Hat sich das Finanzamt geirrt?

4 Antworten

ich würde den Fehler in deiner Steuersoftware sehen. Wahrscheinlich hast du etwas doppelt eingetragen.

Aber da musst du dich schon ein bisschen auskennen: die Daten vom Arbeitgeber werden per Datenaustausch in Elster importiert (VaSt). Die Gewinne aus selbständiger Tätigkeit entweder manuell oder mit einem Programm zur EÜR Erfassung übertragen.

Der Bescheid ist erst mal rechtsgültig, du solltest also sicherstellen, dass der Betrag abgebucht werden kann.

Aber du kannst ohne weiteres eine korrigierte Einkommensteuererklärung abgeben, dann wird der zuviel gezahlte Betrag gutgeschrieben.

Es geht wohl im 2017 ?? Für 2018 steht das EÜR Formular noch gar nicht in ELSTER zur Verfügung (Habe ich diese Woche versucht).

Wenn das zu kompliziert ist, gibt es auch Steuerberater .. die werden aber kaum hier kostenlosen Rat erteilen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich hab so viel Geld halt nicht - wie sollte ich auch so viel übrig haben bei einem so geringen Verdienst. Ich hab einer Dame beim FA geschrieben, weil ich mir keinen Reim drauf machen kann. Sowas macht mich wahnsinnig. Ich hab auch schon nachgesehen, hab auch wild irgendwlche Zahlen addiert, um auf deren 2500 zu kommen, aber ohne Erfolg. Ich habe einfach keine Ahnung, wo die diese Zahl hernehmen - ich habe ja eine so übersichtliche Steuererklärung, dass ich mir das einfach nicht erklären kann.

Ja, geht um 2017.

@Csikicsoki92

und welches Programm hast du verwendet ? Oder die ELSTER Formulare manuell ausgefüllt ?

Normalerweise sieht man da in der Vorschau das Ergebnis, und kann kalkulieren, was zu erwarten ist.

Natürlich unterstellt das FA in 2018 ähnliche Einkünfte und setzt eine quartalsweise Vorabzahlung fest. d.h. die Steuer für 2018 wird jetzt auch fällig.

@juergen63225

ich hab alles von Hand eingetragen - geht um 2017, 2018 hab ich nichts verdient, nur in meinem halbtagesberuf, im November bin ich dann ausgewandert.

jedoch steht bei "Einkünfte aus selbstständiger Arbeit" nicht 1000, sondern 2500 Euro

Was steht denn in deiner Einnahme-Überschuss-Rechnung bzw. was hast du in der Einkommensteuererklärung angegeben?

Wenn ein Finanzamt von der Steuererklärung abweicht, dann wird das normalerweise auch im Steuerbescheid erläutert.

was ich zuerst geschrieben habe - also Bruttolohn (da stimmt auch alles, musste ja eh nur zahlen aus dem Lohnbescheid übernehmen) und was ich als Freiberufler verdient habe (die 1000 Euro). Fertig. In der Erläuterung steht nichts verständliches, ich wüsste auch nicht, weshalb ich plötzlich fast dreimal so viel nebenberuflich verdient haben soll, wie ich verdient habe.

@Csikicsoki92
. In der Erläuterung steht nichts verständliches

Dann ruf beim Finanzamt ab und lass es dir erklären.Wie bereits erwähnt, sind Abweichungen von der Erklärung zu erläutern

Falls dir die Erklärungen nicht ausreichen und um zu verhindern, dass der Bescheid bestandskräftig wird, würde ich dir empfehlen, Einspruch einzulegen und Aussetzung der Vollziehung zu beantragen.

@PatrickLassan

In der Erläuterungen steht nur:

Erläuterungen

Die Festsetzung der Einkommensteuer ist vorläufig hinsichtlich der

Einkünfte aus Gewerbebetrieb, weil zurzeit die Gewinnerzielungsabsicht

nicht abschließend beurteilt werden kann. Die Vorläufigkeit umfasst auch

die damit zusammenhängenden nachrangigen Fragen der Höhe der

Betriebseinnahmen und der abziehbaren Betriebsausgaben.

