Höheres Gehalt im Arbeitsvertrag als vorher verhandelt - was passiert?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich stimme der Antwort (und auch dem Kommentar) von ralosaviv im vollen Umfang zu!!

Zwar bist du juristisch (aber auch nur juristisch) wohl auf der sicheren Seite, wenn im Arbeitsvertrag Günstigeres steht, als zunächst mündlich vereinbart wurde. Wenn Du selbst aber nicht weißt, ob es sich um einen Irrtum handelt, oder annimmst, dass es einer zu Deinen Gunsten ist, den Du glaubst "mitnehmen" zu können, dann stellt das Dein Arbeitsverhältnis und das Vertrauensverhältnis zu Deinem Arbeitgeber auf tönerne Füße, die die Probezeit (sofern vereinbart) möglicherweise nicht ohne Bruch überstehen, denn eine Kündigung in dieser Zeit ist völlig Problemlos.

An Deiner Stelle würde ich darum diese "Ungereimtheit" unbedingt klären - auch wenn 900 € monatlich mehr gewiss keine Kleinigkeit sind (aber auch für den Arbeitgeber nicht)!

Wenn es im Vertrag steht ist es das Problem der Firma. Die haben den Vertrag aufgesetzt und durch die Unterschrift des Verantwortlichen ihr Einverständnis erklärt. Rechtlich bist du auf der sicheren Seite. Falls du das Geld nicht bekommen solltest kannst du es natürlich einfordern.

Sehr förderlich für das Vertrauensverhältnis und eine Garantie für eine Kündigung innerhalb der ersten 6 Monate.

Ich würde das erste Gehalt abwarten und ggf. Wenn die Kohle nicht stimmt noch mal mit dem Arbeitgeber sprechen was falsch gelaufen ist.

Was im Vertrag steht, wäre im Zweifel auch gerichtlich durchsetzbar. Die andere Frage ist, ob du dann die Probezeit überstehst.

Außerdem: wenn du unterschrieben hättest und im Vertrag wäre die Zahlung versehentlich jährlich anstatt vierteljährlich angegeben, würdest du mit Sicherheit auch vom ArbG erwarten, dass er sich an die mündlichen Absprachen erinnert und den Schreibfehler korrigiert.

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