Hausverkauf-Bezahlung

5 Antworten

Aus irgendeinem Grund wurde in eurem Fall die Abwicklung über Notaranderkonto gewählt. Das macht man nur, wenn ein besonderes Sicherungsinteresse besteht. Normalerweise wird der Kaufpreis direkt an den Verkäufer gezahlt, i.d.R. nachdem eine sogenannte Auflassungsvormerkung für den Käufer eingetragen wurde und dann wird die Eigentumsumschreibung beantragt. Damit wird sichergestellt, dass der Käufer erst an den Verkäufer zahlt wenn er Eigentümer ist und der Verkäufer auch erst sein Eigentum aufgibt, wenn der Kaufpreis "sichergestellt" wurde.

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In deinem Fall wurde das Notaranderkonto dazwischen geschaltet. Es läuft alles wie oben beschrieben nur das eben nicht direkt an den Verkäufer sondern zunächst an den Notar gezahlt wird.

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Zu deiner letzen Frage: der Notar kann die Dauer der Eintragung tatsächlich nicht beeinflussen, besonders in der Vorweihnachtszeit kann es beim Grundbuchamt ziemlich lange bis zur Eintragung dauern.

Das ist ja der Hauptgrund, weswegen, das Geld auf das Notaranderkonto eingezahlt wird. Um Zu gewährleiste, dass der Käufer auch wirklich in seine Rechte eingesetzt wird und der Verkäufer auch tatsächlich sein Geld bekommt. Wie lange das dauert, liegt dann an dem betreffenden Grundbuchamt. 6-8 Wochen sind da sicher keine Seltenheit. Da du aber ja einen Vertrag vorweisen kannst, kannst du damit jeder zeit bei deiner Bank eine Abschlagszahlung gegen Abtretungserklärung bekommen. (Wenn du dringend Geld benötigst) Kostet natürlich ein paar € Zinsen.

Der Verkäufer muss den Notar nur benachrichtigen, ob das Geld auf seinem Konto ist, dann veranlasst der Notar die Eintragung der Grundschuld. Wenn die Voraussetzungen für eine Grundbucheintragung aus irgendeinem Grund nicht erfüllt sind, ist es egal was im Notarvertrag bezüglich des Zahlungszeitpunktes steht. Sind die Voraussetzungen allerdings erfüllt, und der Käufer wurde vom Notar zur Zahlung aufgefordert, und die Zahlungsfrist ist überschritten, kommt der Käufer in Verzug.

Die Grundbucheintragung ist i.d. R. keine Voraussetzung zur Kaufpreisauszahlung, sondern sie muss nur an rangerster Stelle gewährleistet sein. Somit ist nach Kaufpreiszahlung i.d.R. die Auszahlung an den Verkäufer sofort möglich, wenn am Übergabetag keine neuen, dagegenstehenden Anträge vorliegen. Natürlich muss Löschungsbewilligung der Gläubigerbank und Vorkaufsrechtverzicht der Gemeinde vorliegen, aber das ist reine Routine und meist 4 Wochen nach Kaufvertragsabschgluss erledigt.

das muß so beim notar vereinbart gewesen sein und es dauert eine zeit bis das grundbuch geändert ist

hoffe du hast dein geld bekommen und alles ist gut

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