Hauskauf. Wer zahlt die maklergebühren?

5 Antworten

Das Bestellerprinzip gilt nicht für den Kauf von Immobilien, sondern nur bei Mietwohnungen. Beim Kauf eines Hauses ist die Provision Verhandlungssache, es kann nicht davon ausgegangen werden, das der beauftragende Verkäufer für die Maklerkosten aufkommen muss. Viel Erfolg und erfolgreiches Verhandeln ... ;-)

Entschuldig, dass ich das gleich an den Anfang stelle. Ich habe noch nie so viel Unwissenheit erlebt wie beim Thema „Maklerprovision“. Leider sind wir Makler dabei nicht ganz unschuldig.

Anstatt Transparenz zu schaffen über Rechte und Pflichten des Maklers, wird teilweise eine regelrechte Vernebelungstaktik betrieben. Aber auch der Verbraucher schein kein Interesse zu haben sich über seine Rechte und Pflichten gegenüber Maklern zu erkundigen und überlässt es den Politikern über diese Thema Populismus zu betreiben. Zum Nachteil aller Beteiligten.

Zur Sache: Es gibt zwei relevante Gesetzte das BGB, hier §652 ff, und das Wohnraumvermittlungsgesetz (WoVermRG). Wobei das WoVermRG sich lediglich mit der Vermietung beschäftigt und die §652 ff zu Gunsten des Mieters einschränkt. Für den Verkauf/Ankauf gilt weiterhin uneingeschränkt §652 ff.

Die Gesetzesänderung (sogenannte Bestellerprinzip) gilt nur für das WoVermRG und somit nur für Wohnraumvermietung.

Was mich persönlich aber am meisten an der Diskussion stört, ist, dass schon immer das Bestellerprinzip galt und gilt. Nicht erst seit der Gesetzesänderung.

Jeder sollte sich einmal den § 652 BGB durchlesen. Der ist sehr kurz und verständlich. Danach BESTELLT ein Käufer einen Makler, wenn er von Ihm ein Angebot anfordert. Somit ist ein Käufer, und früher ein Mieter, auch Besteller und Auftraggeber. Er hat und hatte nicht unerhebliche Rechte gegenüber den Maklern. Sie werden nur nicht eingefordert. Und da frage ich mich warum?

Also nicht nur über die Provision jammern sondern Rechte in Form von Leistung fordern. Kommt er seinen Pflichten nicht nach, kann er seinen Provisionsanspruch verlieren.

Also nehmt die Makler echt in Anspruch. Er ist in der Regel Profi und kann mehr leisten als man meist glaubt.

Viel Erfolgt

Bei der Vermietung trifft das Bestellerprinzip zu. Beim Verkauf einer Immobilie gibt es keine gesetztliche Regelung für die Maklerprovisionszahlung, die Verteilung auf die Beteiligten oder die Höhe. Die Provisionsverteilung zwischen Käufer und Verkäufer sowie die Provisionshöhe regelt der regionale Immobilienmarkt selbst. Bei der Maklerwahl sollte man nicht den Ersten nehmen und auch nicht den Makler mit der größten Werbung. Informieren Sie sich im Netz und bei dem großen Maklerverband. Fragen Sie Ihren Makler nach seiner Ausbildung und seiner Qualifikation. Hier sollen kein Brötchen verkauft werden, hier geht es um richtige Werte. Leider gibt es zu viele schwarze Schaafe auf dem Markt, aber es gibt auch sehr viele ordentlich arbeitende Makler.

Nur bei der Vermietung von Wohnimmobilien trifft das Bestellerprinzip zu, sonst nicht!!

Sofern Sie eine Maklerleistung beim Immobilienkauf  in Anspruch nehmen, bestimmt sich die Provisionspflicht nach dem, was der Makler im Exposé dazu vermerkt hat.

Lediglich bei der Vermietung von Wohnimmobilien gilt das sogenannte Bestellerprinzip.

