hohe Inkassogebühren ohne vorherige Mahnung

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Zahle die 40€ und die 7 Cent, ggf. noch 1,50€ für Briefporto. Zur Not auch ans Inkasso, aber auf jeden Fall im Verwendungszweck "Nur Hauptforderung + Briefporto + Zinsen" ergänzen. Dann dürfen die das nicht auf Inkassokosten und Co. verrechnen.

Parallel ein Schreiben ans Inkasso: "Ich weise ihre Forderung mangels Vorlage einer Vollmacht zurück. Weitere Briefe bleiben unbeantwortet und einem Mahnbescheid werde ich widersprechen. Ich untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien."

Was Du versuchen kannst, ist so schnell wie möglich die 40€ zu zahlen, und dann zu behaupten, dass du das gezahlt hast, bevor das Inkassoschreiben ankam. Da steht ja auch immer der Satz "Sollten Sie inzwischen die zahlung getätigt haben, so erachten sie dieses Schreiben bitte als gegenstandslos." Wenn du das Inkassoschreiben allerdings auch schon vor ein paar Tagen bekommen hast, geht das natürlich nicht mehr.

Geht auch dann noch

Geh genauso vor wie von @mepeisen empfohlen und stell Dich mental auf einige mahnschreiben ein

Bei Infoscore wird noch gelegentlich ein Schreiben der kanzlei Haas nachgeschoben

Eine Klage expl wg vorgerichtlicher Inkassokosten ist aufgrund der Inkassounfreundlichen Rechtsprechung absurd (Link zur Rechtsprechung an Dein Postfach)

Am Besten nochmal posten wenn sich infoscore wieder meldet

Wer nicht pünktlich zahlt, für den wird es teuer. Erscheint mir arg hoch, aber die Stadt Berlin musste wegen deinem Versäumnis ein externes Unternehmen zum Eintreiben der 40 € beauftragen. Die wiederum haben auch Angestellte, die sich mit deinem 'Fall' befassen und bezahlt werden wollen. Denke mal, dass das rechtens ist. Kannst ja erst mal die 40 € zahlen und dann ans Inkassobüro rantreten, ob die bei den Gebühren noch alle Latten am Zaun haben!!!

musste ein externes Aufnehmen beauftragen? Nach gerade mal 14 Tagen? Finde ich sehr früh, anstatt dass die mal nen Brief schreiben oder so .. Und das Inkassounternehmen hat auch in keinster Art und Weise erklärt wie 54€ da zusammenkommen..

@Softrox

Also ich zähle 26 Tage (vom 22.06. bis heute). Der Zahlungsanspruch begann übrigens an dem Tag, an dem du erwischt wurdest, d.h. wenn sie gnädig waren und dir eine Frist von 14 Tagen einräumten, bist du jetzt 12 Tage im Verzug (auch ohne Mahnung).

@deem86

Ein Wunschtermin auf irgendeiner Rechnung begründet keinen Verzug.

@silberfunken

Schau Dir mal die rechtsprechung in Berlin an ;))

(Kaum eine Stadt ist inkassounfreundlicher )

Weiter oben ein von mir gepostetes Brandenburger AZ

Hier eins von Berlin Mitte

AG Berlin Mitte vom 01.09.2009 Geschäftsnr. 8 C 118/09) Auch wenn sich der Beklagte zum Zeitpunkt der Beauftragung des Inkassoinstitus am 09.02.2009 in Zahlungsverzug befunden hat, kann die Klägerin Schadenersatz nicht beanspruchen, den der Anspruch ist unter dem Gesichtspunkt des Verstoßes gegen die Schadensminderungspflicht gemäß §254 BGB ausgeschlossen…. Ein Gläubiger darf sich zur Betreibung einer Forderung nur der Mittel bedienen, die der Rechtsverfolgung zweckdienlich sind, wenn er die damit verbundenen Kosten mit Erfolg vom Schuldner ersetzt verlangen will.Ein Inkassobüro verfügt aber nicht über Möglichkeiten, die denen des Gläubigers überlegen wären.

p.s

die MAs von Infoscore sind Billiglöhner mit kaum mehr als 9 € die Stunde

Es muss keine Erinnerungsschreiben geben. Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Die BVG gibt Ihre Forderungen weiter, weil sie sonst viel zu tun hätten. Und eben dafür muss man zahlen. Es wird Dir nichts anders übrig bleiben, als zu zahlen und immer brav ein Ticket zu kaufen bzw. die Woche Zeit nutzen um das Geld zu überweisen...........

