Wer hat Erfahrungen zum Hausbau ohne Keller?

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Die 50.000 € für einen Keller halte ich nicht für übertrieben. 50.000 €, damit man die Gartenmöbel und den Rasenmäher unterstellen kann? Für den Betrag kann man die Sachen jahrzehntelang jedes Jahr neu kaufen.

Ich wohne selbst in einem Haus mit Keller, ist allerdings gebraucht gekauft. Keller ist schon ein stückweit bequem aber mit etwas Disziplin und einer klugen Möblierung tut es ein Gartenhaus und ein Hauswirtschafts-/Anschlussraum im Erdgeschoss auch.

Ein Haus, das keinen Keller hat, muss halt die Fläche anderweitig bereitstellen. Für die Gartenmöbel usw. müssen dann in den Anbau der Garage oder in ein Gartenhaus. Die Technik in einen Technik- und Hauswirtschaftsraum. Der andere Kruscht in ein "Explosionszimmer".

Die überall angebotenen, projektierten Discounthäuser haben aus Preisgründen ja nie einen Keller. Soll heißen, wenn das Haus genügend Wohnfläche bietet braucht es keinen Keller, ist dann aber genau so teuer wie ein kleineres mit Keller.

Vorteile Keller: Kühle Räume für Lebensmittel, die Heizung ist geräuschärmer weil weiter weg.

Nachteile Keller: Evtl. Probleme mit Feuchtigkeit, noch eine Treppe zu laufen

Wir haben eines mit Keller und möchten keines ohne.

Ein Haus ohne Keller ist die einzig vernünftige Bauart. Viele späteren Probleme am Haus gehen von dem Keller aus. Die Kosten für einen guten, trockenen Keller liegen bei Beachtung aller Umstände etwa 20 - 25% über denen eines Geschosses. Das klingt unglaublich, ist aber Tatsache. Hierzulande wird in den meisten Fällen beim Kellerbau gespart und gepfuscht.
Wenn Du also ein Haus ohne Keller hast, soltest dum es, wenn möglich, nichtl auf eine Betonplatte setzen. Besser sind Pfeiler oder ein gut unterlüftetes Streifenfundament. Wenn es denn schon aus Kostengründen eine Betonplatte sein muss, dann sollte sie, wenn möglich auf einer kleinen Erhöhung stehen, damit das Wasser gut ablaufen kann.
Wenn das auch nicht geht, dann sollte eine in Kies gebettete Drainage quer unter der Bodenplatte laufen und mit der Ringdrainage verbunden sein. Die Drainagerohre müssen alle im Kiesbett liegen und mindestens 200mm Querschnitt haben. Keinesfall darf Sand verwendet werden. Wenn du den einen oder anderen Punkt der hierb erwähnten Probleme bei deinem Bauträger ansprichst, wird dir in 80% der Fälle  dein "Experte" sagen, dass das alles unnötig ist. Manche werden auch sagen, dass das purer Blödsinn sei.
Es ist deine Entscheidung, wem du glaubst.

Ich habe einen Keller und könnte auch nicht darauf verzichten und könnte auf diese Räume auch nicht ohne weiteres verzichten. Den Platz im Keller benötige ich z.B. für:

  • Heizung
  • Heizöltank
  • Werkraum, Lager für Material, Werkzeug, Winterreifen usw.
  • Wasch- und Trockenraum
  • Vorratskeller einschl. Tiefkühlschrank

Bei einem Haus ohne Keller müsste dafür alternativer Platz oberirdisch vorhanden sein wie z.B. ein Hauswirtschaftsraum, ein Hausanschlussraum in dem auch die Heizung untergebracht ist sowie eine Garage in mindestens 1,5 facher Länge und ordentlicher Breite. Wenn du am Haus anfallende Reparaturen auch mal in Eigenleistung beheben willst, dann brauchst du auch entsprechendes Werkzeug, Platz zur Materialllagerung, Werkbank, ... Für die Unterhaltung: Gartengeräte, Rasenmäher, Anlegeleiter und Co. muss auch eine Abstellmöglichkeit  bestehen.

Bei einem Haus in einem Gebiet mit hohem Grundwasser würde ich jedoch kein Haus mit Keller kaufen bzw. bauen sondern auf entsprechend anderem oberirdischen Raum Wert legen. 

In den Gebieten in denen der Grundwasserspiegel dem Kellerbau nicht entgegen spricht, käme für mich nur ein Haus mit zumindest teilweiser Unterkellerung in Frage. Mit teilweiser Unterkellerung denke ich an ein Haus in Hanglage, das halb in der Erde steht. Bei ihm teilen sich Keller und Einliegerwohnung sich das untere Geschoss.

Hallo,

die Erfahrung zeigt, daß die Menge des Hausrats unweigerlich und kontinuierlich zunimmt. Da kommt mit der Zeit so manches zusammen, was man nicht ständig braucht, wie die Wintersachen, Skier, Werkzeug, Winterreifen.... Wenn man keinen Keller hat, wird man es vielleicht später bereuen. Ein Hobbyraum/Spielzimmer oder ein Vorratsraum im Keller ist auch sehr praktisch, wir haben Waschmaschine und Gefrierschrank im Keller und können sogar Wäsche im Keller trocknen. In der Nachbarschaft haben etliche Häuser keinen Keller, weil der Grundwasserspiegel so hoch ist, die haben dann ihre Garagen mit Gerümpel vollgestopft und blockieren mit ihren Autos die Parkplätze auf der Straße und im Garten werden "Geräteschuppen" aufgestellt. Beim Neubau in so einem Gebiet mit hohem Grundwasserstand ist der Bau eines Kellers besonders teuer wegen der wasserdichten Wanne.

also ein Vorteil, wenn man keinen Keller hat. Man ändert seine Denkweise, ob man sich von alten Gerümpel vielleicht doch trennen kann.

die Erfahrung zeigt, daß die Menge des Hausrats unweigerlich und kontinuierlich zunimmt.

Das ist auch so ein Punkt, wo ich nicht weiß, ob es ein Fluch oder ein Segen ist.

Momentan leben wir in einer Mietwohnung mit einem Kellerabteil, und es ist jetzt schon schwer, nicht alles mögliche zu horten. Man muss sich schon ganz schön beherrschen, dass man sich nicht aus Bequemlichkeit selbst anlügt und so einen Haufen zeug ansammelt ("aaach, die alten Stühle könnte man nochmal gebrauchen, wenn viel Besuch kommt! Ab in den Keller damit!" ;) )

Andererseits ist sowas wie Skier oder Winterreifen ein gutes Argument.

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