Höhe der Unfallrente aufgrund eines Arbeitsunfalls

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Hoi.

Die Berechnung einer Unfallrente im Groben: 1. Jahresarbeitsverdienst(JAV) nach §82 Abs.1 SGB VII (letzten 12 Monate vor dem Unfall), hier unterstellen wir die €34.000. 2. Rentenhöhe bei 60 MdE

Ergebnis: Eine Vollrente(100 MdE) beträgt 2/3 des JAV, also €22.666,67. Das macht dann bei einer MdE von 60 pro Jahr €13600 bzw. monatlich €1133,33.

Dann ist zu prüfen, inwieweit die Altersrente gekürzt wird. Nach §93 SGB VI:

(1) Besteht für denselben Zeitraum Anspruch

  1. auf eine Rente aus eigener Versicherung und auf eine Verletztenrente aus der Unfallversicherung oder

  2. ...

wird die Rente insoweit nicht geleistet, als die Summe der zusammentreffenden Rentenbeträge vor Einkommensanrechnung den jeweiligen Grenzbetrag übersteigt.

(2) Bei der Ermittlung der Summe der zusammentreffenden Rentenbeträge bleiben unberücksichtigt

  1. bei dem Monatsteilbetrag der Rente, der auf persönlichen Entgeltpunkten der knappschaftlichen Rentenversicherung beruht, a) der auf den Leistungszuschlag für ständige Arbeiten unter Tage entfallende Anteil und b) 15 vom Hundert des verbleibenden Anteils,
  2. bei der Verletztenrente aus der Unfallversicherung a) ein der Grundrente nach dem Bundesversorgungsgesetz entsprechender Betrag, bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um 20 vom Hundert zwei Drittel der Mindestgrundrente, bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um 10 vom Hundert ein Drittel der Mindestgrundrente, und b) je 16,67 vom Hundert des aktuellen Rentenwerts für jeden Prozentpunkt der Minderung der Erwerbsfähigkeit, wenn diese mindestens 60 vom Hundert beträgt und die Rente aufgrund einer entschädigungspflichtigen Berufskrankheit nach den Nummern 4101, 4102 oder 4111 der Anlage zur Berufskrankheiten-Verordnung vom 31. Oktober 1997 geleistet wird.

(3) Der Grenzbetrag beträgt 70 vom Hundert eines Zwölftels des Jahresarbeitsverdienstes, der der Berechnung der Rente aus der Unfallversicherung zugrunde liegt, vervielfältigt mit dem jeweiligen Rentenartfaktor für persönliche Entgeltpunkte der allgemeinen Rentenversicherung;

Also: 34.000/ 12, davon dann 70% = 1983,33 und das mal dem Rentenfaktor 1,0(Altersrente, sonst 0,5 bei teilweiser Erwerbsminderung).

Wenn ich das dann also alles richtig sehe, wird deine Altersrente auf €860 gekürzt(um die Differenz von 1133,33 und 1983,33), wenn diese so hoch wäre.

Das würde ich aber direkt mit der DRV abklären, die haben ja auch Beratungsbüros oder die Versicherungsältesten.

Steuern: nach §3 Abs.1 ESTG sind gesetztliche Unfallrenten steuerfrei.

Ciao Loki

Das ist doch mal eine klare Aussage, damit kann ich doch was anfangen (wenn ich mich dann eingelesen habe; bekomme momentan eine Rente+Betriebsrente von 1600 Euro, nun muß ich da mal rechn en (ist nicht meine Stärke) aber vielen vielen Dank für deine ausführliche Information! Ciao Lianuzza

Das wird Dir niemand sagen können außer der begutachtende Arzt..Dein Bruttojahreseinkommen hat absolut keinen Einfluß darauf. Du mußt abwarten wie entschieden wird und auch dann kann man erst über eine evtl. Kürzung der Altersrente sprechen.

Danke für eure Antworten, aber eines weiss ich schon sicher, dass weder mein begutachtender Arzt das sagen kann, noch mein normaler Rentenanspruchspartner, weiss nur aus dem Internet, dass bei einer anerkannten 30%igen Schwerbehinderung 30 % vom Jahresgehalt zugrundegelegt werden. Aber wie ist das mit einer Berechnung bei Anerkennung der Unfallrente be 50 % MdE oder mehr??? Wird das da auch so gerechnet???? Vielleicht weiss ja doch einer mehr.

Deine Ausrechnung macht Dir gerne Dein Renten- Versicherungsansprechpartner..L.G.h.

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