Das ist ein weit verbreiteter Irrtum

Ein weit verbreiteter Irrtum ist es, zu behaupten, dass man sich grundsätzlich jegliche Mahnung sparen kann. Wann man sich Mahnungen sparen kann, das steht im BGB. Der obige Fall gehört nicht dazu, denn laut Bundesgerichtshof stellt ein Termin auf einer Rechnung regelmäßig nur einen Wunsch dar und genügt gegenüber einem Verbraucher gerade nicht, um ihn in Verzug zu setzen.

Die BVG gibt Ihre Forderungen weiter, weil sie sonst viel zu tun hätte

Das interessiert niemanden. Personalaufwand ist bei so etwas grundsätzlich nicht erstattungsfähig. So urteilen unsere obersten Richter.

@mepeisen

@kometenstaub

Gerichte sehen das anders sofern der Forderungseinzug an ein Inkassobüro abgetreten wurde

Hier ein aktuelles urteil

AG Dieburg Entscheidungsdatum: 20.07.2012 Aktenzeichen: 20 C 646/12 Leitsatz Die Geltendmachung von sog. Inkassokosten im Wege des Schadensersatzes verstößt regelmäßig gegen die Schadensminderungspflicht.

(Auszüge) Nach ständiger Rechtsprechung des Amtsgerichts Dieburg sind Inkassokosten in aller Regel wegen eines Verstoßes gegen die Schadensminderungspflicht gem. § 254 BGB nicht zu erstatten. Anwaltskosten sind bei der Prüfung, ob ein Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht vorliegt, nicht zu berücksichtigen. Rechtsanwälte sind anders als Inkassounternehmen Organe der Rechtspflege. Das RVG kann deshalb zur Rechtfertigung von Inkassokosten nicht herangezogen werden. Es handelt sich hierbei um ein Sondergesetz, das nur für Rechtsanwälte anwendbar ist und diese als Teil der Rechtsordnung privilegiert.Inkassobüros prüfen die einzutreibenden Forderungen nicht. Hierzu besteht weder ein Wille der Auftraggeber noch eine Verpflichtung der Inkassounternehmen. Mangels juristischer Ausbildung fehlte es an der Fähigkeit der Inkassounternehmen und der Erlaubnis, da die Rechtsberatung den Rechtsanwälten per Gesetz vorbehalten ist.Dies ergibt sich auch aus einem qualitativen Unterschied. Der Anwalt hat die geltend zu machenden Ansprüche selbst zu prüfen und die Mandanten auf rechtlich unbegründete Forderungen hinzuweisen. Er haftet für seine Rechtsberatung, auf die sich der Mandant deshalb verlassen kann. Macht er bewusst unrechtmäßige Forderungen geltend, macht er sich neben dem Auftraggeber strafbar. Damit besteht auch für den Schuldner bis zu einem gewissen Grad eine Gewissheit der Rechtmäßigkeit der gegen ihn geltend gemachten Forderung.

Inkassobüros prüfen die einzutreibenden Forderungen nicht. Hierzu besteht weder ein Wille der Auftraggeber noch eine Verpflichtung der Inkassounternehmen. Mangels juristischer Ausbildung fehlte es an der Fähigkeit der Inkassounternehmen und der Erlaubnis, da die Rechtsberatung den Rechtsanwälten per Gesetz vorbehalten ist.

Die Kompetenz des von der Klägerin eingeschalteten Inkassounternehmens erhöht sich auch nicht durch ein eigenes Call-Center, in dem besonders geschulte Mitarbeiter vor allem telefonisch versuchen, gemeinsam mit den Versicherungsnehmern eine Möglichkeit der Regulierung der Angelegenheit zu erreichen.Es ist überhaupt nicht ersichtlich, dass Inkassounternehmen überhaupt eine für die Schuldner befriedigende Lösung finden wollen. Schließlich werden sie von den Gläubigern bezahlt und haben den Auftrag, möglichst viel Geld von den Schuldnern einzutreiben. Mangels Prüfung der Rechtmäßigkeit der Forderung wären sie auch gar nicht in der Lage Belange der Schuldner zu berücksichtigen. Selbst wenn die Schuldner die Forderung mangels finanzieller Mittel nicht begleichen können, werden deren Belange nicht berücksichtigt, sondern die Kosten weiter in die Höhe getrieben, indem kostenpflichtige Ratenzahlungsvereinbarungen abgeschlossen werden, ohne Rücksicht darauf, dass Zinsen die Forderung weiter erhöhen, und der Schuldner auch bei Zahlungen die Forderung nie wird vollständig tilgen können. 23 Die von den Inkassounternehmen „besonders geschulten Mitarbeiter” haben die Aufgabe ihre durch die Schulungen erworbenen Kenntnisse zugunsten des Inkassounternehmens einzusetzen. Erfolge werden nicht dadurch erzielt, dass die Schuldner von der Rechtmäßigkeit der Forderung überzeugt werden, sondern weil sie durch ständige Wiederholungen der „Nachteile” bei Nichtzahlung Ängste schüren und Schuldner zur Zahlungen bewegen, auch wenn die behaupteten Forderungen nicht berechtigt sind. 24 Dabei werden die Methoden immer aggressiver. 25 Im vorliegenden Fall liegt die Schadenserhöhung durch die Einschaltung des Inkassobüros geradezu auf der Hand.

