Haus ohne Eigenkapital mit Preisnachlass am Bauplatz?

5 Antworten

Wieso sollte dies Eigenkapital sein?

Irgendwer will 200.000 € von dir.Entscheidend ist doch der Wert des Gebäudes den du darauf errichten willst/kannst. Beides zusammen ist das Kapital welches du benötigst. Die Bank will zu jedem Zeitpunkt soweit abgesichert sein, dass sie den Gegenwert abgesichert hat. Falls du nach der Bodenplatte oder nach Rohbau nicht mehr bezahlen könntest.

Daher das Fertighaus: hier hast du den Gegenwert schneller gesichert. Die Bank bezahlt ein Komplettpaket „Haus“ an den Hersteller= geringeres Risiko..

Abgesehen davon: Wenn deine Frau jetzt erst in die A10 gekommen ist: eine Beförderung richtet sich nach Beurteilung, nach Stellenplan und nach Budget des AG. Bei mir im Land würde ich über diese Brücke noch nicht gehen. Kein Geld verplanen, dass noch nicht sicher ist.

Hallo RobinG91,

grundsätzlich bekommst Du einen Immobilien- oder Baukredit auch ohne Eigenkapital. Dann fallen evtl. die Konditionen etwas schlechter aus, das ist bei der aktuellen Zinslage aber immer noch weit entfernt von wirklich "schlechten" Konditionen.

Wichtig für die Bank ist ein geregeltes Einkommen (scheint mir vorhanden) und ein möglichst unbefristetes Arbeitsverhältnis (scheint mir ebenfalls vorhanden). Mit Deinen Voraussetzungen würde ich einfach mal bei der Bank Deiner Wahl einen Termin ausmachen. Dann werden vor einer Kreditzusage sowieso noch alle Eventualitäten geprüft. Und mehr als Nein sagen können sie ohnehin nicht.

LG,

Barbara

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wenn Dir Dein Vater oder so ein Grundstück schenkt dann ist das Eigenkapital.

Ein Nachlass auf ein Baugrundstück ist kein Nachlass. Denn entweder ist der Verkäufer kein Verwandter von Dir der Dir einen Gefallen tut dann ist das der Marktwert (jedenfalls sieht das die Bank so).

Oder es ist ein Verwandter dann wird das Finanzamt misstrauisch und die Bank wird bei Schmuhgeschäften auch nervös.

Also müsstest Du betrügen, eine Notarvertrag über 330.000 Euro machen und behaupten Du hättest schon 130.000 bar an den Verkäufer gezahlt und der Verkäufer müsste mitmachen und die Bank müsste die 330.000 als realen,aktuellen Wert anerkennen.

Und bei dieser Konstruktion hast Du viele Fallstricke. Der Verkäufer kann Dich linken und die vollen 330.000 verlangen. Der Kaufvertrag kann aufgehoben werden weil falsche Angaben vor dem Notar. Das Finanzamt kann wegen Steuerhinterziehung ermitteln und die Bank wird auch nicht friedlich sein. Da wäre dann spätestens bei einem schmutzigem Rosenkrieg die Hölle los.

Das halte ich für sehr gewagt!

Zwar schreibst Du nicht, wie alt Du bist, aber es ist dennoch eine Rechnung, die einem die Augen öffnen sollte:

Die 130.000 €, die Du gegenüber dem eigentlichen Preis gespart hast, ist kein Geld, was Du plötzlich auf dem Konto hast. Das ist vergleichbar mit jemandem, der Klamotten kauft, alles ist preisreduiziert, und er / sie jubelt, 150,- € gespart zu haben, anstatt zu realisieren, dass man in Wirklichkeit 400,- € ausgegeben hat.

Das günstigere Grundstück ist immer noch 200.000,- € teuer.

Die 130.000,- € Differenz könnte man BESTENFALLS berücksichtigen, wenn der Wert tatsächlich stimmt UND man Grundstück (+ Gebäude) gleich anschließend wieder verkaufen würde.

In Deinem Fall willst Du vermutlich bauen + selbst drin wohnen.

Heißt: 200.000 für das Grundstück plus Summe x für das Gebäude (das gleich nochmal oben drauf?).

Dann hast Du WELCHEN Zinssatz vorliegen? Bedenke: bei einem Zinssatz (langfristig festgelegt) von 2,5 % zahlst Du 10.000,- € Zinsen / Jahr + Tilgung 3 % = 12.000,- € wären dann 1.830,- € monatlich, bei Gesamtkosten 400.000,- €.

Die 4.500,- € netto : Hast Du einen unbefristeten Arbeitsvertrag?

Wie hoch sind Eure monatl. Kosten?

Habt / wollt Ihr Kinder? Wäre Deine Frau dann noch genau so zu rechnen wie jetzt?

Bedenke, dass dem Gegenwert des Gebäudes ein sehr hoher Belastungswert gegenübersteht.

Das Haus wird älter und dann wackelt das knapp gerechnete Konstrukt.

Ich glaube nicht, dass viele Banken ein ehrliches Interesse an dieser Finanzierung hätten - aber fragen kostet nix.

Da müsstest Du dann natürlich etwas mehr Daten liefern und konkretere Pläne auf den Tisch legen.

Viel Erfolg!

Vielen Dank für deine Antwort. Ich habe ein unbefristetes Arbeitsverhältnis und ein Nebengewerbe (10t netto extra im Jahr). Meine Frau ist Beamtin auf Lebenszeit und bekommt in 2 Jahren die A11 voll bezahlt, d.h. unser Netto einkommen steigt dann nochmals.

Unsere Ausgaben halten sich stark in Grenzen. Da ich in die Arbeit laufen kann benötigen wir nur ein Auto. Wir haben Ausgaben von ca 7-800€ im Monat zuzüglich Miete.

Kinder sind nicht geplant.

@RobinG91

Verzeih bitte die direkte Gegenfrage:

Wie kann es sein, dass Ihr

a.) ein derzeitiges Netto-EK von 4.500,- habt (+10.000 extra / Jahr)

b.) wenig Ausgaben, aber

c.) kein Eigenkapital ....?

Da scheint mir irgendwas nicht zu stimmen.

Aber ICH muss auch keine Kredite bewilligen...

Am besten alles zusammentragen und einen Beratungstermin bei der Bank machen. Auch, wenn dann noch einige Werte hypothetisch sind und aus der Luft gegriffen, so habt Ihr dann zumindest eine klare Ansage, was Ihr zahlen müsstet, wenn welche Summe zu Buche schlägt.

Gut, dass Du Dich mal vorab informierst, aber den nächsten Schritt (s.o.) kann Dir keiner von uns abnehmen.

Du stellt dir die falsche Frage. Entscheidend ist ob der Kaufpreis/Baupreis von Euch durch ein komplettes Darlehen getragen werden kann. Es spielt keine Rolle wieviel das Grundstück kostet, sondern ihr solltet ausrechnen wieviel ihr bereit seid monatlich zu finanzieren. Und dann rechnet ihr mal hoch, wieviel Geld ihr dafür kriegen könnt. Das wäre Euer Kaufpreis. Nebenkosten des Kaufs nicht vergessen.

So wird ein Schuh draus.

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