Hat man mit 22 Unterhaltsanspruch wenn man eine Ausbildung in einem Berufsbildungswerk absolviert?

1 Antwort

darüber sollteste dich mit dem Amt bzw Sozialamt unterhalten. Eventuell würdeste BAFÖG bekommen. Anspruch auf Kindesunterhalt hätteste gehabt wenn du erst mal erfolgreich Schule abgeschlossen hast und darauf folgend Ausbildung zu einem Beruf. Da dazwischen längere Pause war, wobei ich davon aus gehe selbst verschuldet, haste den Anspruch auf Kindesunterhalt verwirkt.
Deshalb wäre meine Idee dich von Amts wegen beraten zu lassen so dass du Schulabschluss bekommst und Ausbildung machst. Dort werden die finanziellen Möglichkeiten auch erwähnt

Was ist, wenn laut psychologischen Dienst des Jobcenters nur eine Ausbildung am 2. Arbeitsmarkt möglich wäre, aber man keine Behinderung nachweisen kann?

Nehmen wir mal diese 2 völlig unterschiedlichen Gegensätze an:

  • Das Jobcenter schickte Person A zu einem psychologischen Gutachten. Es wird eine psychische Behinderung vermutet und es wird darauf hingewiesen, dass eine intensive psychologische Betreuung nötig ist, und eine Ausbildung nur in geschütztem Rahmen in einem Berufsbildungswerk am 2. Arbeitsmarkt möglich wäre. Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass keine realistische Chance zur Integration am allgemeinen Arbeitsmarkt besteht.

Aufgrund dieses Gutachtens will das Jobcenter Person A ausschließlich am 2. Arbeitsmarkt, entweder in einer Behindertenwerkstatt oder in einem BBW beschäftigen. Dazu müsste Person A aber eine Schwerbehinderung bzw. Einschränkung im Sinne von § 2 Absatz 1 Satz 1 SGB IX nachweisen können!

  • Person A beantragt beim Versorgungsamt einen GdB von 50, um die Schwerbehinderteneigenschaft zu erlangen. Dieser Schwerbehinderung wird nicht stattgegeben, da Person A keine Beeinträchtigungen nachweisen kann bzw. das Person A für zu gesund hält.

Da Person A keine Behinderung hat, steht ihm keine ''Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderung'' nach § 2 Absatz 1 Satz 1 SGB IX zu. Eine Integration am 2. Arbeitsmarkt in einem BBW oder einer WfbM wäre also nicht möglich, obwohl dies laut Jobcenter die einzige Möglichkeit wäre.

Jetzt hakt es irgendwie und keiner weiß weiter. Kennt sich von euch vielleicht jemand mit so einer verkorksten Situation aus? Was könnte das Amt jetzt für Konsequenzen daraus ziehen?

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