Hat man als Mutter Anspruch auf Urlaub in der Ferienzeit des Kindes?

5 Antworten

anspruch hast du nicht direkt, du wirst als mutter nur bevorzugt bei der urlaubsplanung. d.h. alle angestellten die kinder haben, haben eine größere chance, dass der AG (Arbeitgeber) ihnen den urlaub in den schulferien genehmigt. bei allen anderen, die keine kinder haben und evtl. noch kürzer in der firma sind als du, haben da das nachsehen.

In den meisten Betrieben hat man Verständnis für die Mütter und regelt den Urlaub so, dass für einen Teil der Ferien die Betreuung abgesichert ist. Aber verpflichtet ist der Arbeitgeber dazu nicht z.B. wenn Saisonarbeit etc. ansteht. Bei meinem Mann war immer die Schlussverkaufszeit gleichzeitig Urlaubs-Sperrzeit.

Hallo und Frage an Rolfe Du beziehst dich auch ein Höchstrichterliche Entscheidung. Kannst du uns auch schreiben, wann und von welchen Gericht das Urteil ist. Hast du auch ein Aktenzeichen. Bitte etwas genauer. Gruss, Dieter

Meines Wissens hat man als Mutter mindestens ein Mal im Jahr Anspruch auf Urlaub während der Schulferien, muss dies aber rechtzeitig beantragen.

Bei der Urlaubsgewährung sollen familiäre Aspekte wie Ferienzeit der Kinder und Urlaubsmöglichkeit (Bsp. Betriebsferien) des Ehepartners berücksichtigt werden. Ein prinzipieller Anspruch auf bestimmte Zeiträume ist daraus nicht ableitbar.

Urlaubssperre so zulässig?

Hallo,

bei uns im Kindergarten geht es mal wieder um die Urlaubsplanung für das nächste Jahr...

kurz zu den Rahmenbedingungen:

wir sind ein privater Kindergarten mit 8 Erziehern und 40 Plätzen. Momentan sind davon 32 besetzt.

2 Mitarbeiterinnen haben Kinder, eine der beiden ist darauf angewiesen, einen Teil ihres Urlaubs in den Schulferien zu nehmen, da ihre Tochter in die Schule geht und sie sie dann selber betreuen muss.

Unsere Leitung verhängt jedes Jahr in den gesamten Schulferien eine Urlaubssperre, unabhängig davon, ob die Kollegin mit Schulpflichtiger Tochter Urlaub braucht oder nicht. (Die Tochter kommt teilweise auch bei den Großeltern unter)

Was ich weiß ist, dass der Arbeitgeber bei "dringenden betrieblichen Gründen" eine Urlaubssperre verhängen darf. Aber was sind diese Gründe?

Dazu ist zu sagen, dass beispielsweise in den Osterferien und den Sommerferien nur ungefähr die Hälfte der Kinder im Kindergarten ist, da die meisten Familien eben auch zu dieser Zeit Urlaub nehmen. Hinzu kommt, dass NIEMALS zwei Mitarbeiter gleichzeitig Urlaub nehmen dürfen.
Die letzten Jahre war es also so, dass in den Ferien 7 oder 8 Erzieher im Kindergarten gemeinsam nur etwa 20-25 Kinder betreuen. Ständig wird dann jemand kurzfristig früher nach Hause geschickt um Überstunden abzubauen.
Die Urlaubssperre richtet sich zudem nicht nur nach dem Urlaub der Kollegin, die zur Betreuung ihrer Tochter dringend frei braucht -was nachvollziehbar wäre- sondern auch in den Ferienwochen, in denen das gesamte Team anwesend ist wird kein Urlaub genehmigt. Argument: "es ist ja unfair, wenn dann einer Urlaub während der Schulferien machen kann und andere nicht."

Immer wieder kommt es durch diese Sperre zu Problemen, z.B wenn verwandte ihre Hochzeit extra in den Ferien planen weil die meisten Gäste dann frei haben, oder runde Geburtstage in diesen Zeitraum fallen.

ich kann mir nicht vorstellen, dass diese generelle Urlaubssperre bei so wenigen anwesenden Kindern so in Ordnung ist. Oder liege ich falsch, dass der Chef bei solch einem Betreuungsschlüssel (ca. 3 Kinder Pro Erzieher) eigentlich den Urlaubswünschen stattgeben müsste, da kein "dringender betrieblicher Grund" vorliegt, wie beispielsweise in der Vorweihnachtszeit im Einzelhandel, wenn immens viel los ist und dazu viele Mitarbeiter krank werden....

würde mich freuen wenn sich hier jemand auskennt... das ganze Team verzweifelt langsam... selbst bei vorsichtigen anfragen im Persönlichen Gespräch kommt immer nur: "nein, da sind Schulferien, darüber diskutiere ich nicht!"

danke!

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Kündigung. Recht auf Urlaub. Was richtig?

Guten Tag,

Gegen Ende Mai 2019 habe ich zum 31.August 2019 gekündigt. Laut Vertrag stehen mir insgesamt 30 Tage zu. 12 Tage habe ich bereits im Juni verbraucht, also bleiben noch 18 Tage übrig. Habe 6 Tage Woche!

Laut Internetrecherche habe ich folgendes gefunden:

Laut § 7 Abs. 4 BUrlG ist Urlaub, der wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr gewährt werden kann, abzugelten. Die verbleibenden Urlaubstage müssen also vom Arbeitnehmer, sofern zeitlich möglich, genommen werden. ... Bei einer Kündigung zum 1. Juli oder später ist der komplette Mindesturlaub zu genehmigen."

(Quellen: Google, Advocado, Rexx-Systems, IHK)

Mein Chef behauptet nun, dass ich keinen vollen Anspruch auf meine restlichen 18 Tage, sondern nur 2,5xMonat (8x2,5 = 20 Tage - bereits 12 Tage genommen = 8 Tage). So würde ich ganze 10 Tage verlieren.

Im Vertrag steht

"Die Kündigung muss schriftlich erfolgen. Im Falle der Kündigung des Arbeitsverhältnisses ist die Firma berechtigt, den Mitarbeiter unter Fortzahlung der Vergütung unter Anrechnung von Urlaubs- und Freizeitansprüchen freizustellen".

"Der Mitarbeiter erhält Urlaub nach den jeweiligen betrieblichen Regelungen. Dauer und Lage des Urlaubs sind mit der Firma abzustimmen (30 Tage). Bei einer Urlaubsgewährung werden zunächst gesetzliche Urlaubsansprüche erfüllt. Während der Urlaubszeit darf der Mitarbeiter keine Nebentätigkeit ausüben. Der Mitarbeiter ist verpflichtet, auf Weisung der Firma zu unterbrechen oder zu verschieben. Den daraus entstehenden Schaden trägt die Firma. Der Urlaubsanspruch, der den gesetzlichen Urlaubsanspruch übersteigt, verfällt zum 31.März des Folgejahres."

So würde ich ganze 10 Tage verlieren.

Was ist nun richtig? Ich würde ungern Urlaubstage verschenken (verständlich).

Mit freundlichen Grüßen

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