Heizung Nachtabsenkung

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich bin Regelungstechniker für Heizungsanlagen. Bei einer modernen Regelung kann man verschiedene Arten für den Nachtbetrieb einstellen. Die "normale" Nachtabsenkung reduziert lediglich die Temperatur im Nichnutzungszeitraum (Nacht). Dies ist vor allem bei schlecht gedämmten Häusern zu empfehlen. Hat das Haus eine gute Isolierung verwende ich statt der Nachtabsenkung den sog. Eco-Modus. Hier entscheidet die Regelung ob sie nachts die Heizung komplett abschaltet oder mit reduzierter Temperatur betreibt. Deine Heizung dürfte vermutlich ebenfalls auf Eco-Betrieb eingestellt sein.

Die Mindesttemperatur soll 20 - 22°C betragen. Der Vermieter ist jedoch nicht verpflichtet, rund um die Uhr diese Durchschnittstemperatur zur Verfügung zu stellen. Er erfüllt seine Verpflichtung, wenn er während der üblichen Tagesstunden (7.00 bis 23.00 Uhr bzw. 24.00 Uhr - AG Hamburg WM 96, 469) für eine ausreichende Erwärmung sorgt.
In winterlichen Kältezeiten kann der Vermieter verpflichtet sein, die Heizung durchgehend, also auch nachts, in Betrieb zu halten (AG Springe WM 80, 40; AG Köln WM 80, 278, wonach zwischen 23.00 Uhr und 7.00 Uhr eine Temperatur von 17°C einzuhalten ist).

Bei uns funktioniert die Nachtabsenkung so: Bei Außentemperaturen unter 5°C läuft die Heizung mit geringerer Temperatur als tagsüber. Wenn es nicht so kalt ist, schaltet sie ganz ab.

Solange die Temperatur durch die Nachtabsenkung nicht unter 18°C fällt in den Mietwohnungen, darf der Vermieter das so einstellen.

Die Nachtabsenkung ist abhängig von der Aussentemperatur. Ist es draussen warm, wird die Nachtabsenkung zur Nachtabschaltung. Den Grenzwert stellt der Servicemensch nach Vorgabe des Vermieters ein.

Was möchtest Du wissen?