@rainerendres

Hier noch eins

AG Brandenburg Entscheidungsdatum: 27.08.2012 Aktenzeichen: 31 C 266/11 Dokumenttyp: Urteil Die Mahnungen von Inkassounternehmen sollen im Übrigen zwar in mehreren Fällen Erfolg haben, in dem Sinne, dass der Schuldner auf diese Mahnungen leistet. Da aber die Mitarbeiter des Inkassounternehmens in der Regel weder über besondere Rechtskenntnisse verfügen, noch über ein nachhaltiges Druckmittel, das über die eigenen Möglichkeiten des Gläubigers hinaus geht, ist dieser Erfolg wohl nur unter den Aspekten zu würdigen, dass der Schuldner ohnehin auf nachdrückliche und mehrfache Mahnungen des Gläubigers geleistet hätte oder der Schuldner den Mahnungen des Inkassounternehmens aus irrationalen Gründen eine größere Bedeutung beimisst als den Mahnungen des Gläubigers selbst und nur deswegen die Forderung bedient. Beides rechtfertigt jedoch noch nicht, dem säumigen Schuldner deswegen allein schon auch die Inkassokosten aufzuerlegen. Denn der behauptete Erfolg von Inkassounternehmen – so dies den überhaupt zutrifft – beruht entweder auf einer Tätigkeit (Mahnwesen), die zunächst eine Aufgabe des Gläubigers selbst ist und auf Kosten des Schuldners in unwirtschaftlicher Art und Weise auf das Inkassounternehmen ausgelagert wird oder ggf. sogar auf der Ausnutzung einer unterschwelligen irrationalen Angst.Zahlt der Schuldner nicht innerhalb der üblichen Frist, ist es nämlich zunächst Sache des Gläubigers, sich um die Erfüllung der Forderung zu bemühen. Dazu gehören nach herrschender Auffassung die Überwachung der Zahlungseingänge und Zahlungsfristen sowie zumindest eine zweimalige Mahnung. (…) Die Beauftragung des Inkassounternehmens dient insofern nämlich ausschließlich der Bearbeitung und außergerichtlichen Abwicklung des Anspruchs. Solche Aufwendungen kann der Gläubiger von dem Schuldner aber regelmäßig gerade nicht ersetzt verlangen (BGH, BGHZ Band 181, Seiten 233 ff. = ZGS 2009, Seiten 369 ff. = NJW 2009, Seiten 2530 ff. = Das Grundeigentum 2009, Seiten 974 ff. = VersR 2009, Seiten 1121 ff. = Schaden-Praxis 2009, Seiten 304 f. = NZM 2009, Seiten 595 ff. = WM 2009, Seiten 1664 ff. = DAR 2009, Seiten 515 ff. = ZfSch 2009, Seiten 558 ff. = MDR 2009, Seiten 1166 ff. = VRS Band 117, Seiten 23 ff., Nr. 7; BGH, NJW 1977, Seite 35; BGH, BGHZ Band 66, Seiten 112 ff. = NJW 1976, Seiten 1256 ff. = VersR 1976, Seiten 857 ff. = MDR 1976, Seiten 831 f.; OLG Dresden, NJW-RR 1994, Seiten 1139 ff.; OLG Köln, WM 1989, Seiten 246 ff.; LG Berlin, Urteil vom 20.07.2009, Az.: 5 O 468/08, u. a. in: “juris”; AG Kehl, Urteil vom 26.04.2011, Az.: 4 C 19/11, u. a. in: “juris”).Diesen grundsätzlich somit nicht ersatzfähigen Eigenaufwand für die Einziehung einer eigenen Rechnung hat die Klägerin vorliegend aber nur “ausgelagert”, indem sie nach Eintritt des Verzugs ein Inkassobüro mit der Beitreibung beauftragt hat. Ihr stand selbstverständlich frei so zu verfahren. Jedoch kann sie die damit verbundenen Kosten nicht ohne weiteres auf den Schuldner umlegen, weil es sich gerade um Kosten des grundsätzlich nicht ersatzfähigen Eigenaufwands handelt.

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