Hausverwaltung setzt beschlüsse der eigentümerversammlung nicht um. kann ein eigentümer alleine abmahnen oder braucht es mehrheit?

4 Antworten

beschließen, dass die HV abzumahnen ist, kündigen, neue HV, geht alles--muß man zur Hausversammlung vor Einladungsversand aufgeben..muss die HV aufnehmen. aber wenn sich nicht alle einig sind und keine Mehrheit zustande kommt...ist die ganze mühe umsonst...das ist insbesondere bei großen Objekten regelmäßig der Fall. da kann die hausverwaltung sogar mit süßen Worten auf der Hausversammlung die ahnungslosen Eigentümer für sich einnehmen. Also müssen sie auch nichts tun.

dann hilf nur noch: gerichtlich gegen WEG Verstösse der HV vorgehen (Amtsgericht, stressig ,teuer..viel aufstand) Die HV baut darauf, dass das nicht passiert und sind weiterhin im Komfortbereich. Hier fehlen klare verbraucherfreundliche Regelungen (Innenministerium), die den Hausverwaltungen auf die Finger klopfen. Denn ein Eigentümer ist oft kein Kapitalist mit einem mächtigen Anwalt sondern Leute, die sich eine Eigentumswohnung kaufen, weil das evtl. langfristig günstiger als mieten ist und man keine Scherereien mit Vermietern haben will. In diesem Sinne ist ein e kleien Eigentümergemeinschaft immer besser als eine große. Mit wenigen kann man sich vor der Hausversammlung absprechen und den Hausverwalter auf Trab bringen. Denn die Eigentümer sind die Bestimmenden und nicht die Hausverwaltung, wie manche hausveralter meinen.

... ach? ... und jetzt werden andere Antworten erwartet? Es ist doch gar nicht aus den Fragen zu erkennen, wie der Verwalter vorzugehen hat, wer etwaige Kosten und Lasten trägt, bis zu welchem Termin die Prüfung anzuschließen ist, wie die WEG über das Ergebnis zu infomieren ist, was der Wärmemeßdienst genau zu ändern hat, denn seine gelieferte AR entspricht den gesetzlichen Vorgaben, und vieles mehr.

es geht ganz einfach darum:

  • die Eigentümerversammlung beschließt die prüfung der abrechnung.
  • Hausverwaltung erteilt dem meßdienst keinen auftrag zur prüfung oder korrektur.

darüber hinaus stellt sich die frage, ob die ursprünglich erstellte rechnung nach dem widerspruch durch die eigentümerversammlung überhaupt juristisch gültig ist.

@l33tsp34k3r

... aber was soll ein Verwalter mit so einem Beschluß anfangen? Siehe schon meine Antwort. Wo bitte hat die Versammlung widersprochen? Sie kann genehmigen, oder nicht genehmigen. Und wenn genehmigt wurde, dann ist die Forderung fällig und wenn nicht genehmigt wurde, eben nicht. Zu wann hat der Verwalter somit einzuladen für die erneute Genehmigungsprocedur, denn es laufen ja Fristen, oder?

@schleudermaxe

die versammlung hat der abrechnung widersprochen, da unrealistische schätzwerte angesetzt wurden. demnach kann die erstellte rechnung auch nicht gültig sein, oder? und aus §27 WEG ergibt sich die pflicht des verwalters, beschlüsse der versammlung zeitnah umzusetzen, also die rechnung prüfen zu lassen.

oder sehe ich da was falsch?

Dann treffen sich die Eigentümer und bestellen einen neuen Verwalter , da das Vertrauen in  den derzeitigen nicht gewährleistet ist .

ohne Verwalter keine Versammlung.... Vertrauen..... oh

ja, kündigung des verwaltervertrages ist eine option für die nahe zukunft, das löst aber nicht das vorliegende problem, dass die HV den beschluss zur prüfung nicht umsetzt.

und was ist mit der Abrechnung passiert - beschlossen oder nicht beschlossen. Wenn ja - braucht Verwalter nix tun. Für ihn ist das vom Tisch. Aber ich versteh nicht so ganz was es da noch zu prüfen geben soll. Meßgeräte vertauscht?? Kaputt?? Dann beschließt man die Abrechnung nicht.

Merke - wenn eine Abrechnung beschlossen ist, ist sie rechtskräftig, egal wie richtig oder falsch sie ist.

die abrechnung wurde eben NICHT beschlossen, es wurde beschlossen, diese nochmals prüfen zu lassen. die umsetzung dieses beschlusses durch die HV ist bis dato aber ausgeblieben.

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