Anstelle der anzuerkennenden Werbungskosten ist der höhere Arbeitnehmer-Pauschbetrag abgezogen worden.

Die Festsetzung der Einkommensteuer ist gem. § 165 Abs. 1 Satz 2 Nr.

3 AO vorläufig hinsichtlich

- des Abzugs einer zumutbaren Belastung (§ 33 Absatz 3 EStG) bei der

Berücksichtigung von Aufwendungen für Krankheit oder Pflege als

außergewöhnliche Belastung

- der Abziehbarkeit der Aufwendungen für eine Berufsausbildung oder ein Studium als

Werbungskosten oder Betriebsausgaben (§ 4 Absatz 9, § 9 Absatz 6 EStG)

Die Festsetzung des Solidaritätszuschlags ist gem. § 165 Abs. 1 Satz 2

Nr. 3 AO vorläufig hinsichtlich

- der Verfassungsmäßigkeit des Solidaritätszuschlaggesetzes 1995

Die Vorläufigkeitserklärung erfasst sowohl die Frage, ob die angeführten

gesetzlichen Vorschriften mit höherrangigem Recht vereinbar sind, als auch

den Fall, dass das Bundesverfassungsgericht oder der Bundesfinanzhof die

streitige verfassungsrechtliche Frage durch verfassungskonforme Auslegung

der angeführten gesetzlichen Vorschriften entscheidet (BFH-Urteil vom

30. September 2010 - III R 39/08 -, BStBl 2011 II S. 11). Die

Vorläufigkeitserklärung erfolgt lediglich aus verfahrenstechnischen

Gründen. Sie ist nicht dahin zu verstehen, dass die im

Vorläufigkeitsvermerk angeführten gesetzlichen Vorschriften als

verfassungswidrig oder als gegen Unionsrecht verstoßend angesehen werden.

Soweit die Vorläufigkeitserklärung die Frage der Verfassungsmäßigkeit einer

Norm betrifft, ist sie außerdem nicht dahingehend zu verstehen, dass die

Finanzverwaltung es für möglich hält, das Bundesverfassungsgericht oder der

Bundesfinanzhof könne die im Vorläufigkeitsvermerk angeführte Rechtsnorm

gegen ihren Wortlaut auslegen.

Sollte aufgrund einer diesbezüglichen Entscheidung des Gerichtshofs der

Europäischen Union, des Bundesverfassungsgerichts oder des Bundesfinanzhofs

diese Steuerfestsetzung aufzuheben oder zu ändern sein, wird die Aufhebung

oder Änderung von Amts wegen vorgenommen; ein Einspruch ist daher insoweit

nicht erforderlich.

Sollten Sie vermögenswirksame Leistungen angelegt haben, können Sie ggf.

die Festsetzung der Arbeitnehmer-Sparzulage noch bis zum 31.12.2021

beantragen, wenn Sie bis zum 31.12.2019 in die elektronische

Datenübermittlung eingewilligt und dem Anbieter Ihre Identifikationsnummer

mitgeteilt haben.

Der Festsetzung liegen Ihre (am 20.11.2018 um 04:47:25 Uhr) in

authentifizierter Form übermittelten Daten zu Grunde.

Datenschutzhinweis:

Informationen über die Verarbeitung personenbezogener Daten in der

Steuerverwaltung und über Ihre Rechte nach der Datenschutz-Grundverordnung

sowie über Ihre Ansprechpartner in Datenschutzfragen entnehmen Sie bitte

dem allgemeinen Informationsschreiben der Finanzverwaltung. Dieses

Informationsschreiben finden Sie unter www.finanzamt.de (unter der Rubrik

"Datenschutz") oder erhalten Sie bei Ihrem Finanzamt.

Die Ergebnisse der Verarbeitung wurden zur elektronischen Übermittlung

bereitgestellt.

