Haus zugesichert und dann doch nicht verkauft. Lohnt sich eine Klage?

5 Antworten

Chancen auf Aufwendungsersatz bestehen meines Erachtens durchaus aus sogenannt vorvertraglichem Verschulden (auch culpa in contrahendo bezeichnet), geregelt in § 311 BGB i.V.m. §§ 280 I, 241 II BGB, wenn z. B. im Vertrauen auf den zugesagten Vertragsschluss etwas gemacht wurde, das Kosten ausgelöst hat (etwa Anreisekosten etc., zum Glück hier noch keine Finazierungskosten bei der Bank).

Da müßte der Fragesteller aber schon sehr greifbaren Schaden beweisen, um hier eine vage Aussicht auf Schadenerstazt abzuleiten. Sein Interesse am Erwerb reicht da bei weitem nicht aus!

Mit der Rechtschutz Schadenersatz für ihre Aufwendungen vom Makler einfordern  . WENN sie schriftlich nachweisen können das der Makler sie als Käufer in seine Kartei aufgenommen hat .

Grundstücksgeschäfte deckt keine Rechtsschutzversicherung ab. Ich lasse mich insoweit aber auch gerne eines anderen belehren.

@lesterb42

einwand akzeptiert , aber es gibt ja keinen immobilienwechsel . insofern geht es hier um das nicht akzeptierbare verhalten des maklerbüro , wenn nachweisbar .

um die finanzierung kümmert man sich normal erst nach vorvertrag !

wofür willst du schadensersatz bekommen? du hast doch nichts bezahlt und der kredit ist auch noch nicht unterzeichnet. wäre dir ein schaden dadurch entstanden, könnte man es versuchen, aber da müsstest du auch wieder geld für den prozess ausgeben. auch ein mündlicher vertrag ist ein vertrag, es kommt also darauf an, was für worte ihr gewechselt habt und wie hoch die befugnis des maklers war, würde ich behaupten. ich würde mir aber die energie, zeit und geld sparen und was anderes suchen...

Und wer bezahlt den Notar für den Vertragsentwurf ?

@lesterb42

na das steht so nicht in der frage. das ist unterschiedlich, man bezahlt u.U. erst nach erfolgreichem abschluss.

Regelmäßig nein. Nach §311b BGB ist die notarielle Form regelmäßig konstitutiv für die Wirksamkeit eines grundstücksbezogenen Geschäftes. Bevor diese Formvorschrift erfüllt wurde, kann sich der Kaufinteressent normaler Weise nicht auf Vertrauensschutz gegenüber dem Verkäufer berufen und auch keinen Schadensersatz bei anderweitigem Verkauf fordern.

Verträge über Grundstücke und Grundstücksgleiche Rechte bedürfen der notariellen Verinbarung. Alle anderen Abreden bewirken keinen Anaspruch auf dingliche Erfüllung.

Sie können noch mehr bieten und schon sind Sie evtl. wieder am Zuge!

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