Haus über Zwangsversteigerung kaufen oder freihändiger Verkauf?

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Ersteigern ist besser. Das mit den Bekannten und miete zahlen geht sicher nach hinten los! Bedenke bitte, das du im Streitfall deine Bekannten im Nachhinein nicht mehr so schnell los wirst. Und es hat ja sicher einen Grund warum das Haus versteigert wird und vor allem warum die ersten beiden Male keiner Interesse hatte. Vorher anschauen geht oft nicht und vllt. Kauft ihr dann bereits eine Schrottimmobilie mit Mietnomaden!

Das ist hart für die Eigentümer, aber vielleicht fällt ihnen der Verlust des Hauses leichter wenn sie wissen wer es bekommt. Bei Vollstreckungsangelegenheiten bieten meist Nachbarn, Verwandte oder Bekannte mit. Die einen um den Preis zu erhöhen, um den "Eigentümern" zu helfen damit weniger Schulden zurück bleiben. Die anderen in der Hoffnung auf ein Schnäppchen. Letztere kommen zu Termin und beschämen die Eigner noch zusätzlich - da nicht darüber geredet wurde.

Mein Tipp in diesem besonderen Fall: Wenn ihr die Eigentümer kennt, redet mit diesen zum Thema Miete und allen anfallenden Kosten.

Macht einen provesorischen Mietvertrag, bei Einigung, und geht zum Verstreckungsbetreibenden Kreditunternehmen. Mit diesem über den Kaufpreis verhandeln und unmissverständlich klarmachen das ihr im Falle einer überzogenen Forderung der Bank auf den Versteigerungstermin warten werdet. Auch anklingen lassen, das ihr Zeit habt und auch auf einen 4 Termin wartet um noch günstiger (meist ist das Mindestgebot dann auf 50% der Schätzsumme angestzt) das Haus zu erwerben.

Bei einer Zwangsversteigerung erhält der "neue Eigentümer" auch ein neues Grundbuch. Heißt: es gibt ein neues und "schneeweißes" Grundbuch. Das allein wäre für mich ausschlaggebend!!! Egal was vorab eingetragen sein sollte, wird durch den Zuschlagsbeschluß "hinfällig". Es können demnach auchkeine weiteren Fußangeln wie Mietrechte, Altenteile etc. mehr geltend gemacht werden. So Sie die Bekannten genügend einschätzen können, wäre es doch auch für beide Seiten eine runde Sache. Der Alteigentümer bleibt wohnen, kümmert isch in allerter Manier um die Immobilie und Sie kassieren die Miete. Sie sollten allerdings vorab sauber klären, ob denn die Mietzahlungen gewährleistet sind bzw. werden können -Job, Einkommen-. Ein freihändiger Verkauf wird wohl nicht zu dem Preis stattfinden können. Das hat unter anderem auch mit Bankinternen Dingen wie Abschreibung zu tun. Auch eine Bank kann nur "ausgeklagte" und nicht einbringbare Forderungen abschreiben. Falls die Bank einem freihändigen Verkauf zustimmen sollte, fällt das auf jedenfall "nicht" unter ausgeklagt und nicht einbringbar. Demnach sehr sehr selten, dass das so von einer Bank Zustimmung finden wird. Viel Erfolg

Hallo, auch wenn es gute Bekannte sind, sollten doch immer klare Verhältnisse da sein. Wie sagt man, bei Geld hört die Freundschaft auf. Also, ich würde bei der Zwangsversteigerung bieten, schließlich muß jeder zusehen wo er bleibt. Wenn diese Bekannten im Haus bleiben wollen und Miete freiwillig bezahlen wollen, dann ist es doch gut. Schlimmer wird es, wenn diese Leute aus dem Haus ausziehen sollen! Gruß Iris

wenn man durch " seinen " Erwerb eventuell ein Sozialfall mitmacht oder beschleunigt, braucht man da überhaupt keinerlei schlechtes Gewissen haben, ich selber habe einmal , bewust, bei einer Versteigerung ein tolles Schnäppchen sausen lassen, weil mir einfach die anwesende Familie zu leid tat, aber dass muß jeder selbst entscheiden, ein Vergehen ist es sicher zumindest rechtlich nicht.

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