Hausarbeit Urkundenfälschung?

4 Antworten

Dein Gedankengang ist schlicht falsch. Mit dem Unterschreiben der Erklärung sicherst du zu, die Hausaufgabe selbst und ohne Hilfe angefertigt zu haben. Da dies nun aber nicht zutrifft, handelt es sich um eine falsche Versicherung an Eides statt, und die ist nunmal strafbar.

Ghostwriting allein ist (leider) auch im akademischen Zusammenhang nicht verboten. Es ist durchaus erlaubt, einen Text in Auftrag zu geben und diesen als den eigenen auszugeben. Das Geschäft zwischen Ghostwriter und Auftraggeber ist eine Sache, das Verhältnis zwischen Auftraggeber und Universität aber zum Glück eine andere. Der Auftraggeber kann theoretisch rein rechtlich den Text nutzen, er erwirbt schließlich die Nutzungsrechte, Urheberrechte jedoch können nicht abgetreten werden. Durch die Beauftragung kann der Auftraggeber also nicht Urheber eines Textes werden. Er muss aber gemäß Studien- und Prüfungsordnung Urheber seiner Arbeit sein, was er an Eides statt versichert.

Urkundenfälschung spielt hier keine Rolle.

Einfach falsch. Der objektive Tatbestand der falschen Versicherung an Eides statt fordert nämlich den eindeutigen oder ähnlichen Wortlaut „an Eides statt“, der bei einer Erklärung (auch bei der, um die es geht) nicht vorhanden ist.

Also bevor man etwas als falsch betitelt, besser selbst nachdenken.

Außerdem geht es mir nicht um Ghostwritern sondern den objektiven Tatbestand der Urkundenfälschung

@Alex260397

DU verstehst schlicht nicht, wo das Problem liegt. Du wirfst alles in einen Topf, verstehst die Sachlage nicht.

Die ganze Problematik Fremdanfertigung von Arbeiten an der Uni ist eng mit dem Ghostwriting verbunden = jemand verfasst einen Text, über den ein anderer seinen Namen setzt. Das hat aber nichts mit Urkundenfälschung zu tun. Die Erklärung ist ebenfalls keine Urkunde. Und je nach Formulierung ist die nunmal entweder eine eidesstattliche Erklärung oder eine Selbstständigkeitserklärung. Um welche Form es sich in deinem nicht erläuterten Beispiel handelt, wer soll das erraten? Selbst ohne Erklärung ist die Abgabe eines fremdverfassten Textes ein Verstoß gegen die Studienordnung.

Mit ein wenig Engagement könnte man sich das natürlich in aller Ausführlichkeit ergoogeln. Hier kannst du die Problematik gespickt mit Paragraphen vielleicht selbst erfassen. http://www.juraexamen.info/rechtliche-fragen-zum-akademischen-ghostwriting/

Und weshalb genau die die Erklärung keine Urkunde?

Okay hab es gelesen🤔 Danke

Ich würde behaupten, das liegt daran, dass die Urkunde in diesem Fall eine unechte ist.

Ja aber weshalb? Mit welcher Begründung?

@Alex260397

Identitätstäuschung

Daran habe ich auch gedacht. Aber der Aussteller der Urkunde ist doch F oder nicht? F ist ja Ausstellerin der Erklärung und ihre gedankenerklörung lässt sich doch auch darin wiederfinden oder nicht?

Könntest du mir das vielleicht noch etwas genauer erläutern?

https://www.e-recht24.de/artikel/haftunginhalte/8221-ghostwriting-ist-das-strafbar-was-ist-erlaubt.html

Lies dir das durch, vielleicht hilft es ja weiter.

Der mithin angeführte Straftatbestand der Urkundenfälschung gem. § 267 StGB kommt weiterhin nicht in Betracht. Die Urkundenfälschung ist nicht einschlägig, denn der Begriff Urkunde bezeichnet eine verkörperte Gedankenerklärung, die zum Beweis im Rechtsverkehr geeignet und bestimmt ist wie auch deren Aussteller erkennen lässt. Sie verweist demnach auf denjenigen, der sie einreicht. Die Urkunde bürgt wiederum nicht dafür, dass auch der Inhalt vom Nutzer stammt.

Eine Erklärung ist eine verkörperte Gedankenerklärung, die den Aussteller erkennen lässt (Unterschrift) und die im Rechtsverkehr geeignet ist.

Ich versteh nicht wo da das Problem sein sollte

Sind ja im übrigens genau die 3 Funktionen die ich im der Frage erwähnt und bejaht habe

Du unterschreibst keine "Gedankenerklärung" sondern eine Versicherung, dass du die Hausarbeit eigenständig und ohne fremde Hilfe angefertigt hast. Ghostwriting ist defintiv untersagt. Wenn das mittels Stichprobe heraus kommst, dass bei der Arbeit betrogen wurde kannst du dich von der Uni verabschieden ohne langer Diskussionen. Es gibt dazu klare Richtinien.

Du hast wohl die Frage nicht richtig gelesen

@Alex260397
Einfach falsch. Der objektive Tatbestand der falschen Versicherung an Eides statt fordert nämlich den eindeutigen oder ähnlichen Wortlaut „an Eides statt“, der bei einer Erklärung (auch bei der, um die es geht) nicht vorhanden ist.
Also bevor man etwas als falsch betitelt, besser selbst nachdenken.

Was willst du hier eigentlich? Dagegen reden, glauben alles besser zu wissen, anderer Leute Textverständnis in Frage stellen?! Zum diskutieren sind wir hier nicht, dafür kannst du dich an das Forum wenden.

https://www.gutefrage.net/forum

@Ostsee1982

Ich könnte ja auch schwören, dass der Text, den wir angeblich alle nicht verstehen, inzwischen deutlich verändert wurde...

@Ostsee nein, nur meine Frage beantwortet haben. Ihr nehmt ja 0 Bezug darauf. Wenn man keine Ahnung hat, dann bitte nicht antworten. Ich brauche richtige Antworten, keine falsche.

Und fragen kann man hier nicht nachträglich verändern.

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