Hilfe! Möchte einen Aufhebungsvertrag! Was passiert dann (Urlaub, Abfindung)?

5 Antworten

Soweit ich weiß, sind bei einem Aufhebungsvertrag beide Parteien mit der Kündigung bzw. der Beendigung des Beschäftigtenverhältnisses einverstanden.

Und siehe mal hier: http://www.finanztip.de/aufhebungsvertrag/

Ohne die Zustimmung des Arbeitgbers zu einem Aufhebungsvertrag funktioniert das nicht.Er ist nicht verpflichtet, deinem Wunsch zu entsprechen.

Aber pass auf, das deine Ansprüche auf Resturlaub schriftlich festgehalten werden.Denn in der Regel beinhaltet ein Aufhebungsvertrag auch den Passus, das keine weiteren Ansprüche bestehen.

Mit einer Abfindung solltest du nicht rechnen, denn darauf besteht für dich kein Anspruch.

Abfindung wirst Du keine bekommen wenn Du selbst nach einem Aufhebungsvertrag fragst oder kündigst.

Abfindungen zahlt der AG wenn er einen AN "loswerden" möchte der schwer zu kündigen ist, um ein Arbeitsgerichtsverfahren zu umgehen oder eine lange Kündigungsfrist abzukürzen. Dann gibt es noch Abfindungen im Rahmen eines Sozialplans oder wenn ein Arbeitsgericht eine Abfindung vorschlägt/zuspricht. Das trifft bei Dir alles nicht zu.

Bitte den "Noch-AG" um einen Aufhebungsvertrag zum 31. März und teil ihm mit, dass Du Deinen Resturlaub von 2015 und den anteiligen Urlaub von 2016 (3/12 des Urlaubsanspruchs) sowie die Überstunden vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses noch nehmen möchtest. Dazu musst Du allerdings wieder arbeitsfähig sein. Ansonsten wird ausgezahlt.

Ob Dein AG damit einverstanden ist oder nicht, kann ich Dir nicht sagen. Vielleicht ist es ihm recht, dass das Arbeitsverhältnis "problemlos" beendet werden kann. Ein Attest vom Arzt, dass es Deiner Gesundheit abträglich ist, dort weiter zu arbeiten, wäre auch nicht schlecht als Argument (falls der AG sich sperrt)Gute Besserung.

Aufgelaufene Überstunden und Urlaub kannst du immer entweder auszahlen lassen oder vor deinem Ausscheiden abfeiern. Letzteres geht natürlich nur wenn du noch genug Zeit hast und der Betrieb auch zustimmt. Je nach Personalbedarf kann es da schon mal Stress geben. Generell hast du keinen Anspruch auf einen frühzeitigen Aufhebungsvertrag. In der Regel wird man dem aber nachkommen wenn du eh kündigst. Wer will schon einem Mitarbeiter Steine in den weg legen, der eh gehen wird und möchte. Meine Empfehlung an dich: Wende dich an den Betriebsrat, der ist neutral und kann dir deine Fragen ganz genau beantworten.

Das Ganze geht nur wenn Dein Arbeitgeber mitzieht. Du alleine kannst keinen Aufhebungsvertrag selbst durchsetzen.

Rechtlich hast du auch trotz Krankschreibung noch einen Arbeitsvertrag bei deinem aktuellen Arbeitgeber. Und da gilt erstmal der Vertrag, der ja offenbar aussagt, dass Du 3 Monate Kündigungsfrist hast.

Nachdem Du jetzt auch wieder fähig bist zu arbeiten, wie Du selbst schreibst, müsstest Du eigentlich auch wieder bei deinem AG auf der Matte stehen. So gesehen, verstößt du also gerade gegen deine vertraglichen Pflichten.

Aber seis drum: Frag doch deinen Arbeitgeber, ob Sie dich direkt aus dem Vertrag entlassen wollen. Die offenen Überstunden und Urlaubstage lassen sich im Aufhebungsvertrag regeln.

Also: Sprich mit deinem Arbeitgeber. Der ist ja schließlich auch dein Vertragspartner.

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