Falls Sie beabsichtigen, gegen diesen Einkommensteuerbescheid Einspruch

einzulegen oder einen Antrag auf schlichte Änderung zu stellen, sollten Sie

die Belege zu Ihrer Steuererklärung, die zu dieser Steuerfestsetzung

geführt hat, bis zum Abschluss des Rechtsbehelfs- bzw. Änderungsverfahrens

aufbewahren. Steht diese Steuerfestsetzung unter dem Vorbehalt der

Nachprüfung (§ 164 AO), sollten die Belege bis zur Aufhebung bzw. bis zum

Entfallen des Vorbehalts der Nachprüfung aufbewahrt werden. Belege, die für

mehrere Jahre von Bedeutung sind (z.B. ärztliche Atteste), sollten

entsprechend länger aufbewahrt werden. Aufbewahrungspflichten nach z.B.

§§ 147, 147a AO oder anderen gesetzlichen Vorschriften (z.B. § 14b UStG,

§ 50 EStDV) bleiben unberührt.

Bitte bewahren Sie diesen Bescheid auf. Er dient auch als

Einkommensnachweis zur Vorlage bei anderen Behörden (z.B. für

Erziehungsgeld/Elterngeld, Leistungen nach dem BAföG).

Im Vergleich zum Vorjahr fehlen zahlreiche Wirtschaftsgüter des Anlagevermö

gens. Die Entnahme wurde geschätzt in Höhe von 3.000€ zzgl. Umsatzsteuer.

Die Abschreibung für das Stativ berechnet sich vom Nettokaufpreis, da hi

erfür Vorsteuer geltend gemacht wurd

@Csikicsoki92

Wie gesagt, für mich geht daraus nicht hervor, weshalb ich fast dreimal so hohe EInkünfte aus einer selbstständigen Tätigkeit haben soll. Nach Abzug der Ausgaben habe ich auch quasi nichts verdient.

@Csikicsoki92
Im Vergleich zum Vorjahr fehlen zahlreiche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens. Die Entnahme wurde geschätzt in Höhe von 3.000€ zzgl. Umsatzsteuer.

Da hast du die Erklärung für die Höhe deiner Einkünfte.

@PatrickLassan

Aber weshalb habe ich denn dann auf einmal mehr Geld eingenommen?? Ich hab das ZEugs doch alles noch, anscheinend habe ich es nur nicht angegeben (hab da snoch nie gemacht, 2016 wurde das von einem Bekannten erledigt). Kann ich diese fehlenden" Güter nachreichen?

@Csikicsoki92

Das Finanzamt ist von einer Privatennahme ausgegangen, und die erhöht den Gewinn. Frag doch deinen Freund mal, der dir 2016 geholfen hat.

Achso, Eingenommen habe ich 1000, meine Ausgaben waren aber ungefähr genauso hoch. Hab also quasi mit dem Freiberuflerjob nichts verdient. Wie gesagt, letztes Jahr kam das ungefähr bei 0 raus und es kam keine horrende Zahlungsaufforderung.

@Csikicsoki92
Eingenommen habe ich 1000, meine Ausgaben waren aber ungefähr genauso hoch.

'Ungefähr'? Du musst doch deine Einkünfte ermittelt haben.

@PatrickLassan

Ja, aber das macht doch hier im Forum jetzt keinen Unterschied, ob ich die genauen Centbeträge aufliste. Am Ende der Einkommen/Überschussrechnung hatte ich minus ein paar Euro.

@Csikicsoki92

wenn du mit deiner Selbständigkeit nichts verdienst, kommt das FA ganz schnell mit dem Stichwort Liebhaberei auf dich zu und erkennt dir alle steuerlich geltend gemachten Betriebsausgaben ab, dann gibt es nur noch zu versteuernde Einkünfte... ;) ggf. jemanden Fragen, der etwas davon versteht. auch eine IHK oder HWK, je nachdem, ob du Handel treibst oder einem Handwerk nach gehst kann hier grundlegend helfen. Die beantworten aber keine konkreten Steuerfragen!!!

