Heizkostenabrechnung anfechten da nicht überall abgelesen wurde

4 Antworten

Besteht die Möglichkeit in der Eingentümerversammlung die Jahresrechnung "anzufechten" und so lange nicht die Nachzahlung zu übernehmen bis die Ablesung stattgefunden hat?

Ja, nur wird dies an der Sachlage nichts ändern und zudem das EVU berechtigen, die Kosten bei der WEG per Mahnbescheid/VB zu pfänden. Ihr haftet nämlich als WEG gesamtschuldnerisch - und der Gläubiger einer WEG kann seine Forderungen wahlweise gegen die WEG im ganzen oder gegen jeden einzelnen Miteigentümer eintreiben. Die Eigentümerversammlung kann aber den Zugang zur Wohnung zwecks Ablesung mit Verweis auf § 14 WEG notfalls gerichtlich erzwingen, und dem betreffenden Eigentümer die durch sein Vorgehen entstehenden Mehrkosten auferlegen.

Es ist nicht zulässig, in einem Mehrparteienhaus, einzelne nach Zählerstand, und andere nach qm abzurechnen. Es ist eben bequem.

siehe oben. Bei Fernwärme muss es so gemacht werden. Und an sich darf generell auch geschätzt werden, wenn mehrere Ableseversuche fehlschlagen. Aber natürlich finde ich es unfair, weil der Mieter das absichtlich macht.

Diese Nachbarwohnung gehört schließlich auch einem Eigentümer. Diesen Eigentümer kann man notfalls mit Rechtsmitteln dazu bringen die Ablesung zu ermöglichen bzw. ihn dazu zu bewegen entsprechend Druck auf seinen Mieter auszuüben. Natürlich ist es möglich die Heizkostenabrechnung aufgrund des von dir beschriebenen Abrechnungs-Vorgehens anzufechten - je nachdem, wie hoch der prozentuale Anteil geschätzer Nutzfläche ist- nur schadet sich die Eigentümergemeinschaft damit zunächst immer selbst.

Ein entsprechendes Vorgehen ist auf der Eigentümerversammlung zu besprechen und erforderlichenfalls zu beschließen. Sollte jedoch aufgrund ausbleibender Nachzahlungen das Hauskonto nicht ausreichend gedeckt sein, dann müssten die Eigentümer dies auffüllen mittels entsprechender Umlage, d.h. egal wie sich diese Zahlung dann nennen mag, die Eigentümer müssten sie leisten um die laufenden Bewirtschaftungskosten im eigenen Interesse zu decken.

Steh ich auf dem Schlauch? Ist es nicht so, dass Eure Zähler abgelesen wurden und ihr euren Betrag bezahlt und der Nachbar eingeschätzt wird? Oder wird der komplette Verbrauch durch alle Mieter geteilt? Ich verstehe das nicht!

Üblicherweise wird ein Teil der Kosten per m² und ein Teil per Umrechnungsschlüssel verteilt. Damit gleicht man den Umstand aus, dass Wohnungen in den oberen Etagen immer wärmer sind als die in den unteren Etagen (Wärme steigt nach oben).

Bei Fernwärme ist es so, das die Hälfte vom Gesamtverbrauch auf die qm aufgeteilt werden und die andere Hälfte durch die Verbrauchspunkte der ganzen Wohnungen geteilt und dann mal die entsprechenden Punkte genommen werden. Die Punkte, oder meinet wegen Einheiten werden von den Röhrchen abgelesen. Wenn nun eine Ablesung fehlt ergeben sich falsche Gesamtpunkte.

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