Hat jemand Erfahrungen mit einer Insolvenz in England / Frankreich?

27 Antworten

Alle, die sich für eine schnelle Restschuldbefreiung interessieren und diesen Weg über England in Erwägung ziehen, sollte dies eine Warnung sein. Im vorliegendem Fall hat ein deutscher Insolvenztourist (Jurist) 2x versucht eine Restschuldbefreiung über England zu erlangen (in Birmingham), bekam diese auch, um dann anschliessend zu scheitern (ein deutscher Gläubiger hat erfolgreich, in England, dagegen geklagt! Dieses Urteil wurde durch ein deutsches Gericht bestätigt!!), mit dem Ergebnis, dass er sehr viel Zeit verschwendete (>> 3 Jahre) und noch mehr Geld 'verbrannte' (>> € 50.000). Zusätzlich verlor der Schuldner in Deutschland seine Zulassung, welches vom BGH bestätigt wurde. Letztendlich landete er in einem Insolvenzverfahren in Deutschland. Also, seit 2008 in England. Nun 6 Jahre Insolvenzverfahren inkl. mindestens 10 Jahre kreditunwürdig in Deutschland = ca. 15 Jahre bis zum 'normalen' Leben'! Bitte unbedingt LESEN! ⇒ Um dieses PDF-Dokument lesen zu können, fordern Sie bitte das Passwort an, welches Sie erhalten, sobald unser Kontaktformular, mit Ihren Kontaktdaten, bei uns eingegangen ist.

Da kann man nur sagen:"Finger weg von deutschen Anwälten, denn die wissen ganz sicher nicht was sie tun!!!"

Die englische Restschuldbefreiung ist nach den Vorschriften der Europäischen Insolvenzordnung auch in Deutschland anerkannt. Die Dauer ist kraft Gesetzes "maximal 12 Monate". Vorher muß man aber "in den letzten 6 Monaten vor Antragstellung überwiegend" im Bezirk des englischen Gerichts seinen Lebensmittelpunkt gehabt haben. Eine "Restschuldbefreiung nach 6 Monaten" gibt es daher seriöserweise nicht. Ob im Einzelfall eine Restschuldbefreiung bereits vor Ablauf der 12 Monate erteilt wird, hat weder der Schuldner noch sein "Berater" in der Hand, dies entscheidet das Gericht auf Antrag des Official Receiver individuell - und nach Arbeitsbelastung, da das Stellen eines entsprechenden Antrages an das Gericht zusätzlichen Verwaltungsaufwand bedeutet.

Einige "Berater" (von denen einer, der vorher Autohändler war, auch für diesen Thread hier verantwortlich sein dürfte) machen das allerdings so unseriös, daß bei deren Verfahren derzeit eine Welle von Annullierungsanträgen "läuft".

Wo kann ich diese "Welle von Annullierungsanträgen" selber nachlesen?

@PinkelPause

ich hatte bereits in 2010 nachgefragt, ob es irgendwelche beweise gibt ueber diese annulierungswelle in england und deutschland bei deutschen forum shoppern aka insolvenztouristen in england. leider bis heute keine antwort! vielleicht ist der gute selbst betroffen??? mh, dumm gelaufen, wenn man als anwalt fuer die "armen" andern eine insolvenzbegleitung anbietet aber selbst ggfs. gescheitert ist, da der COMI ggfs. ein fake war/ist und die annullierung quasi zwangslaeufig erfolgen musste/sollte/wird.

nachfolgend ein auszug aus dem offiziellem englischem "bundesanzeiger", wo solche insolvenzfaelle gelistet werden und fuer jeden frei einsichtbar sind.

Date: 24 December 2007 Issue Number: 58551 Page number: 18681

Publication Date: Monday, 24 December 2007

Notice Code: 2503

Bankruptcy Orders

BECK, Frank, of Apartment 47, 585 Moseley Road, Birmingham, B12 9BL, Solicitor, lately residing at Seminarstrasse 12, 55127 Mainz, Germany, and carrying on Business as a business consultant at Apartment 47, 585 Moseley Road, Birmingham, B12 9BL and lately carrying on Business as Solicitor at Seminarstrasse 12, 55127 Mainz, Germany. Court—BIRMINGHAM COUNTY COURT. Date of Filing Petition—17 December 2007. No. of Matter—3469 of 2007. Date of Bankruptcy Order—17 December 2007. Whether Debtor's or Creditor's Petition—Debtor’s. Official Receiver—3rd Floor East, Ladywood House, 45/6 Stephenson Street, Birmingham, B2 4UP.

