"Hindus sind ein friedliches Völkchen?"

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Hallo - wie schon gesagt, Hindus sind kein Volk. Es ist aber in der Tat so, dass der Hinduismus eine friedliche Religion ist im Sinne von Toleranz anderen Religionen gegenüber. Der Hindu kennt keine allein für sich beanspruchte Wahrheit und es gibt deshalb auch keinerlei Bestreben, zu missionieren.

Der hinduistische Pantheon nimmt die alle Gottheiten anderer Religionen auf als Teil eines ewigen Reigens und Ausdrucksform der göttlichen Vielfalt. Es gibt so viele Strömungen oder Ansichten, dass die Inder selbst keinen Überblick haben. Es interessiert sie auch nicht. Jeder Hindu folgt einem Reinigungsritual und gibt Almosen an die Brahmanen, die Priester oder Tempelhüter. Diese sind heutzutage aber alles andere als reich. Sie leben eher asketisch. Selbst der oder die Hüter eines der größten Tempel in Madurai sitzen in Sack gehüllt und mit Asche auf der Stirn an den Pforten.

Es gibt keine zentralen Lehren und keine Gottesdienste. Außer den Brahmanen darf auch kein Hindu die heiligen Schriften der Weden - die Erläuterungen der hinduistischen Mysterien, die Upanischaden, lesen. Dies wird allerdings als Ausgangspunkt des ausgeprägten Kastensystems gesehen, das in mehr als 3000 einzelne Berufsgruppen eingeteilt ist und deren Überschreitung aufgrund des dem Einzelnen bestimmten Karmas verboten ist.

Danke! :)

Hat mir sehr weitergeholfen deine Antwort. Ich glaube jetzt weiß ich wie ich den Vortrag machen könnte, bzw was ich erwähnen könnte! (:

@ChayAlex

Das freut mich :))

Auch wenn Gandhi Hindu war, so friedlich wie er sind die Hindus weiß Gott nicht alle. Immerhin stehen sich Indien und die Moslems Pakistans heute mit Atomwaffen in "High-Noon"-Distanz gegenüber und nach Indiens Unabhängikeit gab es zwischen diesen beiden Religionen mindestens 1 Million Tote, was überhaupt erst zur Entstehung Pakistans führte.

Das ist ziemlich unsinnig. Hindus sind Anhänger einer Religion und kein Volk, und dass sie friedlicher sein sollen als andere ist ein Gerücht. Man könnte sich höchstens über friedensfördernde Aspekte des Hinduismus auslassen.

Naja ich selber habe mir diese Aufgabe auch nicht ausgedacht.. wie du dir vorstellen kannst bin ich noch in der Schule.. und wenn unser Ethik lehrer uns dieses Thema an die Tafel schreibt kann ich daran auch nichts ändern.. egal wie unsinnig es für dich auch ist.

Ich habe keine Lust und Zeit dir hier breit Nachhilfe in Hinduismus zu geben. Das ist auch gar nicht möglich. Neben dem üblichen Kitsch, der hier schon zur Sprache kam noch ein paar Hinweise:

--> Indien ist sehr wohl eine politische Einheit - und um das geht es.

--> Völk-"chen" ist eine Verniedlicheung. Das sollte schon mal zu denken geben. Das spricht ein typisch deutsches Vorurteil an, nämlich, dass das Fremde das Gute sei. Von Kinderleichen im Ganges: keine Rede. Von Kopfjägern im Nagaland: Nichts etc. etc. etc. etc. Wer soll denn das glauben, das da nur Frieden ist? Die Angehörigen der Attentatsopfer in Lucknow? Tjaja...

--> Meinetwegen diskutiere den Begriff "Hindu" dann noch dazu.

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