Hauskauf: Mehrere Kreditnehmer, ein Eigentümer?

5 Antworten

Wenn ich einen Kredit aufnehmen würde, würde ich gerne zumindest für die Zeit bis er getilgt ist, abgesichert sein. Sonst zahl ich den Kredit ab und der Hausbesitzer fährt zweimal im Jahr in Urlaub - er hat ja keine finaziellen Verpflichtungen, aber ein Haus.

Die Eltern möchten mit in das Haus einziehen, aufgrund des
Pflichtanteils bei Erbe soll das Haus auf mich laufen, damit ich nicht
irgendwann an meine beiden Brüder auszahlen soll. Sie möchten also aktiv mitfinanzieren... Finanziell passt das alles, es geht nur im die Frage der Abwicklung.

Dann müßten die Eltern mit Verlaub gesagt, "ganz schön mit dem Klammerbeutel gepudert sein"! Wer verschuldet sich schon solidarisch,für eine Sache, die ihm nicht einmal anteilig gehört? Zerbricht die Ehe, zahlen die Eltern für ein Haus, welches Ihnen nicht gehört! Käme es insolchem Falle zu einer die Restschuld nicht mehr deckenden Versteigerung, dann "blechen" die armen Alten bis zu deren seeligem Ende! - Wollen Sie und Ihre Eltern das wirklich? Da gibt es bei Gott sinnvollere Möglichkeiten.

Hallo Junglist68,

generell ist es möglich, dass mehrere Darlehensnehmer zusammen
einen Kredit aufnehmen, dass aber nicht alle der Beteiligten Eigentümer der
Immobilie werden.

Aus Sicht der finanzierenden Bank ist sind weitere Kreditnehmer von Vorteil, da alle Darlehensnehmer voll für den Kredit haften und sie daher weitere Sicherheiten hat.

Allerdings solltest Du mit Deinen Eltern auch genau die Risiken
absprechen. Sie stehen zwar für den Kredit ein, haben aber im Grunde genommen keine Rechte an der Immobilie, da sie nicht Eigentümer sind.

Ich hoffe, ich konnte Dir damit weiterhelfen.

 

Viele Grüße

Mario, Interhyp AG

Lieber Junglist68. Ganz schön kompliziert und ein wenig verworren die Angelegenheit. Hier wird etwas Grundlegendes ganz gehörig durcheinander gebracht.Der Bank ist es im Grunde genommen egal, wieviel Schuldner unterschreiben. Je mehr - je lieber. Im Zweifel haftet einer für den anderen und die Bank kann sich den Besten aussuchen. Damit die Eltern später nicht ohne Wohnung dastehen, sollte ein Wohnrecht oder ein Nießbrauch eingetragen werden. Wenn die Bank finanziert, läßt sie sich vor dem Wohnrecht im Grundbuch eintragen - bei einem Nießbrauchrecht ist dies schon schwieriger, denn dieses Recht hat keinen Rang. Und wieso wollen die eltern auf Grund des Pflichtteiles mit in das Haus einziehen, damit du nicht irgendwann die Brüder auszahlen mußt. Ich denke, Du bist hier Grundstückseigentümer? Oder habe ich dies falsch verstanden? Wenn die Eltern Eigentümer des Grundstückes sind, brauchen sie sich doch kein Wohnrecht oder Nießbrauch eintragen lassen. Bei Ihrem Tode erlöschen diese Rechte doch sowieso auf Antrag der Erben. Hier wird etwas verwechselt. Ich würde hier erst einmal grundsätzlich zum Notar gehen und mir die ganze Angelegenheit "erklären" lassen, bevor man hier irgendetwas tut  nur um etwas zu tun. 


Ja ist möglich in Form einer Art Bürgschaft, oder wollen deine Eltern "aktiv" mit finanzieren?

Die Eltern möchten mit in das Haus einziehen, aufgrund des Pflichtanteils bei Erbe soll das Haus auf mich laufen, damit ich nicht irgendwann an meine beiden Brüder auszahlen soll. Sie möchten also aktiv mitfinanzieren...

@Junglist68

Im Darlehen ist das so schon möglich. Würde euch aber dringend empfehlen, das Ganze beim Notar dann auch so festzuhalten.

@beglo1705

Das ist ja der Punkt. Ich als Eigentümer im Grundbuch, meine Eltern "nur" als Kreditnehmer mit eingetragenem Nießbrauchrecht ... Also hälst du das für möglich?

@Junglist68

Ja das ist möglich, allerdings wirst du deinen Eltern ein "Wohnrecht auf Lebzeiten" oder dergleichen mit eintragen lassen müssen, sonst stehen sie hernach mit nix da,

Das ist der Plan, mit lebenslangem Nießbrauchrecht. Meine Argumentation ist, dass es der Bank egal ist, wer als Eigentümer im Grundbuch steht, da das Haus ja so oder so als Sicherheit dient und das Risiko mit einem Eigentümer nicht höher ist. Als Kreditnehmer haften meine Eltern ja so oder so...

@Junglist68

Mit dem ersten Satz stimme ich dir voll und ganz zu, nur dieses Wohnrecht sehen Banken nicht besonders gern, falls sie (im schlimmsten Falle) das Haus verkaufen müssten, da das Wohnrecht weiterbestehen würde, wenn das Haus bezahlt ist. Wie gesagt, ich bin keine Notarin, darum würde ich empfehlen selbigen aufzusuchen und dort zu fragen, wie man das evtl. für die Bank "toll verpacken" kann.

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