(419281)

Das mit den Anwaltskanzleien halte ich größtenteils für Augenwischerei, viel besser beraten ist man bei Firmen, die sowas schon mal in der Praxis durchgeführt haben. Ich habe zum Beispiel bei einer Anwaltskanzlei Nähe des Münchner Flughafen viel Lehrgeld bezahlt und es wurde Nichts daraus. Danach war ich bei einer Firma, bei der der Chef selbst schon mal das ganze Verfahren durchgemacht hat. Er wusste echt Alles, das war top. Wenn Ihr Fragen habt helfe ich Euch gerne mit Erfahrungsberichten, schreibt einfach, ich freu mich zu helfen, war selbst in dieser Lage und weiß, wie unschön das Gefühl ist, bevor man eine gute Lösung hat ;-)

Können sie mir helfen?

Die mit englischen Insolvenzrecht befasste Kanzlei Daniel Lawlor in Heinsberg jedenfalls hat uns nur Probleme bereitet! Es hat zwar nur bedingt mit Insolvenzrecht in England zu tun und deshalb habe ich dazu auch einen neuen thread geöffnet. Wir haben dort eine EORI Nummer für unsere englische Ltd. beantragt und bezahlt aber jetzt stehen wir OHNE da und haben trotzdem über 600€ bezahlt...


Möchte mich als Betroffener hier auch mal zu Wort melden, da doch einige falsche Infos hier kursieren. Die sog. EU-Insolvenz in Frankreich oder England ist eine feine Sache. Nach 6 bis 12 Monaten wird die Restschuldbefreiung erteilt und man hätte für den Fall der Fälle, die Insolvenz in D noch nicht "verbraucht". Hier bei uns geht die Privatinsolvenz (und nur die lohnt sich wirklich im Ausland) nämlich nur einmal im Leben.

Allerdings kostet die Insolvenz in F oder UK einiges an Geld uns Aufwand. Die Gerichte in beiden Ländern haben nämlich schon längst mitbekommen, dass sich in den letzten Jahren ein regelrechter "Insolvenz-Tourismus" entwickelt hat. Daher wird ein Deutscher, der nun plötzlich entdeckt hat, "wie toll und schön es in England ist", sehr genau unter die Lupe genommen. Da muss dann wirklich alles stimmen. Der Lebensmittelpunkt in England muss glaubhaft nachgewiesen werden (Wohnsitz, Telefon- und Stromrechnungen), eine Sozialversicherungsnummer und ein englisches Bankkonto müssen vorhanden sein, eine Arbeitsplatz, oder zumindest die Arbeitssuche muss gegeben sein usw. HÄNDE WEG von gefakten Lebensmittelpunkten mit Scheinwohnsitz usw.! Wenn das auffliegt, dann ist nicht nur das Insolvenzverfahren flöten, sondern es drohen noch erhebliche strafrechtliche Konsequenzen.

Als Selbständiger kombiniert am es am besten mit der Gründung einer Ltd.. So habe ich es auch gemacht. Bei der Ltd. war ich angestellt und zahlte brav Sozialversicherungsabgaben und Steuern. Die Ltd. muss aber auch Geschäfte machen, damit sie nicht als "dormant" beim Companies House eingetragen ist. Die Ltd. habe ich schon relativ früh gegründet, als sich die Unvermeidbarkeit der Insolvenz bereits abzeichnete. Über die Bonität, die ich mit der Ltd. bis dahin aufgebaut hatte, konnte ich nahtlos meine Geschäfte weiter betreiben, bekam EC- und Kreditkarten usw.

Das sind jetzt nur mal so ein paar Eckpunkte. Es gibt noch eine Reihe weiterer Dinge, die zu beachten sind, damit man keine Annullierung riskiert.

Wenn hier teilweise behauptet wird, das sei alles "sehr einfach und könne jeder selbst erledigen" so kann ich daruf nur antworten: JA, wenn man Brite ist, oder so perfekt englisch spricht, dass man alle Amtsschreiben und Vorschriften zu 100 % versteht und wenn man die Formalitäten und Eigenheiten in England sehr gut kennt bzw. versteht! Ich kann für mich in Anspruch nehmen, dass ich sehr gut englisch spreche, trotzdem hätte ich mir das auf keinen Fall zugetraut. Z. B. ist es in UK gar nicht so einfach, als Ausländer ein Bankkonto zu eröffnen. Jeder noch so kleine Fehler kann zu Problemen führen. Dann hat man bis dahin evtl. auch schon größeren persönlichen und/oder finanziellen Aufwand betrieben und es war alles für die Katz.

Daher kann ich jedem nur raten sich eine gute Agentur zu nehmen, die einschlägige Erfahrung hat. Meine hat alles richtig gemacht und meine Insolvenz nebst Restschuldbefreiung gin glatt und sauber durch.

Wenn jemand Rat und Hilfe braucht, kann er sich gerne an mich wenden. Bei wirklich ernsthaften interessenten kann ich ggf. auch Kontakte vermitteln.

Hallo SammyN, falls Du hier noch bist, bräuchte ich ein paar Tips von Dir. LG

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