Höhergruppierung der Stelle - Stufe?

2 Antworten

Bei mir im Amt wurde auch ein Mitarbeiter nach der Stellenprüfung höhergruppiert (aber nur um eine Stufe), obwohl er keine weiteren oder andere Aufgaben bekommen hat. Die Höhergruppierung gilt aber nicht rückwirkend, auch nicht für die Stufenlaufzeit, sondern schlichtweg ab dem Beginn der Wirksamkeit.

Alles andere wäre ja auch unsinnig bzw. unfair. Unter Umständen kann auch eine Überprüfung der Stelle bedeuten, dass man heruntergestuft wird. Da könnte ja dann der Dienstherr im Gegenzug ja ein Haufen Geld theoretisch zurückfordern, da man ja "eigentlich" eine niedrigere Bezahlung hätte bekommen sollen.

Die Rückstufung der Erfahrungsstufen ist dabei nach meinen Berechchnungen auch korrekt verlaufen.

Vielen Dank für die Antwort!

Wir möchten keine Nachzahlung der letzten Jahre auf Entgeltgruppe 8. Wir möchten nur lediglich unsere Stufe behalten, da wir ja bereits unsere Berufserfahrung mit genau der Tätigkeit gesammelt haben die EG 8 wert ist. Mir wurden nun quasi 4 Jahre Berufserfahrung gestrichen. Ich fange jetzt wieder mit Stufe 2 an. Im Januar nächsten Jahres hätte ich mit EG 6 Stufe 4 mehr Gehalt bekommen wie jetzt in EG 8 Stufe 2.

Ich kann nachvollziehen, dass wenn eine Höhergruppierung durch eine Übertragung einer höherwertigen Tätigkeit oder einen Stellenwechsel resultiert eine Rückstufung vorgenommen wird. Hierbei muss der Arbeitnehmer in seinem neuen Arbeitsbereich erst Berufserfahrung sammeln. Allerdings übe ich die Tätigkeit bereits seit Beginn meiner Arbeitszeit aus. Mir erschließt sich die Logik dahinter nicht.

@lappalie

Das ist in er Tat in deinem Fall etwas ungerecht.

Im TVöD steht übrigens:

§17, Abs. 4: Bei Eingruppierung in eine höhere Entgeltgruppe werden die Beschäftigten derjenigen Stufe zugeordnet, in der sie mindestens ihr bisheriges Tabellenentgelt erhalten, mindestens jedoch der Stufe 2.

Da ich keine weiteren Regelungen finde, schließe ich daraus, dass diese Stufenregelung grundsätzlich immer gilt, unabhängig davon, ob die Höhergruppierung aufgrund anderer Tätigkeiten oder aufgrund einer Stellenprüfung stattgefunden hat.

@moreblack

Vielen Dank für die Mühe!

Das ist echt frustrierend. Da ist man echt doppelt blöd dran. Zum einen macht man mehrere Jahre die Arbeit für weniger Geld. Dann wird die Arbeit anerkannt und dann bekommt man trotzdem nicht mehr. Nächstes Jahr sogar weniger.

Habe in der Zwischenzeit mit unserem BM gesprochen, der kann es wenigstens nachvollziehen, dass wir frustriert sind. Er will, dass wir unsere Argumente aufschreiben (auch das beim Bund stufengleich höhergruppiert wird) und will dann mal mit unserem Personalamt sprechen ob man da eventuell was machen kann.

Hab da allerdings keine Hoffnung... bei uns gilt schon immer der Grundsatz: So wenig wie möglich :D

@lappalie

Moment, aber dass du weniger bekommst, kann eigentlich nicht sein.

Nach derzeitiger Tabelle bekommt man in E6 Stufe 3: 2524,97€ monatlich. Nun erfolgt der erste Schritt zur Höhergruppierung: E7, Stufe 3 bleibt: 2605,75€ monatlich (Erhöhung um 80,78€). Dann kommt der zweite Schritt auf E8. Nun fällt man zurück auf Stufe 2 mit monatlich 2617,29€. Da nun die Erhöhung aber nur 11,54€ betragen würde, kommt der Garantiebetrag ins Spiel. Dieser beträgt 54,96€. Das heißt, es kommen nochmal 43,42€ drauf. Monatlich also nun 2660,71€. Insgesamt also 135,74€ mehr durch die Höhergruppierung.

Bei deiner Kollegin müssten es insgesamt 165€ ca. Erhöhung sein.

Hallo lappalie,

der von Dir geschilderte Fall ist nachvollziehbar für Dich unverständlich. Gleichwohl ist er wohl grundsätzlich richtig gelaufen, Du bist tatsächlich in E8 Stufe 2 eingruppiert (die Zwischenstufe E7 zählt in diesem Fall nicht mit - so hat einer meiner Vorredner argumentiert), weil sie bei dein Eingruppierungen des ehemaligen BAT nicht mitgerechnet wird (steht im Überleitungstarifvertrag TVÜ-VkA). Es müsste allerdings näher geprüft werden, seit wann ihr tarifgerecht in E8 eingruppiert seid - wenn die Untersuchung einschließlich Stellenbeschreibungen schon letztes Jahr erfolgte, dann gilt mindestens dieser Zeitraum. Möglicherweise auch länger zurück. Dann hat auch Eure neue Stufenlaufzeit (bei Dir in E8 Stufe 2, 2 Jahre Laufzeit bis Stufe 3) schon früher begonnen. Soweit vorhanden, den Personalrat mit einbinden. Das hat nix mit "jahrelangen Nachzahlungen" zu tun, sondern ist schlichtweg Tarifrecht.

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