Hat meine Frau im Falle einer Scheidung Anspruch auf mein Vermögen, weclhes ich vor der Ehe gespart habe?

5 Antworten

Ein Ehevertrag ist da nicht in jedem Fall nötig, es gilt in Deutschland die Gütertrennung mit Zugewinnausgleich im Scheidungsfall.

Zugewinn bedeutet vom Prinzip: alles was in der Ehe an Vermögen dazukommt, muss im Scheidungsfall aufgeteilt werden, ebenso die Rentenansprüche.

Per Vertrag kann man auf den Ausgleich ganz verzichten, aber ohne Vertrag zählt das Vermögen das vor der Ehe da war, eindeutig NICHT zum Zugewinn. Ebenso ausgenommen sind Erbschaften, die dem gehören, der geerbt hat.

Die 100k die ins Haus investiert wurden sind also deins .. sinnvoll ist es, den Kontoauszug oder Depotauszug zu verwahren. Wertsteigerungen, wie z.B. Aktiengewinne, oder Wertsteigerung der Immobilie zählen aber zum Zugewinn. Auch wenn du ein Grundstück oder eine Immobilie besitzt oder erbst, dann ist der Wert zum Ehebeginn oder zum Zeitpunkt des Erbes relevant. Wenn du bei den Baukosten 3/4 bezahlst heisst das nicht, dir gehört 3/4 vom Haus, gerechnet wird immer der Betrag den du in die Ehe eingebracht hast.

Beispiel: wer 1990 ein Grundstück mit in die Ehe bringt, Wert 200.000 DM, und das ist jetzt 500.000 Euro wert, dann sind das 400.000 Euro Zugewinn.

Wenn es also etwas komplizierter ist als nur das Eigenkapital für eine Immo, z.B. erwartete Erbschaften, dann ist der Weg zum Notar schon sinnvoll.

Ich kann auch nur aus eigener Erfahrung berichten, dass sowas auch menschlich sinnvoll ist, und kein Grund für Misstrauen sein sollte: wenn man früh über Geld redet, und klare Regelungen trifft, ist das eine gute Basis dass man sich in der Ehe niemals über Geld streitet.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
es gilt in Deutschland die Gütertrennung mit Zugewinnausgleich im Scheidungsfall.

Nö. Gütertrennung gilt nur, wenn das unter beiden Parteien vereinbart ist.

@wiki01

NEIN .. glaub mir !!! (Und mach dich erst schlau, wenn du was schreibst) Der umgekehrte Fall "die Gütergemeinschaft", das ist der ganz seltene Fall, den man vereinbaren kann. Einziger Fall denn ich kenne, war eine Landwirtschaft .. da war sowas früher üblich.

Der gesetzliche Güterstand in der Ehe ist die Gütertrennung. Dein Auto gehört dir, dein Konto, und das deiner Frau gehört ihr. Da muss sie keinen fragen wenn sie was verkauft oder zur Bank geht. Und kein Vertragspartner muss Angst haben, dass der Ehepartner die Zustimmung zu einem Geschäft verweigert.

Lediglich im Fall der Scheidung besteht ein Anspruch auf Ausgleich des Zugewinns ! Also auch dann tritt nicht automatisch ein Gemeinschaftseigentum an Konten und Sachgütern ein, nur ein Anspruch auf den Ausgleich des Zugewinns !

Vertrauen hin oder her. Sprich mit ihr in aller Ruhe und schlage einen Ehevertrag vor. Du wirst sehen wie sie reagiert.

Tendenziell rate ich zu einem Ehevertrag....das erspart im Falle des Falles eine Menge Ärger und Kosten.

Ein Ehevertrag ist eigentlich das Schlauest, was ihr machen könnt. Ihr wollt mit einem Wohnungskauf ein Großprojekt stemmen. Da ist es nur vernünftig, sich vorher darüber Gedanken zu machen, was im Fall des Scheiterns eures gemeinsamen Projekts geschehen soll.

Wer sich vor der Ehe über Geld unterhält muss sich während der Ehe nicht darüber streiten und sich nach der Ehe nicht darum prügeln.

Wenn dein Vorschlag als Zeichen mangelnden Vertrauens aufgenommen würde, dann ist es mit der Basis eurer Ehe sowieso nicht arg weit her.

Grundsätzlich sieht der gesetzliche Güterstand in eurem Fall aber so aus: Was jeder in die Ehe mit einbringt, bleibt ihm/ihr zunächst einmal stehen. Geteilt wird bei einer Scheidung nur der Zugewinn.

Wenn ihr euch also für 300000 Euro eine Wohnung kauft und müsst sie nach 5 Jahren wegen einer Scheidung wieder verkaufen, sieht die Rechnung etwa so aus. Die Wohnung ist bis dahin bereits 340.000 Euro wert. Da ihr schon ein paar Schulden getilgt habt, bekommt die Bank noch 160.000 Euro von euch. Von den restlichen 180.000 Euro bekommst du 100.000 Euro und deine nun Ex-Frau 30.000 Euro. Die restlichen 50.000 Euro werden als Zugewinn hälftig aufgeteilt.

Das ist aber nur eine schematische Darstellung, da ihr ja noch mehr als nur eine Wohnung miteinander teilt. Wahrscheinlich kommt da auch Mobiliar dazu, ein gemeinsames Auto, Zuwendungen von euren Eltern, und - was ja auch gelegentlich passieren soll - Kinder. Mit jedem Jahr wird so eine Ehe komplexer. Allein deshalb ist der Gedanke eines Ehevertrags gar nicht abwegig.

Der kluge Pilot nimmt beim Start einen Fallschirm mit.

Naja, du vertraust ihr ja auch nicht wirklich. Ist aber wurscht, ein Ehevertrag ist nix anstößiges. Auch Frau kann sich mit einem solchen absichern. Versucht allerdings der eine den anderen über den Tisch zu ziehen, sollte man sich das mit der Ehe nochmal gründlich überlegen.

vor der Eheschliessung beim Notar Gütetrennung vereinbaren, nachher geht nicht mehr und u. U. verlierst du fast alles was du davor hattest, keine Zugeständnisse machen (wg. dann liebst du mich nicht), sonst die Enttäuschung deines Lebens.

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