Beim Hauskauf liegen die Gebühren weiterhin beim Käufer. Das besteller Prinzip greift bei der.mietwohnung.

Achsoo ok schade danke für deine Antwort :)))

Kein Geld für schlechten Makler?

Hallo zusammen, wir haben über eine Internet-Plattform ein Haus zum Kauf gefunden und über diese Plattform den Makler kontaktiert. Daraufhin haben wir mit ihm einen Besichtigungstermin per Email vereinbart. Und nun vor Ort: Makler hatte keine Unterlagen, hatte keine Ahnung vom Haus, war ungepflegt und hatte nur Verkäufer-Phrasen auf Lager, alle Infos haben wir nur vom freundlichen Verkäufer vor Ort bekommen (Verkäufer hat selbst die Grundrisse kopiert und vorbereitet!). Laut Makler sollten wir ab jetzt alles unter uns klären, selbst spätere Nachfragen per Email beantwortet er nur mit der Bitte, sich direkt an den Verkäufer zu wenden. Aus dem Gespräch beim Besichtungstermin ging hervor dass der Verkäufer keine Provision zahlen muss, nur wir. Und wenn wir uns bis Weihnachten entscheiden kriegen wir eine Ermäßigung?!? Nun meine Frage: Der Kontakt ging bis zum Besichtigungstermin nur per Email, die Widerrufsbelehrung war nur ein Link auf die Widerrufsseite der Immobilien-Plattform. Beim Besichtigungstermin mussten wir weder etwas unterschreiben noch mussten wir uns ausweisen. Es sind seit dem ersten Kontakt noch keine 14 Tage vergangen und wir wollen nun wissen ob wir nach einem Widerruf an den Makler das Haus trotzdem privat vom Verkäufer kaufen können. Uns geht es nicht darum, dass wir grundsätzliche keine Maklergebühren zahlen wollen. Aber dieses Verhalten rechtfertigt in keinster Weise eine 5-stellige Summe. Dafür muss ein Makler mehr tun als einen Besichtigungstermin vereinbaren und am Schluß einen Notar anrufen.

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Makler möchte Provision haben ohne Leistung erbracht zu haben. Geht das?

Der Makler und der Hausbesitzer haben das Haus gleichzeitig im Internet zum Verkauf angeboten (auf unterschiedlichen Portalen). Zwischen den beiden besteht kein Vertrag mit einer Unterschrift drauf. Der Makler sollte es verkaufen, wenn er kann (nur mündlich). Also ein "Einfacher Auftrag". Ich habe am 14.06. den Makler über eine Internetseite kontaktiert und gefragt, dass er sich mit mir in Verbindung setzen soll, wenn der Preis (Kaufpreis + Provision) nicht mehr als 400.000 Euro ist (Nomalerweise 410000 + Provision). Am 15.06. habe ich das gleiche Haus auf einer anderen Internetseite gefunden und diesmal lag das Angebot ohne Provision bei 410.000 Euro.Gleich angerufen und für den 15.06. einen Termin vereinbart . Bevor der Termin stattfand, hat mich der Makler angerufen und gesagt, dass der Preis (also Kaufpreis+Provision) nicht weniger als 410.000 werden kann (also hat er sich vermutlich mit dem Verkäufer abgestimmt gehabt). Dann habe ich mich bedankt. Ich habe ihm gesagt: Max. 400.000. Also konnte das Geschäft zwischen uns nicht stattfinden. Nach der Besichtigung des Hauses ist der Hausbesitzer mit dem Preis runter auf 400.000 Euro gegangen. So habe ich ihm gesagt "Gekauft". Am nächsten Tag hat mich der Makler angerufen und gesagt "her mit meiner Privision", weil er über den Eigentümer erfahren hatte, wer das Haus gekauft hat. Geht das überhaupt? ohne irgendeine Leistung erbracht zu haben? Vielen Dank an alle, die auf diesen Fall reagieren!

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