Haus an minderjährige Enkel vererben

3 Antworten

Verschenken geht mit dem von dir beschriebenen Szenario. Das muss notariell gemacht werden und geht normalerweise mit dem Nießbrauch einher, bei dem sich euer Vater die vollen Nutzungsrechte, aber auch die Pflichten aus dem Grundbesitz vorbehält. Das heißt, er bleibt da wohnen bis er nicht mehr will oder kann.

Vererben ist so ne Sache, weil du und deine Geschwister in der Erbfolge vorangeht. Zumindest könnt ihr einen Pflichtteil geltend machen, der der Hälfte eures gesetzliches Erbanteils entspricht (die Hälfte bei 2 Kindern). Den gewünschten Effekt kann er aber auch ganz einfach und ohne Streitpotential dadurch erreichen, dass er die Hütte an euch Kinder vererbt und die Enkel als Nacherben bestimmt ... und dadurch euer Eigentumsrecht hinsichtlich einer Veräußerung testamentarisch beschneidet.

Grundsätzlich muss das ganze notariell beglaubigt werden.

Wenn Minderjährige in ein Geschäft einbezogen werden, dass ihnen auch laufende Lasten aufbürdet, (Steuern, Versicherungen Instandhaltungen usw.), muss bei einem solchen Rechtsgeschäft das Vormundschaftsgericht zustimmen.

Einen solchen Konstrukt nur als "Steuersparmodell" würde keine Gericht zulassen.

Grundsätzlich muss das ganze notariell beglaubigt werden.

Weder das "vererben", noch das Vermächtnis muss notariell beglaubigt werden.

das Vormundschaftsgericht

Vormundschaftsgerichts gibt es schon seit 2009 nicht mehr.

muss bei einem solchen Rechtsgeschäft das Vormundschaftsgericht zustimmen.

Das sieht der BGH anders (BGH NJW 2005 , 415, 416 f).

Problematisch könnte hier sein, dass nur ein Anteil an einem Grundstück übertragen werden soll.

Einen solchen Konstrukt nur als "Steuersparmodell" würde keine Gericht zulassen.

Nun denn.

Ich hoffe mit der recht allgemeinen Beschreibung ist dennoch ein Antworten möglich?!?

Naja ...

Es scheitert schon daran, dass hier wahlweise von vererben, vermachen und verschenken die Rede ist.

Ich würde empfehlen, hier einen Notar aufzusuchen, denn wenn es nicht testamentarisch gemacht werden soll, dann geht es ohnehin nur mit einem Notar.

Eine Veräußerung des Hauses durch die eigentlichen Kinder ist dann nicht mehr möglich, oder?

Die "eigentlichen Kinder" sind und bleiben ja dann die gesetzlichen Vertreter der neuen Eigentümer.

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