Hauskauf mit Untermietvertrag für die Eltern (Hartz IV)

4 Antworten

Es ist so, dass Sie Ihren Eltern gegenüber Unterhaltspflichtig sind. In welcher Höhe, kommt auf das Einkommen und Selbsterhalt an. Hartz IV haben Ihre Eltern bisher nicht erhalten? Das ist eine ziemlich komplexe Materie, wo ich evtl einen Fachanwalt hinzúziehen würde.

Ja meine Eltern haben vorher Hartz IV bezogen. Mir wurde auch mitgeteilt, dass wenn ich mit meinen Eltern zusammenziehe, 2/3 der Miete vom Jobcenter gezahlt werden würde.

Nun ist es aber so das ich stattdessen ein Haus kaufen will, statt eine Mietwohnung mit meinen Eltern zu suchen.

Natürlich kannst du mit deinen Eltern einen Mietvertrag abschließen !

Ab dem 25 Lebensjahr bildest du mit deinen Eltern eh keine BG - mehr,auch wenn du kein Einkommen hättest,sondern eine HG - ( Haushaltsgemeinschaft ) und du als Kind bist ihnen nicht zum Unterhalt verpflichtet,wenn du nicht leistungsfähig bist.

Solange sie also nicht ins Pflegeheim müssten,dann müsstest du erst Unterhalt zahlen,wenn du mehr als 100 000 € pro Jahr verdienen würdest.

Du kannst dann von deinen Eltern eine ortsübliche Miete verlangen.

Die Frage ist dann nur,was sie noch bekommen würden.

Denn wenn dein Vater schon 820 € Rente bekommt,kann er damit schon den Regelsatz von beiden abdecken und hat sogar noch einen Überschuss von 114 € übrig. Er könnte dann ggf.noch Beiträge für tatsächlich gezahlte Versicherungsbeiträge absetzen,aber max.30 €,also blieben auf jeden Fall 84 € anrechenbares Einkommen übrig,was auf die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung angerechnet würde.

Diese würden sie auf jeden Fall, erst einmal von den zustehenden KDU - Kosten abgezogen bekommen.

Wenn der Vater Pflegegeld bekommt,wird das nicht angerechnet !

Von wem bekommt denn die Mutter diese 120 €,sind die vom Pflegegeld ?

Ich glaube Wohnungsamt ist dafür zuständig. Dennoch ist die Antwort von Ihnen Goldwert. Das heißt im Grunde genommen steht dem Hauskauf nichts im Wege. Ich kann also meine Eltern unterstützen indem ich Sie aufnehme.

Also für meinen Vater ist das Wohnungsamt generell zuständig. Für meine Mutter ist der Jobcenter zuständig. Wo genau das Pflegegeld herkommt weiß ich leider zur Zeit nicht.

Ich denke, dass es kein Problem für meine Eltern darstellt mit der Frührente und dem Pflegegeld auszukommen. Zumindest wird von mir für Sie die Wohnsituation definitiv eingehalten mit dem Rückzugsraum, der Mitbenutztung für Wohn- und Esszimmer und diverse weitere Räume wie Bad/Küche usw.

Somit haben Sie ja demnach die Räumlichkeiten von knapp 70m^2

Und Jobcenter freut sich sicher, dass ich Ihnen die Möglichkeit biete. Ansonsten haben meine Eltern keine Möglichkeit eine Mietwohnung zu finden (Suchen seit einem halben Jahr. Meine Eltern wohnen derzeit bei meiner Schwester, da Sie ansonsten voneinander getrennt werden würden, da Obdachlos)

Viele Grüße, Özgür P.

@NurettinP

Wenn sie derzeit bei deiner Schwester wohnen und da auch Miete zahlen müssen und deine Mutter Leistungen vom Jobcenter bekommt,dann sind diese 120 € kein Pflegegeld,sondern die Aufstockung,die deine Mutter noch bekommt um auf ihren Bedarf laut SGB - ll zu kommen !

Denn dein Vater ist deiner Mutter gegenüber zum Unterhalt verpflichtet und dann wir sein anrechenbares Einkommen,auf den gesamten Bedarf angerechnet,ob das nun nur durch die Rente geschieht oder durch andere Einkommen ist egal.

Denn wenn dein Vater 820 € anrechenbares Einkommen hat und deine Mutter noch 120 € vom Jobcenter bekommt,dann haben sie 940 € Bedarf.

Von diesen 940 € gingen dann 2 x 353 € Regelsatz ab = 706 €,es blieben dann noch 234 € für den Anteil der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung,die sie ggf.an deine Schwester zahlen müssen.

Wenn die Beiträge für Versicherungen berücksichtigt würden,max.diese 30 € Versicherungspauschale,dann würden immer noch 204 € für den Mietanteil bei deiner Schwester übrig bleiben.

Das Sozialamt könnte Sie als vermögenden Sohn und Hauskäufer zum Unterhalt für die Eltern heranziehen! Damit erübrigt sich dann evtl. die Frage der Untervermietung, die sich beim eigenen Hein so ohne hin nicht stellt, da Sie den Eltern höchstens etwas an Raum vermieten und nicht untervermieten würden.

Interessant,

es ist jedoch so das ich durch die Kreditaufnahme selber nicht die Mittel hätte meine Eltern zu versorgen. Dazu müsste mein Einkommen viel höher sein.

Ich verdiene 2500 € Netto und der Baufinanzierungskredit beträgt 1100 €. Dazu kommen noch Nebenkosten hinzu.

Das reicht definitiv nicht um meine Eltern zu versorgen.

Viele Grüße, Özgür P.

Mein Ex-Schwager lebt im Eigenheim und meine Ex-Schwiegereltern (ALG2-Empfänger) wohnen im selbem Haus, allerdings in abgetrennter Wohnung.

Ist in meinem Fall leider nicht so. Ist ein Reihenhaus und hat keine Einliegerwohnung.

@NurettinP

Es handelt sich nicht um eine Einliegerwohnung, sondern um zwei Wohnungen übereinander. Wichtig ist dabei, dass es zwei einzel nutzbare Wohnräume sind.

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