotzdem gelegentlich eingeschläfert wird.

@firstguardian

Sorry, aber die Aussage "Hunde beißen halt manchmal" finde ich zum ko.... Gut sozialisierte und erzogene Hunde tun sowas nicht. Das ist meiner Meinung nach eine Ausrede für mangelnde Erziehung und wenn mein Hund beißt, darf ich ihn gar nicht frei laufen lassen.

Ein Hund der auf kleine Hunde los geht kann auch mal auf andere Lebewesen losgehen.

Keiner der Hunde die ich kenne egal ob vom spazieren gehen oder aus der Hundeschule würde "halt mal beißen"! Dass ein Hund nicht schuldfähig ist, ist schon klar und Hunde die beißen sind entweder krank, oder nicht erzogen, so dass der Besitzer die Schuld hat (vor allem bei Hunden die nicht das erste Mal beißen), denn auch die bissigen Hunde wurden in der Regel vom Menschen dazu gemacht (Ausnahmen mag es geben).

@firstguardian

Hunde beißen halt manchmal und sind nicht mehr durch den Halter kontrollierbar?? Blödsinn! Ein Hund, der nicht in der Hand des Hundeführers steht, bzw. nicht gut sozialisiert und erzogen ist, ist gefälligst nicht von der Leine zu lassen. So etwas ist einfach verantwortungslos.

Soll ich sagen das ist noch Okey ich finde es eigentlich doof wenn Hunde eingeschläferd werden . Lestens also gestern wurde mein Hund Hector er ist ein Mops von einem Goldenwetriver gebissen und der Hund wollte Hector umbringen Hector hat überlebt und sieht mit seinem Verband um Hals wie I.T aus ich meine damit jeder krikt ne 2 schongs und manche sogar noch eine dritte aber auch bei manchen bedingungen kann man nur mit Zeugen klagen wie bei mir aber wir werden es nicht tun egal wie das Tier gestört ist .sie spielen wederln mit den Schwanz drei Stunden lang kurz vor den gehen fällt er Hector an mein Vater stürmt auf ihn los und schüttelt ihn an kragen etwa 3 sek. kein hund hätte das überlebt nur seine haare haben ihn abgefangen. aber ich würde deinen immer bei spazirgängen an die leine nehmen oder wenn er auf Beifuß hört wenigstens ein hansbant das du ihn schnell an die leine nehmen kannst.

Ich würde doch vielleicht mal einen Anwalt fragen, hast du keine Rechtsschutzversicherung? Der Schäferhund hat ja nicht zum ersten Mal gebissen, deshalb sehe ich es ein bisschen anders.

i.d.R. hat man dabei eine Selbstbeteiligung von 150 € - was bringt das dann - außer Ärger?

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