Heizung abgestellt vom Vermieter?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

 

 Gesetzliche Regelung zur Heizperiode
Grundsätzlich nicht, denn es ist vor allem das wichtig, was der Mieter und der Vermieter im Mietvertrag vereinbart haben. Ist eine derartige Vereinbarung nicht enthalten, dann gilt laut dem Deutschen Mieterbund die Zeit vom 1. Oktober bis 30. April als Heizperiode.
 Heizpflicht für den Vermieter
Heizpflicht für den Vermieter bedeutet, dass die Heizung im Gebäude so eingestellt sein muss, dass die vertraglich festgelegte Mindesttemperatur gewährleistet ist. In einem konkreten Fall kam das Landgericht Heidelberg zu der Ansicht, dass ein vereinbarter Wert von 18 Grad nicht ausreichend ist, wie es jedoch durch den Mieterbund in seinem „Mieterlexikon“ beschrieben ist. Wenn der Vertrag zur Mindesttemperatur keine genauen Regelungen enthält, dann gilt nach Ansicht der Experten eine Temperatur von mindestens 20 bis 22 Grad als ausreichend. Zumindest legten sich mehrere Gericht auf diese Werte fest. Diese Durchschnittstemperatur muss durch den Vermieter aber nicht rund um die Uhr zur Verfügung gestellt werden. Das Amtsgericht Hamburg entschied, dass der Vermieter seiner Heizpflicht nachkommt, wenn er während der üblichen Tagesstunden (7.00 bis 23.00 beziehungsweise 24.00 Uhr) für genügend Wärme sorgt. Er kann im Winter allerdings auch verpflichtet sein, die Heizung durchgehend in Betrieb zu halten, so entschied u.a. das Amtsgericht Springe. Die Temperatur darf damit nachts also abgesenkt werden, jedoch müssen mindestens 18 Grad erreicht werden, wie Richter des Berliner Landgerichts entschieden.
Heizpflicht außerhalb der Heizperiode
Ja und nein, denn hierbei kommt es schlichtweg auf die Außentemperatur an. Dem Mieter ist es nach der Rechtsprechung nicht zuzumuten, an sehr kalten Sommertagen zu frieren oder gar eine Gefährdung seiner Gesund zu riskieren. Dem Mieterbund zufolge muss der Vermieter spätestens dann heizen, wenn die Zimmertemperatur auch am Tage, wenn auch nur zeitweise unter 18 Grad sinkt, und auch abzusehen ist, dass die kalte Witterung länger als ein bis zwei Tage anhält.

Ist das ein von Dir verfaßter Artikel?

@anitari

Nein, vom Mieterverein, in dem ich bin! Ging ja hier um eine klare Aussage und nicht um "Rätselraten" :-)

Normalerweise gilt als heizfreie Periode Mai bis September.

Es kann aber auch daran liegen wie die Heizungsanlage engestellt ist.

Wenn die Außentemperatur zur hoch (z. B. 20 Grad) eingestellt ist springt die Heizung erst bei knapp unter 20 Grad an.

Wohl gemerkt Außentemperatur. Das kann es in den Räumen schon empfindlich kühler sein.

Ich sitz jetzt auch im Haus mit Jacke und draußen im T-Shirt;-)

Sprich den Vermieter mal drauf an.

Hallo,

wir wohnen auch in einem Mietshaus und haben das "Problem" auch. Und ja, bei uns dürfen die das, wenns draußen ca. 20 Grad sind. Da zählt auch nicht, das diese Temp. auch abnimmt am Abend. Tja, Pech gehabt, leider.

Sandra

Wenn du Warmmiete zahlst, dann nicht, weil sie dir jederzeit zur Verfügung stehen muß. Wenn es durch ein Außenthermostat geregelt ist, wird sie je nach Außentemperatur nicht richtig warm. Aber abstellen an sich, darf er es nicht ohne Abprache mit den Mietern. Wenn es dazu dient, Kosten und Wartung zu sparen, macht es Sinn.

Wenn du Warmmiete zahlst, dann nicht, weil sie dir jederzeit zur Verfügung stehen muß.

Warmmiete heißt nur das Heizkosten in der Miete enthalten sind. Nicht das die Heizung 12 Monate im Jahr in betrieb sein muß. Jedenfalls nicht im Heizbetrieb.

Was möchtest Du wissen?