Hausbau, Probleme mit Architekt/Bauleitung

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Der Bauleiter ist für die Überwachung der Bauabschnitte und Tätigkeiten verantwortlich. Ein Besuch in 4 1/2 Wochen ist definitiv zu wenig und wenn er die Baustelle nicht betritt, kann er auch keine Fehler aufdecken, um diese rechtzeitig beheben zu lassen. Die Mängel, die euch aufgefallen sind, solltet ihr direkt mit dem Fotoapparat und schriftlich festhalten. Informiere dich bitte auch über Sachverständige in deiner Umgebung. Bevor Fehler nicht mehr zu korrigieren sind, würde ich einen unabhängigen Sachverständigen einschalten und eine zweite Meinung einholen. Die Kosten des Sachverständigen werden später nur einen Bruchteil dessen ausmachen, was evtl. später auf euch zukommt ... Viel Erfolg!

http://hausbaublogs.de/andysundnicisbauprojekt/

Nach den Landesbauordnungen muss ein Bauleiter "schwierige" und "wichtige" Bauarbeiten überwachen, also z.B. die Bewehrung der Decken abnehmen und bei Betonierungsarbeiten anwesend sein.

Und wenn ihr einen ordnungsgemäßen Architektenvertrag habt und dem Entwurfsverfasser danach auch die Bauleitung übertragen habt haftet er auch für alle Planungs- und Überwachungsfehler.

Um diese belegen zu können müsst Ihr aber einen neutralen, öffentlich bestellten Sachverständigen beauftragen; die Kosten könnt ihr später dem Architekten vom Honorar abziehen, wenn tatsächlich Mängel und Unteerlassungen festgestellt werden.

Was Ihr zuerst einmal benötigt, ist ein Fotoapparat und ein Bautagebuch. Damit könnt Ihr alles festhalten und dokumentieren. Das Bautagebuch auf dem Computer geschrieben, könnt Ihr Eure Feststellungen jedesmal dem Bauleiter mitteilen und in krassen Fällen per Post mit Abhilfeverlangen zustellen lassen.

Ein Fotoapperat ist auch später wichtig. Wir haben jede Mauer, jedes Rohr und jedes Kabel darauf festgehalten. Wenn nun ein Bild aufgehängt wird und wir nicht wissen, was dort ist, ab in die Fotokiste.

Auch im positiven Sinn, wenn uns was nicht gefiel, konnten wir mit den Fotos basteln oder aus der Ferne Besprechungen unterlegen. Z. B. Küchenplanung usw.

Nun, der Architekt und auch der Bauleiter haften und müssen versichert sein. aufgrund Eurer Schilderung würde ich mir auf jeden Fall eine Kopie der Versicherung aushändigen lassen.

Wenn sonst im Moment nichts fehlt, würde ein Sachverständiger nur Ärger verursachen und einer Bauabwicklung im Wege stehen. Eine Erhöhung des Kniestockes muss genehmigt werden. Da sind manche Behörden echt schnell verärgert..

Nun ja, da würde ich schon beizeiten einen Sachverständigen einschalten.

Zumindest bei der Bauabnahme. Und zahl bloß nicht alles sofort.

Naja, die Planungsfehler konnten wir soweit bis jetzt noch durch Eigenregie und Mehraufwand ausbügeln. Ist also nicht so, dass wir dadurch aktuelle Mängel vorliegen hätten. Ein typisches Beispiel: Wir bauen am Hang (groooooßer Hang, da kommt viel Wasser runter!). Unten ist im Keller eine ELW mit separatem Eingang auf der dem Hang entgegengesetzten Seite. Geplant war ein wasserdichter Keller, der aber leider keiner war, da die wasserdichte Wanne nicht nach außen um die Eingangstüre herum geplant wurde. Zitat Architekt "Brauchen wir nicht". Angeblich ebensowenig, wie eine Drainage. Folge: innerhalb kürzester Zeit 30 cm Wasser im gesamten Keller. Durch wochenlanges, permanentes Abpumpen sind wir dem Wasser einigermaßen Herr geworden, haben dann nachträglich auf eigene Faust die Wanne nach außen verlängern lassen, Schacht gesetzt, etc. Nach Aussage des Rohrbauers kriegen wir das aber nachträglich nicht mehr so 100%ig dicht, wie es gewesen wäre, wenn es "aus einem Guss" gemacht worden wäre. Hoffentlich gibt es keine Folgeschäden! Von all der Arbeit und den Problemen hat unser Herr Bauleiter garnichts mitbekommen, weil er sich ja wochenlang nicht auf die Baustelle bequemt hat! Heute habe ich durch Zufall bemerkt, dass er den Kniestock im Plan statt mit den vereinbarten 1,65m mit nur 1,15m eingezeichnet hat! Was sich jetzt widerrum auf die Statik, die Maurer, den Zimmermann, etc. auswirkt, alles verändert und umgeplant werden muss, ... Der Statiker ist im Urlaub also: erstmal Baustopp! Und von den Kosten insgesamt ca. 10.000 Euro mehr als ursprünglich veranschlagt!! Kurzum: Wenn wir uns auf ihn verlassen würden, wären wir wirklich verlassen!!!

@kiwi666

Hier hilft nur, wie oben bereits beschrieben, ein öffentlich bestellter SAchverständiger für Bauschäden. Eigenhilfe etc. führt zu nichts, da sich die Gegenseite herausreden kann.

baustop verhängen und UNABHÄNIGEN sachverständigen hinzuzienen.... alles weitere ergibt sich...

lg, anna

nana, so einfach ist das mit dem "Baustopp" nicht. Dann müsst ihr zahlen.

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