@Besserwisser7x7
dann gibt es nur noch zu versteuernde Einkünfte...

Liebhaberei bedeutet einfach gesagt, dass Verluste nicht berücksichtigt werden.

Als Liebhaberei ist die Tätigkeit eines Steuerpflichtigen zu verstehen, die ohne Gewinnerzielungsabsicht ausgeübt wird. Die Tätigkeit dient damit nicht primär der Erzielung von positiven Einkünften, sondern wird aus persönlichen Gründen oder aufgrund persönlicher Neigungen vom Steuerpflichtigen betrieben. Bei der Liebhaberei liegt folglich keine wirtschaftlich relevante, auf die Erzielung von positiven Einkünften gerichtete Tätigkeit vor. Aus der Liebhaberei resultierende Einkünfte sind nicht steuerbar, negative Einkünfte, also Verluste, können folglich nicht mit positiven Einkünften anderer Einkunftsquellen ausgeglichen werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liebhaberei

je nachdem, ob du Handel treibst oder einem Handwerk nach gehst

In der Frage wird erwähnt, dass es sich um Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit handelt. Handel und Handwerk scheiden also aus.

Nun, wenn du keine Sondereinkünfte angegeben hast, dann muss es ein Fehler sein. Aber sieh es doch so. Umso mehr du auf der Steuerkarte hast, desto mehr bekommste zurückgezahlt :-P

Sorry, aber ich raffe das wirklich nicht. Im Vergleich (war auch in Elster dabei) steht am Ende nur bei "Verbleibender Betrag der Einkommensteuer" gut 800 Euro - was ich dann ja zahlen müsste.

Das sind für mich Böhmische Dörfer, ich raffe nichts - hoffe wirklich, dass da ein Fehler passiert ist. Kann mit nicht vorstellen, dass das stimmt. Ich verstehe aber praktisch bei jeder Zahl nur Bahnhof.

@Csikicsoki92

du sollst zahlen?!?!? nenene - du bekommst was wieder... lol

@Phlipper1986

aber dann wäre da doch ein Minuszeichen, oder? Ich raff es einfach nicht. Warum sollte ich denn so viel zurückbekommen???

@Csikicsoki92

Im Vergleichsschreiben steht das unter "Verbleibender BEtrag" unter "Differenz" - erstes FEld "erkl. Daten", zweites "lt. Bescheid" und drittes eben "Differenz". Naja und bei den Bescheiddaten steht eben 2500 bei "einkünfte aus selbstständiger Arbeit", was einfach nicht sein kann. Mich würde es aber auch verwundern, dass man bei einem so niedrigen Einkommen nochmal 800 Öcken abzieht, selbst wenn ich 2500 Euro zusätzlich verdient hätte. Aber das ist ein anderes Thema.

. Umso mehr du auf der Steuerkarte hast, desto mehr bekommste zurückgezahlt

Das sind aber bisher unversteuerte Einkünfte aus selbständiger Arbeit.

@PatrickLassan

bist du doof, sowas anzugeben *lol*

@Phlipper1986

Es war der Fragesteller, der etwas angegeben hat. Offensichtlich hast du die Frage nicht richtig gelesen, oder falls doch, hast du sie nicht verstanden.

@PatrickLassan

ja ging auch an den fs, nimmes nicht persöööööööööööööönlich

@PatrickLassan

aber wie gesagt, ich hab nicht so viel als freiberufler dazuverdient, wie die da stehen haben. Im Jahr davor musste ich nichts zahlen und hab eigentlich quasi genauso viel verdient. Ich raff es nicht.

Wenn man von solchen Dingen „absolut KEINE Ahnung hat“ sollte man einen Steuerberater konsultieren, und nicht mit rudimentären Informationen eine Frage in ein Laienforum stellen.

Hab mal nach Miete und Co 250 Euro übrig und gehe dann zum Steuerberater.

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