Hat die GEZ mich vergessen und was erwartet mich?

1 Antwort

Seit dem du bei deinen Eltern wohnst, bist du ja nicht beitragspflichtig, da für diese Wohnung schon bezahlt wird.

Natürlich könnte es sein, dass du für die ganze Zeit seit 2013 bis 2015 zur Beitragszahlung herangezogen wirst. Das wäre rechtens und da wäre auch nichts verjährt, weil hinterzogene Rundfunkbeiträge nie verjähren. Für die Zeit ab 2015 könntest du auch nachzahlen müssen, da du dich nicht abgemeldet hast und eine Abmeldung nur für die Zukunft möglich ist.

Aber dieses Szenario ist außerordentlich unwahrscheinlich. Der Beitragsservice beschäftigt im privaten Bereich nämlich keine Ermittler mehr, die solch einen Tatbestand noch im nachhinein ermitteln könnten. Er erhält die Namen und Adressen seiner potentiellen "Kunden" nur von den Meldebehörden. Das Meldeamt hat dich zwar bei deinem Umzug zu deinen Eltern dem Beitragsservice gemeldet, du bist aber vom Rechner als nicht beitragspflichtig aussortiert worden, so dass du keine Aufforderung zur Anmeldung erhalten hast.

Erst wenn du wieder umziehst in eine neue Wohnung, wirst du nach der Ummeldung beim Meldeamt wieder angeschrieben werden und da wird nicht nach der Vergangenheit gefragt.

Also Glück gehabt!

Danke für die schnelle Antwort. Ich werde dann mal schön brav den Ball flach halten.

Ich schreibe noch mal wenn ich irgendwann umziehe und wieder Leben in die Sache kommt.

Laut dem Beitragsservice gibt es eine Verjährungsfrist von 30 Jahren.

@percylinski

Eine 30-jährige Verjährungsfrist gibt es nur für gerichtlich oder durch unanfechtbaren Bescheid festgesetzte Forderungen. Jedenfalls gelten diese 30 Jahre nicht für noch gar nicht festgesetzte Rundfunkbeiträge.

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