Heizkostenabrechnung...Darf Vermieter die Heizkosten nach Wohnungsgröße berechnen?

5 Antworten

Gemäß Heizkostenverordnung muss hiernach Verbrauch abgerechnet werden. Da hier nicht nur der Fragesteller sondern auch ein weiterer Mieter neben dem Eigentümer im Haus wohnen, muss zwingend nach Verbrauch abgerechnet werden. Dabei ist ein Anteil nach Wohnfläche umzulegen (30 bis 50% max,) und dementsprechend 50 bis 70% der Heizkosten nach gemessenem Verbrauch. Da derzeit ausschließlich nach Wohnfläche umgelegt wird, sind die anteiligen Heizkosten um 15% zu kürzen. Beispiel: deine Heizkosten nur nach Wohnfl. 1000 Euro - 15% = 850 Euro.

Die wahre Antwort.

Verordnung über die verbrauchsabhängige Abrechnung der Heiz- und Warmwasserkosten (kurz: Heizkostenverordnung oder HKVO), gültig seit 1. Januar 2009:

Zur Abrechnungspflicht:

§ 2 Vorrang vor rechtsgeschäftlichen Bestimmungen

Außer bei Gebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen eine der Vermieter selbst bewohnt, gehen die Vorschriften dieser Verordnung rechtsgeschäftlichen Bestimmungen vor.

Zum Kürzungsrecht:

§ 12 Kürzungsrecht, Übergangsregelungen

(1) Soweit die Kosten der Versorgung mit Wärme oder Warmwasser entgegen den Vorschriften dieser Verordnung nicht verbrauchsabhängig abgerechnet werden, hat der Nutzer das Recht, bei der nicht verbrauchsabhängigen Abrechnung der Kosten den auf ihn entfallenden Anteil um 15 vom Hundert zu kürzen. Dies gilt nicht beim Wohnungseigentum im Verhältnis des einzelnen Wohnungseigentümers zur Gemeinschaft der Wohnungseigentümer; insoweit verbleibt es bei den allgemeinen Vorschriften.

Siehe auch https://www.minol.de/hkvo-2009-10-bis-12.html

Zusammenfassung:

Abrechnungspflicht: JA

Kürzungsrecht: JA

Das hast du doch bestimmt auch schon vor dem Einzug gewusst,das keine separate Ermittlung des Verbrauchs geschehen kann !

Richtig ist das auf keinen Fall,was der Vermieter da macht,aber im nachhinein die tatsächlichen Verbrauchswerte zu ermittel sollte schwer werden.

Wenn er an diesem Umstand nichts ändern will,wird dir wohl nur der Auszug bleiben,wenn du damit nicht einverstanden bist.

Um die Zahlung der jetzigen Abrechnung wirst du im nachhinein nicht kommen.

Denn auch wenn du zum Beispiel Sozialleistungen beziehen würdest,bestünde das Amt auf eine korrekte Abrechnung,denn nur der tatsächlich anfallende Verbrauch deinerseits würde das Amt übernehmen.

Diese Art der Abrechnung war mir beim Einzug so gar nicht bewusst. Bis jetzt war ich immer in Wohnungen wo es nach Verbrauch berechnet wurde. Da dachte ich gar nicht daran das dies mal nicht so sein kann.

Und ein Amt hängt nicht drin und somit wohl auch nicht die Möglichkeit auf eine andere Abrechnung zu bestehen. Aber diese ginge ja eh nicht zu realisieren weil mein Verbrauch nicht ernmittelbar ist ohne Meßeinheiten an den Heizkörpern.

Du hast von der Heizkostenverordnung keine Ahnung - also halte dich hier raus.

Darf so etwas sein?

Nein es muss nach der Heizkostenverordnung abgerechnet werden.

Sie ist ja immer daheim und hat warm. Ich fühle mich hier benachteiligt und weiß nicht ob ich dies rechtens ist oder nicht. Und falls nicht, was ich dagegen tun könnte. Beim Vermieter stoß ich auf taube Ohren. Bis jetzt haben anscheinend nur Leute in meiner Wohnung gewohnt di eimmer daheim waren und wo das auch so ok wäre.

Da mit dem Vermieter nicht zu reden ist, würde ich Mieterbund oder Anwalt einschalten.

Wenn Mieter und Vermieter gemeinsam in einem 2FH wohnen darf der VM die Heizkosten so abrechnen.

Es wohnen der Vermieter in der unteren Etage und im ersten Geschoß 2 verschiedene Mieter im Haus.

Oben wohnt noch eine Frau ...

Das habe ich überlesen.

Dann darf der Vermieter nicht einfach nach Wohnfläche abrechnen, sondern ist verpflichtet nach der Heizkostenverordnung abzurechnen.

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